Unendliche Geschichte Dienstagsspaziergänger: Demo-Team wähnt sich ihrem Ziel näher und schlägt daher wohl versönlichere Töne an!

Aus gegebenen Anlass wagt der Blog erneut einen Blick über den Berg zu dem Ort der nicht genannt werden darf. Der will einfach nicht zur Ruhe kommen. Im Gegenteil: Die Fronten sind mehr denn je verhärtet. Der Ton untereinander wird zunehmend rauer. Und damit ist nicht der zwischen „Links“ und „Rechts“, sondern der innerörtliche Umgang gemeint. Keine Frage, der Dorfrieden hat in den letzten Wochen gewaltig gelitten. Tendenz steigend! Zusammenhalt und Gemeinschaft zeigen bis dato nicht für möglich gehaltene Risse. Ablesen lässt sich das vor allem an Kommentaren, Filmchen und Beiträgen in den öffentlichen Netzwerken sowie an Aussagen von Bewohnern.

Die Szenerie gleicht einem Boxkampf! In der „rechten“ Ecke die Dienstagsspaziergänger sowie in der „linken“ Ecke die Gegendemonstranten. Der Kampf geht mittlerweile in die 14. Runde. Blöd nur, kein Simmertaler möchte dem Spektakel beiwohnen. Im Gegenteil: Denen ist die fortwährende Auseinandersetzung, vornehmlich ortsfremder Kämpfer, nur noch lästig. Verkehrte Welt, anstatt den besänftigenden Ringrichter zu geben, forcierte Ortsbürgermeisterin Christina Bleisinger den Kampf mit ihrer ganz besonderen Art der „privaten“ Moderation zusätzlich. Keine Frage, ihr gesamtes Verhalten war einer Gemeindevorsteherin unwürdig. Ihr bisheriges Credo: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!“

Hat ihre ganz eigene Art von Diplomatie-Verständnis jetzt ausgedient? Zumindest schlägt das offenbar von den Bürgern verkannte Bollwerk gegen „Rechts“ in ihrem neuesten Post versöhnlichere Töne an. Muss sie auch, denn der innerörtliche Gegenwind hat sich mittlerweile zu einem regelrechten Sturm aufgebläht. Will sie weiteren Schaden von sich und ihrem Amt abwenden, muss sie verbal abrüsten und weitere Giftpfeile im Köcher stecken lassen. „Es gibt weitere wichtige Aufgaben in unserem Ort und darüber hinaus. Wir wünschen uns eine offene Gesprächskultur“ – lässt Bleisinger wissen. Hört, hört! Letzteres hat gerade sie nicht unbedingt gelebt. Lenkt sie aus innerer Überzeugung ein? Wohl kaum. Vielmehr dürfte die getrübte innerörtliche Atmosphäre sowie sich mehrende Proteste gegen ihren Stil ausschlaggebend für eine bis dato nicht für möglich gehaltene Rolle rückwärts sein.

Im Klartext: Ihre Art und Weise stinkt vielen! In ihrem eigenen Ortsgemeinderat schon mächtig lange isoliert, versucht sie nunmehr zu retten was zu retten ist. Die Stimmung im Rat muss unterirdisch sein. Es geht mitunter auch um ihre eigene Haut. Wann werden die ersten Rücktrittsforderungen laut? Wahr ist, Dienstagsspaziergänger oder mehr oder weniger harmlose „Querdenker“, von leicht bräunlich schimmernd eingefärbt, über hell- bis dunkelbraun, braucht niemand! Wahr ist aber auch, die sind jetzt nun einmal da. Und die sind gekommen, um zu bleiben. Mit dieser zugegeben nicht einfachen Situation war und ist eine ansonsten ohne Frage fleißige, bemühte und engagierte, aber politisch limitierte und überforderte Christina Bleisinger, deren Beraterin zu allem Unglück eine Pfarrerin außer Rand und Band ist, restlos überfordert. Beide haben den Spagat zwischen Amts- und Privatperson nie hinbekommen. Geht irgendwie auch nicht wirklich. Und was noch schlimmer wirkt, übergeordnete Politiker aus Kirn und Bad Kreuznach sind in dieser Angelegenheit ebenso Totalausfälle. Fortsetzung so sicher wie das Amen in der Kirche.