Devils Rock Trail: Den besonderen Pedal-Kick erleben – im Hennweiler Wald!

Holla die Waldfee! Den besonderen Kick erleben im Hennweiler Wald – passt! Das geht? Auch für Ü60? Und wie! Ich habe mich auf den Devils Rock Trail gewagt. Und ich hatte nach anfänglichem Respekt meinen Spaß auf den abschüssigen Parcours. So sehr, dass ich die Strecke gleich drei Mal „hinuntersauste“. Downhill heißt das dann ja wohl im Fachjargon. Wobei, bei mir sah das bestimmt nach einer wackeligen Light-Version aus. Gut, außer den Waldbewohnern hat keiner das eher verhaltene Herantasten, jedoch mit zunehmend Steigerungspotenzial, gesehen. Anspruchsvoll, kommt der Trail daher. Vor allem für einen, der im Radfahralltag sonst nur „altherrenmäßig“ über Wald und Wiesen aber auch über Täler und Höhen unterwegs ist. Die Passagen sind leicht bis extrem. Die Bandbreite ist immens. Schon der Einstieg nach den ersten Metern ist nicht von schlechten Eltern. Wie überhaupt das erste Drittel ziemlich anspruchsvoll daherkommt.

Keine Frage, Geschicklichkeit ist gefragt. Hier in den ersten Wellen und Kurven, noch dazu auf zum Teil steinigen Untergrund, nicht absteigen zu müssen, verbuche ich unter reife Leistung. Andere mögen über die naturbelassenen Schwarze- Pisten-Passagen hinwegfliegen, ich schlich eher kontrolliert, ohne jedoch den Spaß am Radeln zu verlieren. Die dagegen eher schnellen Gleitphasen im mittleren und unteren Bereich sind nur zum Genießen. Selbst wenn man das Tempo dem eigenen Leistungsvermögen anpasst und dosiert unterwegs ist, hatte ich viel Freude. Für mich war das Karacho! Wie und ob man die vielen Sprünge anfährt und die dann vollumfänglich ausreizt, bleibt wiederum jedem selbst überlassen. Hubbel oder Schanzen – blau oder rot – alles ist möglich.

Und ganz ehrlich: Die großen Sprünge habe ich ausgelassen. Anders als auf den Skipisten, sind mir die (noch) zu heikel. Da folgte ich dann doch lieber den blauen Markierungen. Pssst, aber nicht weitersagen. Man muss ja nicht jedes Wagnis eingehen. Geil war es trotzdem, weil sich mit zunehmender Dauer bei mir maximaler Fahrspaß einstellte. Gleich drei Mal habe ich das Startschild passiert. Übrigens, gar nicht so einfach den oberen Einstieg zu finden. Nicht auf dem Kurs, aber bei der Ausschilderung ist noch Luft nach oben. Gut vorstellbar, dass sich bei den jungen Bikern eine Suchtgefahr ausprägt. So eine Art Ekstase, über die ältere und dadurch gelassene Semester einfach drüberstehen. Ich bin insoweit angefixt, dass ich den Trail auf dem Schirm behalten werde. Hin und wieder, werde ich versuchen Stil- und Fahrzeiten zu verbessern. Man will ja nicht immer nur im Stadium einer Senioren-Feierabendrunde steckenbleiben. Wenn sich mit jeder erneuten Fahrt mehr Routine einstellt, dann erhöht das logischerweise den Fahrspaß, ohne dafür hohes Risiko eingehen zu müssen. Und den hat der Trail bei mir geweckt. Gerne mal wieder. Vollgas bergab über die zum Teil heftigsten Hindernisse, jeden Sprung mitnehmen, soweit bin ich zwar nicht, aber was nicht ist kann ja noch werden. Ich übe ja noch!

Glückwunsch an den Sportverein. Und Glückwunsch an jene Truppe, die den Trail aus dem Boden stampfte. Der ist eine weitere Aufwertung sowohl für Hennweiler, als auch die Radfahr-Szene. Derjenige, der den erobert hat, wird wiederkommen.  

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