Der Brauereihof, am Tag des Bieres für viele eine unerreichbare Insel der Glückseligkeit!

Wir müssen noch ein Stündchen draußen bleiben! Gut, wer auf einen Plan B zurückgreifen konnte!

Wir wären so gerne dabei gewesen! Es sollte aber nicht sein! Als fröhliches Etappenziel einer Wanderung, war der Brauereifest gesetzt. Klar, wegen Biergeburtstag und so. Feiern bis der Schornstein wackelt – der Wunsch hat unsere Gruppe allerdings recht schnell begraben müssen. Nach 10 Kilometern Wildgrafen-Tour, wähnten wir uns schon am Ziel. Es fehlten nur noch rund 100 Meter bis zum Eingang. Man konnte das Bier fast schon schmecken und dann das! Auf der letzten Rille, ging plötzlich gar nichts mehr. Durstig und hungrig ordneten wir uns brav in die Schlange ein. Wie es sich eben gehört. Die Euphorie kippte allerdings recht schnell, als die Kunde von rund einer knappen Stunde Wartezeit hin zur Durchlasskontrolle bis nach ganz hinten durchdrang. So etwas nennt man dann wohl eine Stimmungs-Vollbremsung! Obendrein berichteten erste Rückkehrer, von Minimum 30-minütigen Wartezeiten an den Bierständen. Nochmals mehr Minuten müsse man für Essen und vor allem den Toilettengängen einplanen. Das war dann doch des Guten zu viel! Mit der Aussicht, womöglich auf dem Brauereihof „verdursten“ und „verhungern“ zu müssen, war guter Rat teuer. Überdies, erst einmal hinkommen an die Tränke! Ein Plan B musste her. Die Lösung: Schnell ein paar Bierchen auf dem Marktplatz genießen, um danach einen erneuten Versuch zu starten – passt! Passte insofern allerdings nicht, weil die Lage sich auch gegen Ende des Brauereifestes nicht wesentlich entspannte.

Es sollte eben nicht sein. Der Tag des Bieres fand ohne unsere Gruppe statt. Schade zwar, aber wer zu spät kommt, den bestraft nun einmal das Leben. Wir waren mit unserem Schicksal nicht alleine. Die Gruppe, die sich aus Bierfreunden aus dem Rheingau zusammensetzte, hegte keinen Groll. Schon gar nicht hatte die das Gefühl etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil! Es gibt Schlimmeres, als dicht gedrängt vor der Theke zu verzweifeln, weil wir dort um jede Bestellung hätten kämpfen müssen. Wir wurden am Tisch bedient. Die Brühe war eh die Gleiche. Musik dudelte auch im Hintergrund. Die Stimmung bestens! „Pumpe“ sei Dank! Nächster Geburtstag, nächster Versuch? Ganz sicher!!! Kein Vorwurf Richtung Schornstein! Die Brauerei-Verantwortlichen werden gewiss ihre Lehren aus der Veranstaltung ziehen, wahrscheinlich sogar ziehen müssen. Die hatten ja schon mit immensem Andrang gerechnet, aber sowas? Das Ahrtal wurde überflutet mit Wasser, der Brauereihof mit Menschen. So etwas kann man nicht planen und auch nicht händeln. Dennoch, diejenigen die frühzeitig da waren oder mehr Geduld mitbrachten, dürften ihre Freude gehabt haben. Unserer Gruppe blieben letztlich nur Schnappschüsse aufs Handy und Eindrücke von Bierfreunden, die sichtlich angeschlagen torkelnd auf den Marktplatz einschlugen. Gefühlt, waren wir dann doch ein bisschen dabei.      

2 Antworten auf „Der Brauereihof, am Tag des Bieres für viele eine unerreichbare Insel der Glückseligkeit!“

  1. Es war im Vorfeld informiert worden dass nur 1500 Besucher auf dem Platz sein sollten Das ist auch in Ordnung allein für die Sicherheit.Wenn es den Menschen dann so gut gefällt das niemand gehen will spricht doch für sich. Das für alle Nörgler

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