Kirn macht Front gegen den Verlust der Rettungswache

Politische Mobilmachung in Kirn! Wow, diese Einigkeit besticht. Sowohl Politik, als auch Ärzteschar machen sich für einen Verbleib der Rettungswache im Stadtgebiet stark. Mehr noch: Der Standort im Mittelzentrum sei so etwas wie alternativlos. Recht haben sie! Irgendwann ist es aber auch mal gut: Erst die Ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale und jetzt die Rettungswache? Geht es nach dem Landkreis und einer Studie der Uni Kaiserslautern, dann ja. Das Gutachten will Rettungswachen in Hochstetten-Dhaun und Waldböckelheim verortet sehen. Demnach raus aus dem Lostopf wären Kirn und Bad Sobernheim. Die Kirner sind fest entschlossen, diesen (noch) nur Pendelausschlag nicht hinnehmen zu wollen. Es hat zwar lange gedauert, bis eine Reaktion auf die einschneidende Botschaft aus dem Kreishaus einsetzte, aber spät ist bekanntlich besser als nie. Und die Kirner haben gute Argumente pro Kirn. Man darf gespannt sein, auf welcher Basis der Kreistag nunmehr entscheiden wird.

Keine Frage, die Kirner Vertreter und die aus der Felkestadt, werden aus allen Rohren schießen, um den Trend hin zu neuen Wachen an neuen Standorten zu kippen. Das ist auch ihre verdammte Pflicht! Aus der Hüfte schießen wird in diesem Entscheidungsprozess nichts bringen. Die Städte müssen überzeugen. Am besten mit Argumenten, Fakten und Konzepten. Standortvorschläge wären auch von Vorteil. Nicht zu vergessen, Einsatzstatitiken über Jahre hinweg, die belegen können, dass die meisten Einsätze in Kirn gefahren werden müssen. Haben sie eine Chance? Warum nicht. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Keine Frage, Bad Kreuznach liebäugelt mit Neubauten in Hochstetten und Waldböckelheim. Und insgeheim wird sich unsere Landrätin auch schon die passenden Grundstücke ausgeguckt haben. Dennoch, nichts ist unmöglich. Also, dranbleiben ihr Kirner. Kämpft für Eure Rettungswache. Mit einem Vorurteil möchte der Blog allerdings aufräumen. „Der Westen werde nur abgehängt. Der sei ein Anhängsel in den Köpfen der Entscheidungsträger an der unteren Nahe!“ Was die Rettungswache angeht, trifft der Satz nicht ganz ins Schwarze. Merke, Hochstetten liegt auch im Westen.

2 Antworten auf „Kirn macht Front gegen den Verlust der Rettungswache“

  1. Bitte nachfragen, wer das mit der Uni Kaiserslautern, ohne hier zu fragen, mit der Verlegung der Rettungswache veranlasst hat. Die drei Affen sind hier unterwegs!

  2. Kirn ist keine Insel auch wenn der Blog das immer wieder suggeriert.

    Ich empfehle jedem der diese Entscheidung nicht nachvollziehen kann sich umfassend mit den Themen Rettungsmittel-Vorhaltung, einsatzstrategischer Standortwahl sowie auch Ausstattung einer Rettungswache auseinanderzusetzen.

    Die neue Rettungswache gehört an die B41 und zwar an eine sinnvolle Stelle im Hinblick auf die Erreichbarkeit der umliegenden Gemeinden.

    Und da ergibt sich nunmal die Hochstetten-Lösung.

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