Für das Baugebiet „Im Scheiberling“ müssen Bäume weichen!

„Hohe Tannen weisen die Sterne. Wo der Strom fließt so still durch die Nacht. Liegt das Lager in weiter, weiter Ferne. Hohe Tannen, sie halten die Wacht…“ – Am Brünnchen ist es vorbei mit der Wacht. Ratzfatz waren die ersten hohen Tannen im Morgengrauen umgesägt, zerkleinert und für den Abtransport gestapelt. Weitere werden folgen. Über Jahre hinweg wuchsen die meterhoch in den Himmel. Stolz und aufrecht, hielten sie jedem Sturm stand. Gegen Motorsägen und schweres Gerät hat das Gehölz allerdings keine Chance. So wie der Bauer die Klöß‘ isst, fiel einer nach dem anderen zu Boden. Der Harvester bahnt sich kompromisslos seinen Weg. An ihrem Standort wird später die neue Straße entlangführen bis hin zum „Brünnchen“. Wann der Baustart ausgerufen wird, ist ungewiss. Wahrscheinlich werden in der zweiten Jahreshälfte die Bagger anrollen, und dies, trotz aller Widerstände. Aus den verschiedensten Gründen, sind viele Anwohner mit dem neuen Baugebiet nicht einverstanden. Ob deren Versuche, dieses auf den letzten Drücker noch stoppen zu können, greifen, darf bezweifelt werden. Der Ortsgemeinde sind die geäußerten Bedenken mehr oder weniger schnurz und zuständige Behörden haben die Erschließung längst abgesegnet. Keine guten Voraussetzungen für ein spätes Veto. Da wird wohl nix mehr gehen. Oder vielleicht doch? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 

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