Ortsgemeinderatssitzung Hochstetten-Dhaun: Bei Hygiene- und Sicherheitskonzept herrscht Luft nach oben!

Hochstetten-Dhaun, deine Ratssitzungen in Pandemie-Zeiten! Vorneweg, was fiel abseits von Inhalten auf? Mit erhöhten öffentlichem Interesse hätte man am gestrigen 19. Januar im Bürgerhaus Haus „Horbach“ in Hochstetten-Dhaun schon rechnen können. Das Thema Neubaugebiet „Scheiberling“, brennt schließlich vielen unter den Nägeln. Viele Verlierer, kaum Gewinner – da herrscht Redebedarf. (weiterer Bericht folgt). Geschätzt 40 Besucher nahmen im hinteren Bereich Platz. Davor, der nahezu komplette Ortsgemeinderat und wiederum davor das Podium, mit Ortsbürgermeister sowie etlichen Experten von den VG-Werken, plus Protokollführerin sowie weiteren Ingenieuren einer externen Fachfirma. Sumasomarum waren rund 60 bis 70 Personen mehr oder weniger eng zusammengerückt am Start. Ziemlich viel für einen Raum! Und das mitten in der Pandemie. Generell geht das ja auch, wenn penibel Hygieneregeln und Vorschriften eingehalten werden. Das heißt, jeder Besucher hätte eigentlich zwingend einen Nachweis erbringen müssen, ob er genesen, getestet oder geimpft ist.

Ein gültiges Ausweisdokument hätte zum Abgleich bereitgehalten werden müssen, um dieses nach Aufforderung vorzeigen zu können. Fakt ist, ohne einen Nachweis hätte keiner der Sitzung beiwohnen dürfen. Die Praxis in Hochstetten-Dhaun war allerdings eine völlig andere. Keine Kontrolle am Eingang, keine Lucca-App, keine Corona-WarnApp, keine Listen, keine Nachfragen, keine Kontaktnachverfolgung  – kurzum, Corona war so gar kein Thema. Finde den Fehler? Jeder konnte rein, ob geimpft oder nicht. Es spielte einfach keine Rolle. Warum die Ortgemeinde auf eine Einlasskontrolle verzichtete, ist nicht bekannt. Sachen gibt’s, da betet die große Politik penible Corona-Richtlinien rauf und runter, erlässt Gesetze und Vorschriften, aber die Basis will einfach nicht mitspielen.

Wenn man da nicht einmal ordnungswidrig handelte? Streng genommen, könnte die Ordnungsbehörde unter dem Dach der VG, dieses sorglose Verhalten am Eingang nach dem Bußgeldkatalog aus dem Infektionsschutzgesetz, für die Nichtbeachtung beziehungsweise Nichteinhaltung der Schutzmaßnahmen, der Hygienevorschriften, der Zutrittssteuerung oder Zutrittsgewährung, ahnden. Satte 1000 Euro wären da fällig. Nur mal so laut nachgedacht! Übrigens, es nahm auch keiner von den Anwesenden, die ausnahmslos alle FFP2-Masken trugen, Anstoß daran eben nicht kontrolliert worden zu sein. Wahrscheinlich waren sowohl Zuhörer, als auch Verantwortliche zu sehr auf die Tagesordnung fokussiert. Dennoch, gerade in Omikron-Zeiten, hätte man die Corona-Richtlinien nicht derart außer Acht lassen dürfen. Die Nachlässigkeit gehört intern aufgearbeitet. Corona-Hotspot Ratssitzung? Nichts ist in diesen verrückten Zeiten unmöglich!

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