Kommt jetzt die Gemeinschaft der Straßen!

Welche Erkenntnisse haben sich aus der Anliegerversammlung Altestraße/Hellbergblick ergeben? Nun, beide Fürsprecher der jeweiligen Straßen, haben im Nachgang der Veranstaltung schon eine Allianz geschmiedet, die weit über die eine Zusammenkunft mit den Vertretern von Orts- und Verbandsgemeinde wirken soll. Mit anderen Worten, Horst Lanz (Altestraße) und Rainer Helfenstein (Hellbergblick) wollen sich mit einem einfachen „alternativlos“ nicht bewenden lassen. Jetzt erst recht! Sie wollen nach wie vor Zugeständnisse sowie Nachbesserungen seitens der Ortsgemeinde bei Verkehrslenkung, Verkehrsberuhigung sowie Straßenbaumaßnahmen einfordern, wohlwissend, dass sie den eigentlichen Stein des Anstoßes, nämlich das Neubaugebiet „Im Scheiberling“, nicht verhindern werden können. Konkret, wollen beide Sprecher ihrer Straßen im ständigen Dialog miteinander bleiben, um im Sinne aller Anlieger beider betroffenen Zufahrtsstraßen das Maximum an Erleichterung bezüglich Entspannung der Verkehrssituation herauszuholen. Beide betonen, das sei ein Gemeinschaftsprodukt aller Anlieger. Alle müssten an einem Strang ziehen. Es bringe nichts, nur vor seine eigene Haustür zu schauen. Nur gemeinsam könne man etwas bewegen! Richtig! Weiter: Man will unbequem gegenüber Verbands- und Ortsgemeinde bleiben und sich bei einzelnen Forderungen notfalls Rat von externen Experten einholen. Jetzt gelte es, Forderungen auszuformulieren. Möge die Gemeinschaft der Verkehrsgeschädigten das Maximum an Erleichterungen für sich reklamieren können.

Welche Erkenntnisse konnten die Zuhörer noch gewinnen? Das Podium? Wie jeder weiß, ist der Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell mit allen Wassern gewaschen. Mit der Zusammensetzung des Podiums, bestätigte der Silberrücken erneut seine Bauernschläue. So konnte er immer auf die Experten aus Ordnungsamt und Bauamt verweisen, wenn es um Fachfragen ging. Nicht, dass er nicht alle Fragen hätte auch selbst beantworten können, aber ein Verweis auf Expertisen von Fachleuten kommt heutzutage immer gut. Außerdem, saß ja noch Bürgermeister Thomas „TJ“ Jung, als so etwas wie ein moralischer Beistand oder übergeordnete Verstärkung, mit am Tisch. Da der Mann aus Oberhausen nicht über Interna verfügt, wirkte der für den einen oder anderen an dieser Stelle etwas hilflos und somit deplatziert. Es hatte nur einer den Hut auf. Döbell wirkte zwar wenig überzeugend in der Sache oder der Argumentation, aber in der Diskussionsführung spielte er alle seine Stärken aus. Clever, die ständigen Hiweise auf Ratsbeschlüsse, was ihn immer aus Schusslinie bugsierte, wenn es dann doch mal eng und laut wurde. Politikerlehrbuch: „Immer eine breite Basis für strittige Entschlüsse schaffen und kommunizieren.“ Außerdem, das Buhmann-Image haben ja auch andere verdient. Clever! Was Ausstrahlung, Ausdruckskraft sowie Rhetorik anbetrifft, konnte sein dagegen recht blass wirkender „VG-Chef“ an diesem Abend etwas von ihm lernen. Zusammengenommen, stellte sich die geballte „VG-Kompetenz“ den rund 60 Zuhörern. Außer Spesen nichts gewesen? Nicht ganz! Lanz und Helfenstein werden nicht locker lassen. Gut so! Weiterer Bericht folgt!

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