Deutet sich ein Durchbruch in der Ärzteversorgung an?

„Wie geht es weiter mit der medizinischen Versorgung im Kirner Land?“ – dieser für die Menschen existenziellen Frage widmen sich am kommenden Mittwoch kommunale Vertreter sowie ein erlesener geladener Expertenkreis – darunter auch Hausärzte, Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung und Diakonie. In nichtöffentlicher Runde sollen Möglichkeiten erörtert und Alternativen aufgezeigt werden, um den medizinischen Notstand abzuwenden. Eingeladen haben VG-Bürgermeister Thomas Jung sowie sein Kollege Stadtbürgermeister Frank Ensminger. Wahr ist, man zieht jetzt offenbar alle Register. Wahr ist aber auch, warum erst jetzt! Den medizinischen Notstand sowohl die hausärztliche Versorgung betreffend, als auch die Krankenhausmisere kamen doch nicht urplötzlich wie Kai aus der Kiste gesprungen. Der momentane Notstand ist Gipfel und Höhepunkt eines mehrjährigen Prozesses. Was hat man in der Vergangenheit unternommen, um diesen erwartbaren Höhepunkt zu vermeiden. Wenig bis nichts! Egal, scheinbar ist man jetzt ja wach geworden. Gerade noch rechtzeitig? Wohl kaum.

Der Blog ist bei weitem nicht so optimistisch, dass es bei dem Gespräch zum Durchbruch kommen könnte. Die Botschaft aus der Zeitung liest der wohl, allein es fehlt ihm der Glaube. Der in letzter Zeit typische Verweis auf das Model Hochstetten-Dhaun ist da wenig hilfreich. Warum? Dazu reicht ein Zitat vom Bund der Steuerzahler: „Gelebte Vetterbwirtschaft!“ Wie verzweifelt muss „Lucky TJ“ sein, dass er eine von eigenen Interessen gelenkte Vorgehensweise der Arztunterbringung als Leuchtturm für das Kirner Land anpreist? Weiß er es am Ende nicht besser oder wird der so sehr von seinem Ersten Beigeordneten und verantwortlichen Bürgermeister derart beeinflusst, dass da kein Raum mehr ist für eine eigene Bewertung? Ist Nachplappern der versprochen „Frischer Schwung, Thomas Jung“? Muss man sich am Ende um ihn und seine Unabhängigkeit sorgen machen? Sei’s drum, jedem seine „eigene“ Meinung. Alles Ansichtssache! Warten wir mal die Nachberichterstattung ab. Vielleicht kommt es ja wirklich zum Durchbruch? Gretchenfrage: Taugt das Gespräch für die Geschichtsbücher? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.    

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