Nachgehakt: Thema Hausärztemangel:

Kirner Land, Deine Hausärzte! Es gibt einfach zu wenige. Tendenz Notstand! Letzten Mittwoch fand zu diesem Thema erneut ein runder „Online-Tisch“ zwischen Politik, Hausärzten und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung statt. Verläuft die fieberhafte Suche nach Lösungen erfolgversprechend? Gibt es erste Ergebnisse zu vermelden? Wohl eher nicht, wie der Öffentliche Anzeiger jetzt nachträglich informierte. Hauptsache mal drüber geschwätzt? Nein, das Urteil wäre dann doch zu hart. Man sei halt in Gesprächen. Jedenfalls hat man das Thema auf dem Schirm, nachdem das jahrelang auf die lange Bank geschoben worden ist. Irgendeiner kennt doch immer einen Arzt, der wiederum einen kennt und so weiter und sofort. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht der oder andere Arzt dem Charme des Kirner Landes erliegen sollte. Was stand noch in der Zeitung? Der Blog analysiert mal und liest zwischen den Zeilen: mehr

Wahlausgang Simmertal: Eins noch!

An sich hat der Blog alles geschrieben zum Wahlausgang und die Folgen in Simmertal. Nur eins noch: Warum lag der in seiner Prognose derart daneben? 70plus, mehr Fehleinschätzung geht kaum. Ganz einfach, der externe Beobachter hat die Gemengelage eben unterschätzt. Und? Selbst Profi-Wahlforscher irren sich gelegentlich. Die Mehrheit wollte keinen Bürgermeister Jürgen Tatzke. Punkt! Der Blog hat mehr von der Zweckmäßigkeit-Ebene heraus seine Prognose getroffen und dabei die emotionale Gefühlslage der Menschen vernachlässigt. Den Vorwurf muss sich der gefallen lassen. Tut der auch. Dass die Gräben noch immer derart tief sind, hatte der so nicht auf seinem Zettel stehen. Diese fatale Fehleinschätzung hat sich eben gerächt.

Ein seltsames Phänomen: Rissbildungen Im Backesgarten!

Nein, das ist nicht eine San-Andreas-Verwerfung in Mini-Format. Diese Risse ziehen sich nicht durch Kalifornien, vielmehr alle 20 Meter quer über die Straße „Im Backesgarten“ in Hochstetten-Dhaun. Inwieweit die Fahrbahnbeschaffenheit insgeheim unter den Rissen leidet, kann der Blog nicht beurteilen. Fakt ist, Regen, Nässe und Frost haben hier freie Bahn, um großflächig Schäden anzurichten. Warum ist die komplette Fahrbahn durch die Verwerfungen in nahezu gleich große Felder aufgeteilt? Die Risse sind bis zu 5 Zentimeter breit. Mehrmaliges provisorisches Schließen mit Bitumen hat hier nur bedingt funktioniert, um nicht schreiben zu müssen gar nicht. Es fehlt nicht mehr viel und man könnte Blumen und Sträucher aus den Rissen wachsen lassen. Verkehrsberuhigung auf natürliche Art und Weise – passt! Ernsthaft, wie weit müssen die Risse noch auseinander klaffen, bis hier Straßen-Doktoren Abhilfe schaffen. Der Blog beobachtet die Entwicklung schon seit Jahren. Je länger man eine solche Maßnahme hinauszögert, umso tiefer wird man irgendwann in die Taschen greifen müssen. Und? Die Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun steht ja bei den Bürgern im Wort. Bei notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen sind die fein raus. Von daher, kann man Straßenbaumaßnahmen, hier und anderswo, jetzt und in Zukunft, gelassen entgegensehen.    

Die spinnen, die Simmertaler! Was stimmt in diesem Dorf nicht?

Der Ärger in der Gemeinde Simmertal ist vermutlich groß, die Spaltung definitiv tief: Ohne jeden Gegenkandidaten ist Jürgen Tatzke bei der Bürgermeisterwahl durchgefallen. Der Großteil der Wähler ließ ihn an der Wahlurne abblitzen. Keine Frage, die Wählerschaft entscheidet über die Wahl des neuen Bürgermeisters. Es lebe die Basisdemokratie! Ausrufezeichen! Und die hat ziemlich eindeutig votiert: Von 860 gültigen Stimmen entfielen 389 auf den bisherigen Ersten Beigeordneten, 471 stimmten gegen ihn. Schwache 45 Prozent Zustimmung ist nicht nur für den Kandidaten eine ganz bittere Pille. Nein, auch die Freie Wählergemeinschaft wurde für ihre Nominierung abgewatscht. Aber sowas von! Hat die Fraktion die Stimmungslage falsch eingeschätzt? Hätte die ihren Kandidaten nicht besser vor drohendem Unheil bewahren müssen? Hinterher ist man immer schlauer. Fakt ist, der Bewerber entpuppte sich als nicht mehrheitsfähig, und dies, als Einzelkandidat. Tiefer kann man kaum fallen. Nach den ganzen Querelen im Vorfeld, ist der Ausgang allerdings keine wirkliche Überraschung. Bis hierher ist alles noch okay – Wahl halt! Wenngleich, die Wahlbeteiligung von etwas mehr als nur 50 Prozent ist schon ein Armutszeugnis. Schlimm, die Hälfte des Dorfes hat demzufolge keine Meinung. Das ist ebenso besorgniserregend, wie die Geräuschkulisse drumherum! mehr

Was denn nun? Verbrauchermarkt, Tank- und Rastanlage, Rettungswache oder gar nichts von allem?

Was denn nun? Über die neue Ortsumfahrung Hochstetten wird in Kürze der Verkehr rollen. Auf rund 1,6 Kilometer Länge verläuft die Trasse zwischen Bahngleise und Industriegebiet. An der Abfahrt Mitte, warten gleich zwei Top-Industrieflächen auf eine Nutzung. Vogelwild wurde schon darüber spekuliert, was oder wer sich dort ansiedeln könnte. An erster Stelle der Gerüchtetabelle, rangiert noch immer ein Verbrauchermarkt. Die Ortsgemeinde hatte schon vor längerem erste Kontakt zu möglichen Ketten bestätigt. Discounter links oder rechts der Abfahrt? Warten wir es ab. Still ruht der See. Jetzt, wo die Freigabe nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, dürfte die Gerüchteküche wieder an Fahrt aufnehmen. Möglich ist auch eine Tank- und Rastanlage. Beste Lage, beste Anbindung – passt! Neuerdings wird auch ein Gelände für die neue Rettungswache Kirner Land gesucht. Blog-Leser wissen, dass gemäß Kreis-Definition, eine der beiden Flächen in Hochstetten der perfekte Standort wäre. Nach Lage der Dinge kann es nicht mehr lange dauern, bis erste Fakten geschaffen werden. Nur so eine Blog-Ahnung, ein Gefühl. Der Blog erspart sich an dieser Stelle die Eigentumsverhältnisse der beiden Industrieflächen erneut zu erläutern. Stattdessen verweist der lieber auf den Beitrag „Bürgermeister-Geschäftchen“ in der Randspalte.      

Das Wort zum Simona-Sonntag

Der Blog ist das was man heutzutage eine streitbaren Geist nennt – oder im besten Wortsinn (vor Corona) ein pragmatischer Querdenker. Einer, der bisweilen auch aneckt und zu Widerspruch neigt. Mehr noch: der regt nicht selten zu Überprüfungen eigener Positionen an. So einen Kerle muss man buchstäblich aushalten und ertragen können. Selbst dann, wenn der maßlos übertreibt in seinen Einschätzungen. Tun die meisten ja auch. Beispiel Simona: Dass erste Tarif-Angebot war für die Tonne. Alles wussten das, auch die Vorstände! Entsprechend deutlich fiel die Blog-Kritik aus. Das Unternehmen hat jetzt nachgebessert. Und wie! Dass der gute Abschluss nicht Folge der Blog-Kopfwäsche war – geschenkt. Dennoch, auf eben dieser Welle zu reiten macht halt Mega-Fun. Die Oberen hier und anderswo stehen nicht auf Seitenhiebe. Kritik, noch dazu von einem externen Schreiberling, sind Führungsfiguren nicht gewohnt. Aber die haben sich nicht lange bitten lassen. Ihr Konter, in Form eines deutlich verbesserten Angebotes, war die richtige Antwort.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Fakt ist, der gute Tarifvertrag ist auf die Entschlossenheit und Hartnäckigkeit von Gewerkschaft und Belegschaft zurückzuführen. Die haben die Ärmel hochgekrempelt und für sich das Optimum herausgeholt. Der Blog hat zwar mächtig gepoltert, mehr aber auch nicht. Der war nicht in erster Reihe aktiv. Der weiß seinen Einfluss schon richtig einzuschätzen. Dennoch, ein wenig auf die Pauke hauen konnte in diesem Prozess nicht schaden. Lautstarker Krawall kann sich mitunter als hilfreich erweisen. Der Blog verstand sich in dieser Tarifrunde als diejenige Instanz, die Stimmung aus den Hallen transportierte. Eine etwas andere Öffentlichkeitsarbeit eben. Meist bekommt die ja nur Rekordzahlen und heile Simona-Welt von der eigenen Pressestelle um die Ohren gehauen. Merke, jeder noch so kleine Wirkungstreffer kann in schwebenden Tarifverhandlungen gewinnbringend sein. Auch wenn der nicht messbar ist, einen klitzekleinen hat der Blog mit seinem Beitrag gesetzt. Nahezu 1400 Reinklicker haben den Erstbericht alleine am Erscheinungstag gelesen. Und der sorgte für Diskussionen. Geschadet haben die sicherlich nicht.

Tarifabschluss eingetütet! Simona hat ein gutes Tarifangebot unterbreitet! Warum nicht gleich so!

„Pfui, für dieses magere Tarif-Angebot sollte sich der komplette Simona-Vorstand in die Ecke stellen und schämen!“ – Mit dieser Schlagzeile schlug der Blog noch vor zwei Wochen auf den Putz. Aber sowas von! Die Erfahrung, beschämt in der Ecke zu stehen, hat den Damen und Herren offenbar gut getan. In seiner Kopfwäsche nahm der Blog seinerzeit kein Blatt vor den Mund. Mehr noch: Der stellte die Brüder und Schwestern aus der Teppichbodenabteilung regelrecht in den Senkel. Scheinbar hat es ja geholfen. Haben die also doch ein Gewissen! Wie anders ist das deutlich verbesserte Angebot zu erklären, welches das Unternehmen jetzt auf den Verhandlungstisch legte. Und, oh Wunder, es kam zu einer Einigung. „Nach Jahren handelt es sich endlich einmal um ein gutes Angebot“, hören sich die ersten Reaktionen aus den Hallen erleichtert an. Und in diesem Satz schwingt ein „endlich“ mit.  Die Gewerkschaft IGBCE stuft den Abschluss sogar als besten Tarifabschluss 2021 ein. Boah, zusammengefasst verliert man sich sogar in Superlativen. Sekt- und Feierlaune allenthalben. mehr

Impressionen aus der Luft!

„Ich heb ab, nichts hält mich am Boden, alles blass und grau, bin zu lange nicht geflogen…“ Erneut ein paar Luftbildaufnahmen von Hochstetten. Eins vorneweg, der Blog ist am Boden geblieben. Der hat so seine Kontakte. Die Aufnahmen aus der Vogelperspektive haben demnach andere eingefangen. Hochstetten-Dhaun in seiner ganzen Pracht und Schönheit geknipst – passt! Gut zu erkennen in der Mitte, die neue B-41-Trasse. Wie eng sich doch die Umfahrung an die hintere Häuserfront anschmiegt. Auch gut zu erkennen, das Industriegebiet. Im Vordergund Hochstädten.

Black Friday ohne „Nahwerte“: Ein Online-Marktplatz ohne Angebot und ohne Kunden?

An klangvollen Namen mangelt es nicht: Den Black Friday, den Cyber Monday und die Black Week haben die Marketingabteilungen der Onlinekaufhäuser ihren Kundinnen und Kunden als Rabatttage im November geradezu eingehämmert. Die Branche wirbt mit Macht um Kunden und stellt sich dabei geschlossen ins Schaufenster. Geschlossen? Nein, im kleinen beschaulich Kirn schläft der Online-Marktplatz „Nahwerte“ vor sich hin! Tief und fest! Wie immer halt, seitdem die Plattform an den Start gegangen ist. Warum in Gottes Namen kommt „Nahwerte“ nicht aus dem Quark? Von wegen Rabatt-Schlacht! Stiefmütterlich fristet die Kirner Antwort auf Amazon ihr Dasein. Ungepflegt, unbestückt, unattraktiv – passt nicht! Dabei steht das Gerippe. Alles ist für einen florierenden Handel vorbereitet worden. Hätte, hätte, Fahrradkette! Es steckt zu wenig Herzblut seitens des Handels in dem Projekt. Und ohne kann es nicht funktionieren. Sorry, aber dem Blog bleibt angesichts des Istzustandes nur der komplette Verriss. Der beobachtet die Seite schon von Beginn an. Weiterentwicklung, Fehlanzeige! Von wegen Schnäppchen-Jagd. Das Gegenteil ist der Fall! Von den Blog-Favoriten ist die längst verschwunden. Tiefer kann man nicht sinken. Die harte Wahrheit lautet: „Nahwerte“ ist ein einziges Dilemma. mehr

Erster Preisträger: Blog-Vollpfosten in der Kategorie „Backe, backe Ärzte“ geht an KV Pressesprecher Dr. Rainer Saurwein!

Die Adventszeit ist auch immer wieder die Zeitspanne, in der die Blog-Vollpfosten vergeben werden. Man stelle sich vor die beleibte „heute-show“ würde heruntergebrochen auf das Kirner Land. Reine Satire an der Nahe, das wäre doch der Brüller! Die Themen gehen jedenfalls auch in unserer ländlich geprägten Region nicht aus. In dem bundesweit beliebten Format, werden am Ende des Jahres immer die goldenen Vollpfosten für die Aufreger des Jahres feierlich an Menschen und Institutionen verliehen. Auch hier hat es Typen, die es wert sind ausgezeichnet zu werden. Inspiriert davon vergibt der Blog nacheinander einen „Blog-Vollpfosten“ als Würdigung für besondere „Taten“ und „Leistungen“. Augenzwinkernd und überspitzt dargestellt, versteht sich. Das passt! Im Gegensatz zur heute-show“ soll der sowohl negative, als auch positive Geschehnisse, die sich im Laufe des nunmehr endenden Jahres ereigneten, gebührend würdigen. Und jetzt Trommelwirbel: Zum Kreis der erlesenen Preisträger darf sich nunmehr auch Dr. Rainer Saurwein zählen. Herzlichen Glückwunsch!

In der Begründung der Jury heißt es dazu: Wer Patienten, ohne ärztliche Anlaufstelle, mit der Aussage „Wir können uns keine Ärzte backen“ regelrecht im Regen stehen lässt, der hat nicht nur den Schuss nicht gehört, sondern lässt jegliche Empathie vermissen. Daher geht der goldene Vollpfosten in der KV-Backstuben-Edition – mit Rezeptsucher für Ärztezutaten – an Dr. Rainer Saurwein, von der Kassenärztlichen Vereinigung. Möge die Backanleitung ihm und seinen Kollegen viele süße Weißkittel auf das „KV-Backblech“ zaubern. Saurwein wird für seinen flapsigen Spruch aus der Hüfte, im Zusammenhang mit der Praxisaufgabe Dr. Berno Wischmann, gewürdigt. Der fiel in einer Phase, als dem Kirner Land der drohende Ärztemangel so richtig vor Augen geführt worden ist. Respekt! Statt Lösungen zu präsentieren – wie es seine Aufgabe wäre – wurde den Betroffenen ein hemdärmeliger Spruch aus dem Volksmund um die Ohren gehauen. Mehr noch, man versucht sogar immobile Patienten bis nach Ingelheim und Lahnstein zu vermitteln. Geht’s noch! Respekt für derart viel Unverfrorenheit und Taktlosigkeit aus der untersten Harmonie-Schublade. Wer so bürokratisch vorgeht, der hat sich den begehrten Preis mehr als verdient.  mehr