Steigerungsform: Peinlich, Peinlicher, Diakonie!

Ist die „Parkplatz-Sanierung“ eine unnötige Ausgabe? Hat die Diakonie hier gehörig Geld verbrannt? Geld, welches man an anderer Stelle besser hätte einsetzen können? Der Blog hat in Bad Kreuznach nachgefragt, aber keine Antwort erhalten. Wer solche Böcke schießt der gibt sich meist schmallippig. Wahr ist, die Diakonie ist 2017 mit dem Ziel angetreten, das Parkangebot am Krankenhaus zu erweitern und den Patienten, Angehörigen und Besuchern verlässlich die Nutzung krankenhausnaher Parkplätze zu eröffnen. Durch die geplante Schrankenanlage wollte man die hohe Priorität der Parkplatznutzung durch Patienten, Angehörige und Besucher sicherstellen. Darüber hinaus sollte mit der Schranke ein Finanzierungsbeitrag zur ohnehin notwendigen Parkplatzsanierung geleistet werden. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht auch vier Jahre danach anders aus. Denn wahr ist auch, die scheinbar beendete Maßnahme ist augenscheinlich so kostenintensiv wie überflüssig.

Der Blog prangerte diese Initiative bereits mehrfach, auch als reine Verschwendung von Stiftungsgeldern, an. Und das nicht zu knapp. Warum? Die installierte Schranken-Anlage wurde bisher nicht in Betrieb genommen, dümpelt seit vier Jahren vor sich hin. Die Garantie dürfte mittlerweile schon längst abgelaufen sein. Was hat den Vorstand bei der Befürwortung eines Parkplatz-Konzeptes, dessen Kosten-Nutzen-Analyse gelinde formuliert stark angezweifelt werden muss, nur geritten? Wurde hier der gesunde Menschenverstand ausgeblendet? Zahlen wurden zwar bisher nicht veröffentlicht, jedoch dürften sich nach menschlichem Ermessen, die Ausgaben im oberen sechsstelligen Bereich bewegt haben. Grob geschätzt natürlich. Und wenn schon ein Schranken-System, dann sollten die sich bitteschön auch irgendwann mal heben und senken. War das nicht Sinn und Zweck? Zwar markieren seit zwei Jahren diese weiß/roten Balken die Ein- und Ausfahrten, allerdings stehen die permanent senkrecht nach oben. „Außer Betrieb“, leuchtet Tag und Nacht auf dem Display.

Eine Durchfahrt und Parken auf dem Gelände ist weiterhin bargeldlos möglich. Wie immer halt! Der Geldautomat im Foyer wartet nur darauf, endlich gefüttert zu werden. Schilda lässt grüßen, aber sowas von! Kopfschütteln bei Personal und Patienten allenthalben. Das Krankenhaus steht Jahr für Jahr vor dem finanziellen Aus, leistet sich aber eine Schranken-Lösung, die nicht an den Start geht. Finde den Fehler. Ärzte und Pflegekräfte sind Mangelware. Es besteht zwar Bestandsgarantie, aber es tut sich absolut nichts. Nur Lippenbekenntnisse und Absichtserklärungen reichen nicht, um aus dem Halbkrankenhaus ein breit aufgestelltes Krankenhaus zu machen. Eines, das den Namen gerecht wird. Aber Hauptsache, es hat Schranken für teuer Geld auf einem Parkplatz, der auch ohne weiterhin seinen Zweck sehr gut erfüllt hätte. Zu einfach gedacht? Das möge jeder für sich selbst entscheiden. Solche Possen schaffen es in der Regel auch ins Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler. Ähm, gibt es eigentlich auch eine Schwarzbuch-Ausgabe für Stiftungen?   

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.