Ärztemangel: So schaut’s aus! So kann’s gehen!

„Keine Ahnung keine Meinung kein Konzept“ – der Blog wird nicht müde werden, die Schlafmützigkeit der Verbandsgemeinde, hinsichtlich einer ausreichenden Ärzteversorgung im Kirner Land, jetzt und in Zukunft, anzuprangern. Zugegeben, meckern ist leicht. Vielleicht stellt sich der kritische Heckenschütze die Arzt-Akquise auch viel zu einfach vor? Maybe? Logisch, unter Ärztemangel leiden viele Regionen. Tendenz zunehmend! Leider konkurriert das Kirner Land mit wesentlich attraktiveren Landstrichen. Den letzten beißen die Hunde. So oder so ähnlich lässt sich der Konkurrenzkampf wohl am ehesten umschreiben. Die Weißkittel haben schließlich die Qual der Wahl. Die sind eine seltene Spezies. Warum? Es werden einfach zu wenig Studienplätze vorgehalten. Wenn das Kirner Land mitmischen und nicht gänzlich abgehängt werden will, dann muss ein attraktives Konzept her. Angebote an Ärzte richten, die man nicht ablehnen kann – passt! Alles ist erlaubt! Wie könnten die Privilegien aussehen? Zunächst geht es darum die Werbemaschinerie anzuheizen. Aber sowas von! In Arztblättern, Plakatwänden, Universitäten, Fachlektüren, Ärztekammern – überall muss das Kirner Land Präsenz zeigen. Werben analog der Tourismusbranche – passt!

Ferner gilt es die Mundpropaganda zu forcieren. Irgendeiner kennt immer jemand, der wiederum jemanden kennt, der was weiß und helfen kann. Und so weiter und so fort! Lockangebote schnüren: Wie könnten die gestaltet werden? Etwa Hilfestellung in allem Lebenslagen! Will heißen bei der Wohnungs- und Praxissuche bis hin zu mietfreien Räumlichkeiten, Vergabe von Bauplätzenund, und, und. Wie schaut es mit einem Medizinischen Versorgungszentrum auf der grünen Wiese aus? Andere Kommunen betreiben die längst in eigener Regie. Vorteil für die Ärzte, sie sind angestellt und müssen sich nicht mit Abrechnungen, Personal und infrastrukturellen Angelegenheiten befassen. Weiterer Vorteil, flexiblere Arbeitszeiten und Teilzeitangebote. Merke, die meisten Mediziner sind inzwischen Frauen, die ihre Schwerpunkte auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf legen. Die streben generell keine Selbständigkeit an. Im Gegenteil: Die suchen Angestelltenverhältnisse.

Überhaupt, ein Versorgungszentrum scheint das naheliegendste Modell zu sein. Die VG denkt (noch) nicht in diese Richtung. Zumindest sprechen keine Indizien dafür. Die könnte ein solches unterhalten. Andere Kommunen machen das längt. Ein Fehler? Und wie! Keine Gedankenspiele dürfen tabu sein. In den nächsten Jahren wird die Hausarztlandkarte noch mehr ausdünnen. Die politisch Verantwortlichen müssen endlich handeln. Jetzt!  Ein Ärztehaus im Kirner Land! Für den Blog ist das die Lösung schlechthin. Anfangen und dann sukzessive aufbauen und erweitern – passt. Dafür braucht es Visionen und Mut. Am besten beides! Weder das Eine, noch das Andere haben die Verantwortlichen unter dem Dach der VG in ihrer DNA verankert. Stattessen herrscht Schwerfälligkeit. Man steckt immerzu im „Weiter so“ fest. Nur nicht nach vorne Denken, geschweige denn Handeln. Es reicht eben nicht für den großen Wurf! Verlierer werden die Patienten sein und die verbliebenen Ärzte, auf deren Schultern sich immer mehr Patienten verteilen werden.   

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