Förderverein Stiftskirche St. Johannisberg

Keine Frage, der Förderverein Stiftskirche St. Johannisberg kann auf ein erfolgreiches Wirken zurückblicken. Hat der auch bei der neuerlichen Jahreshauptversammlung getan. Ohne das Engagement der Mitglieder und ohne das Guthaben auf dem Vereinskonto, wäre so manche Renovierung und so manche Anschaffung nicht möglich gewesen. Hut ab, vor einer Leistung, die man gar nicht hoch genug wertschätzen kann. Wo viel Licht ist, ist bekanntlich aber auch Schatten. Kritisch muss man die neuerliche Ankündigung in einer Schlagzeile des Öffentlichen Anzeigers hinterfragen, wonach der Förderverein das Projekt Austausch Kirchen-Heizung jetzt angehen möchte. Richtiger, der Pfarrer hat diesen Heizungsaustausch als Appell formuliert. Moment, sind solche umfangreichen Maßnahmen nicht Angelegenheit der evangelischen Kirchengemeinde selbst? Müsste die das Projekt nicht aus dem eigenen Saft stemmen?

Grundsätzlich ist es Ziel von Fördervereinen, zu helfen. Gut so! Der rührige Förderverein Stiftskirche ist immer dann da, wenn persönliche oder finanzielle Unterstützung gefragt ist. Denn nicht alles was rund um die Stiftskirche benötigt wird, ist auch immer durch den meist knapp bemessenen Etat der Kirchengemeinde finanzierbar. „Dazu“ – passt! Die sollten ihre Aufgabe aber nicht darin sehen, die ureigensten Pflichten der Kirchengemeinde zu übernehmen. Und der Austausch einer kompletten Heizung ist die Aufgabe des Hausherren und nicht die des Fördervereins. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Der könnte eventuell was zuschießen, aber doch nicht bei Planung und Ausführung vorneweggehen. Liest man die Zeilen in der Zeitung, muss man allerdings eben diesen Eindruck gewinnen. Bevor jetzt ein Aufschrei ertönt, es handelt sich hier um eine Einzelmeinung. Nicht mehr und nicht weniger.  

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