Das Wort zum Sonntag: Notfall-Patient aus Kirner Krankenhaus abgewiesen!

Das Kirner Krankenhaus kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. In diesem konkreten Fall allerdings zurecht! Letzter Ausweg Notaufnahme? Bei medizinischen Akutbeschwerden die richtige und wichtige Anlaufstelle schlechthin und deshalb im Gesundheitssystem als oberstes Gebot verankert. Bildet das Kirner Krankenhaus diesbezüglich eine Ausnahme? Pauschal sicherlich nicht! Über eine unrühmliche Behandlungsverweigerung berichtete unter der Woche der Öffentliche Anzeiger. Ein Einzelfall? Wie erst jetzt bekannt wurde, hat man dort einen hilfesuchenden Patienten mit höllischen Kopfschmerzen abgewiesen. Ein No-Go! Schlimmer noch: Die diensthabenden Mediziner haben es nicht einmal für notwendig erachtet, sich den Patienten persönlich anzuschauen, geschweige denn intensiv zu untersuchen. Den telefonischen Fußtritt vor die Tür, musste die Dame an der Pforte in die Praxis umsetzen.

Ein Skandal! Geht gar nicht, schon gar nicht bei einem Befund, der nach sofortiger medizinischer Hilfe verlangt hätte. Ein Einzelfall? Wohl kaum. Schon öfters berichteten Patienten von ähnlich gelagerten Vorkommnissen. Nur werden die halt nicht immer in die Öffentlichkeit getragen beziehungsweise an die große Glocke gehängt. Wahr ist, das Krankenhaus am Rande der Stadt ist ein Akutkrankenhaus gemäß der medizinischen Landkarte. Wahr ist aber auch, den Menschen fehlt es nicht zuletzt wegen solcher Missstände an Grundvertrauen. Und das ist mit das Schlimmste, was einem Krankenhaus passieren kann. Entschuldigungen hinterher helfen da nur wenig. Um den ramponierten Ruf wiederherzustellen braucht es dann schon wirkungsvollere Maßnahmen. Merke, ein Krankenhaus, das Notfallpatienten abweist, braucht es nicht. Daher, gestaltet die Einrichtung endlich mal strukturell und personell so aus, dass man zu jeder Tages und Nachtzeit mit seinen Beschwerden – im Sinne der Definition Akutkrankenhaus –  vorstellig werden kann.

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