Das Impfzentum schließt!

Schluss, aus, vorbei! Die letzten Spritzen sind gesetzt. Das Impfzentrum Bad Sobernheim schließt. Tief empfundene Dankbarkeit spricht Landrätin Bettina Dickes allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bad Sobernheimer Impfzentrums aus. „Ich sage aus tiefstem Herzen danke für das, was Ihr alle in diesem Team in dieser schwierigen Zeit geleistet habt!!!!“ – lobt eine stolze Landrätin das Engagement aller Mitwirkenden. Dazu nette Bildchen mit dem Impfpersonal – passt! Dankbarkeit ist ja gut und schön und auch berechtigt, aber die Hochgelobten machten das ja nicht für Gottes Lohn. Im Gegenteil: Die wurden fürstlich entlohnt, sind so etwas wie Corona-Profiteure! Zugeben, das klinkt jetzt etwas zynisch, aber was ist das ist. 140 Euro pro Stunde für Ärzte und Apotheker, immerhin noch 50 Euro für die piksenden Damen und Herren, deren Engagement, gefühlt immer als rein ehrenamtlich ins Schaufenster gestellt wird. Dem war aber nicht so. Von daher relativieren sich die tiefen Verbeugungen.

Keine Frage, das Impfpersonal gehört gepriesen und gewürdigt. Die haben richtig, richtig gut und zuverlässig gearbeitet. Frau Dickes kann zurecht stolz und gerührt sein. Stolz kann sie allerdings auch auf alle diejenigen sein, die nicht im medizinischen Scheinwerferlicht eines aus dem Boden gestampften Impfzentrums standen. Anderswo musste das Pflegepersonal auch die Ärmel hochkrempeln. Im Gegensatz zu Krankenhäusern und Praxen, wurden im Impfzentren Mörder-Kohle ausgelobt. Da darf man schon ein stückweit reibungsloses und strukturiertes Vorgehen erwarten. Finanziell herrschte in den Kabinen nur eitel Sonnenschein. Doch davon spricht niemand. Der Blog wählt ganz bewusst mal diesen Ansatz. Respekt, gut verhandelt, Kassenärztliche Vereinigung. Die Arztpraxen hingegen werden auch zukünftig noch mit 20 Euro pro Impfung abgespeist. Und das, bei immensen bürokratischen Aufwand. Was für ein krasses Missverhältnis.

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