„Sauerei“ unter der Nahebrücke in Hochstädten.

Die Bilder sind nichts für Tierfreunde. Unter der Nahebrücke in Hochstädten wurde ein fein säuberlich abgetrennter Wildschwein-Kopf entsorgt. Pfui, einfach von der Brücke heruntergeworfen und offen liegenlassen geht gar nicht. Zumal der für jeden gut sichtbar ist, auch für Kinder, die dort regemäßig ihre Radrunden drehen. Vermutlich wollte sich der Verursacher auf einfachste Art und Weise des Hauptes, vermutlich bei Nacht- und Nebel, entledigen. Mit Schwi-schwa-schwung in die Nahe schleudern? Der Verdacht ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Dass der Kopf nicht in der Nahe landete, vielmehr auf dem Ufer aufschlug – geschenkt. Macht die Angelegenheit nur noch schlimmer, weil der Kopf von der Brüstung aus gut gesehen werden kann. Ein überdies blutverschmiertes Geländer lenkt den Blick auf die Szenerie. Eine, die da nicht hingehört. Wer macht so was? Vermutlich haben Jäger eine schnelle Entsorgung angestrebt. Verantwortungsvoll geht anders. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. Verboten ist die Entsorgung von Resten eines Wildtieres in der Natur nicht. Aber doch nicht so! Im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest gelten ohnehin besondere Vorsichtsmaßnahmen. Es darf bezweifelt werden, dass die eingehalten worden sind. Wer begibt sich jetzt auf Spurensuche? Findet die überhaupt statt? Aufmerksame Bürger haben dem Blog jedenfalls über die „Sauerei“ informiert und die Entsorgung zusätzlich mit Bildern belegt. Parallel informierten Anwohner die zuständigen Behörden. Es darf allerdings bezweifelt werden, dass verwertbare Hinweise auf den Verursacher aufzuspüren sein werden. Wie immer halt im ohnehin recht seltsamen Jagdbezirk Hochstetten-Dhaun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.