Wochenrückblick 4. Mai

Vom Romantischen Gartenfest, dem Muffel-Widder, einem Hausarzt-Aufruf, Spielplätzen und dem schnellen Internet…

Ein Highlight jagt das andere. Jetzt gerade Autofrühling in der Innenstadt und gleich nächste Woche Romantisches Gartenfest auf dem Dhauner Schloss. Während die Autofans für umme die PS-Boliden in Augenschein nehmen dürften, müssen Naturliebhaber mit dem grünen Daumen tief in die Tasche greifen. Nun, tief ist bekanntlich relativ. „Mit fünf Mark sind sie dabei“ – den Werbeslogan der Fernsehlotterie kannte früher jedes Kind. Nun, Mark war einmal, aber die geflügelte „fünf“ ist geblieben. Nun hat die Verbandsgemeinde die Katze aus dem Sack gelassen. Wahrscheinlich schweren Herzens. Der Überschuss wird ausschließlich in die Erhaltung des Schlosses und des Schlossgartens investiert. Hört, hört! Ausnahmslos alles, also nicht nur das Standgeld, sondern auch der Eintritt. Mal ehrlich, ob das eine ehrliche Aussage ist? Die Aussage ist nicht überprüfbar, weil die Verantwortlichen niemals nicht Transparenz herstellen werden. Wie immer halt, wenn‘s ums liebe Geld geht! Und auch wenn es noch so schwerfällt, schenken wir den Worten aus den Mündern derer, die es wissen müssen, glauben. Jetzt ist aber Schluss mit der Nörgelei. Freuen wir uns auf ein schönes Fest bei Sonnenschein. Für das Schloss bezahlt man ja schließlich gerne. Für die Kohle bekommt man ja auch ein Hammer-Rahmenprogramm der Extraklasse geboten. Ich könnte seitenweise über Mega-Darbietungen, abseits der bei solchen Anlässen üblichen Gartentipps, schreiben. Komisch, wo ich es gerade erwähne, will mir so gar nix einfallen.

Lang, lang nichts gehört vom Muffel-Widder. Tagelang ging der einsame Bock durch die Tagespresse. Liebestoll sei er, zutraulich sei er, auf Wandertour sei er! Wo ist der Kerl bloß? Wo tigert der Muffel nur rum? Bitte mal nachlegen liebe Printmedien. Der Blog und sicherlich auch viele Leser sind heiß auf neue Nachrichten. Womöglich, aber nein, das darf nicht sein, wartet er auch schon tiefgefroren darauf, als Sonntagsbraten auf irgendeinem Mittagstisch zu landen. Dann hätte ja irgendein gemeiner Jäger seine Flinte angelegt. Ohne Rücksicht auf die vielen Tierliebhaber, die mit positiven Kommentaren dem Muffel schon fast so etwas wie Kultstatus verliehen. Tröstet Euch, Muffel gibt es viele. Die werden sicher auch zukünftig zweckgebunden für Jagdzwecke ausgesiedelt werden. Die nächste Tiergeschichte scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein.

Was wurde der Hilferuf von Stefanie Assmann auf Facebook geteilt und kommentiert. Wahnsinn! Wie immer, waren auch Äußerungen dabei, die unter die Gürtellinie gingen. Facebook ist halt Fluch und Segen zugleich. Zur Erinnerung, gesucht wurde ein Arzt, dem man vertrauen kann. Wie im Film halt. Ihre negativen Erfahrungen mit ihrem bisherigen schilderte sie in ihrem offenen Brief haarklein. Doch Ende gut alles gut. Sie ist endlich fündig geworden. Ihre Mutter wird auch zukünftig medizinisch versorgt werden. Mit ihren bisher gemachten Erfahrungen sowie den allgemeinen Umständen und Begleiterscheinungen, wird sich nunmehr die Kassenärztliche Vereinigung befassen. Die ist informiert. Gut so! Wünschen wir ihr und ihrer Familie nur das Beste.

Apropos Facebook. Was war das für ein öffentlichkeitswirksamer Beitrag eines Familienvaters aus Dhaun diese Woche. Der prangerte den Zustand des Spielplatzes an der Turnhalle an. Aus der Not heraus, weil ja die Politik nichts unternimmt, um Abhilfe zu schaffen. Sein Rundumschlag zeigte Wirkung, zumindest bei den Followern. Die User teilten und kommentierten fleißig. Dabei kam Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell gar nicht gut weg. Blöd, so kurz vor seiner Titelverteidigung. Als ob der Vorturner für die Zustände der Spielplätze in den Ortsteilen verantwortlich sei. Bissel zu viel des Guten, wo der doch sein tägliches Augenmerk auf viel wichtigere Angelegenheiten richten muss. Der Blog nennt jetzt nicht die kostenintensive Arztpraxis als Beispiel. Upps, jetzt ist es ihm doch rausgerutscht.

Hurra, es kommt auf die Höhe, das schnelle Internet. Das lange Warten hat endlich ein Ende. Diese Woche stand es in der Zeitung. Im Zuge der neuen Wasserleitung, von Oberhausen kommend, werden die entsprechenden Kabel flugs gleich mitverlegt. Wie praktisch. Die mediale Steinzeit sieht somit ihrem abrupten Ende entgegen. Lange genug hat es ja gedauert, bis man diesbezüglich mal in die Pötte kam. Jetzt, wo die Rohre bereitliegen und die ersten Meter Gräben ausgehoben sind, scheint auch die Zeit reif, um sich feiern zu lassen. Und wie! Standesgemäß in der Presse. Mit Bildchen und einem Werbetext ließen sich VG-Beauftragter Müller und sein „Zwilling“ Döbell, zusammen mit den Werkleitern, ablichten. Wie immer halt, wenn Erfolgsmeldungen unter das Volk transportiert werden. Typischen Balzverhalten von Politikern eben. Einmaleins des Wahlkampfes: Rechtzeitig ein zusätzliches „Zuckerl“ vor den Kommunalwahlen raushauen – dann klappt das mit der Wiederwahl! Ob die mündigen Bewohner ihre Helden für die längst versprochene Süßigkeit wie von denen erwartet huldigen oder wegen des viel zu langen Verzichts an der Wahlurne abwatschen werden, wird man dann am Ergebnis ablesen können.