Über die Schülerkiesel, das Romantische Gartenfest, Wahlwerbung im Internet, B 41-Baustelle und Staufrust, Katholische Kirche und das Parkhotel…

Boah, was für eine Dramatik. Das Kirner Naheufer eine rechtsfreie Zone? Wenn man den Kommentaren auf Facebook folgt, könnte man fast den Eindruck gewinnen, als ob sich dort nur noch der vandalierende Mopp versammelt. Vor allem in den Abendstunden läuft der zur Höchstform auf, so die Kundschafter. Hallo, geht’s noch? Fahrt alle mal einen Gang runter. Klar, ist die Schülerkiesel Anziehungspunkt für Jugendliche. Leider laufen nicht alle in der Spur. Diejenigen, die den Treffpunkt völlig verharmlosen liegen ebenso falsch, wie diejenigen die Anarchie in diesem „Problemdistrikt“ vermuten. Die Wahrheit liegt, wie immer, in der Mitte. Und so hat Kirn auch seinen kleinen aber feinen „Brennpunkt“. Die Verantwortlichen kommen gar nicht umhin ein Auge zu jeder Tages- und Nachtzeit darauf zu werfen. Schade zwar, aber es gehört heutzutage nun einmal zur traurigen Realität, dass Jugendliche und Vandalismus, noch dazu mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen, Kontrollen mit allen Konsequenzen erfordern.

Schön wars, das Romantische Gartenfest! Vor allem der sonnige Sonntag entschädigte für den kompletten Reinfall tags zuvor. Wer will auch schon bei Dauerregen bummeln. Nun, nach dem Fest ist vor dem Fest. In den nächsten Wochen gilt es Bilanz zu ziehen. Was war gut? Was war schlecht? Was hat gefehlt? Nun, am Programm ist nach wie vor noch gewaltig Luft nach oben. Ein umherwandelnder Liedermacher alleine reicht nicht aus, um im weiten Rund die notwendigen musikalischen Akzente zu setzen. Die überdachte Bühne war meistens verwaist. Wofür baut man die eigentlich immer wieder auf? Schwamm drüber? Ach so, und auch bei der Aussteller-Bandbreite gilt es upzugraden. Die Verantwortlichen werden sicherlich alles im Blick haben. Was auffällt, es wurden keine Besucherzahlen transportiert. Absicht? Nun es waren wohl so um die 3000 in diesem Jahr. 2500 alleine am Sonntag, heißt es aus Insiderkreisen. Unterm Strich bedeutet das ein hübsches Sümmchen für die Erhaltung des Schlosses. Was mit dem Geld genau umgesetzt wird, darüber werden die Menschen sicherlich zeitnah informiert werden. War ein Scherz! Wir wissen doch alle nur zu gut, dass die Verbandsgemeinde solche Informationen unter der Decke hält.

Jeden Tag die gleichen Gesichter. Das Internet präsentiert nahezu im Minutentakt Wahlwerbung. Die komplette Parteienlandschaft mischt mit. Vor allem auf Facebook werden die nicht müde, sich zu präsentieren. Mit mehr oder weniger gephotoshopten Porträts stellt man die Kandidaten ins Schaufenster. Verzichtet einer auf kiloweise Schminke und einem digitalen Verjüngungsprogramm wird er sogleich beleidigt. So mancher Kommentarschreiber ist halt einfach strukturierte oder anders ausgedrückt hat wenig in der Birne. Der Wähler hat ein feines Näschen für gelebte Authentizität und weiß zwischen ehrlicher Darstellung und Blendwerk sowohl auf dem Foto, als auch in den Programmen zu unterscheiden. Wenn es alleine danach ginge, wäre die FDP wohl stärkste Kraft im Kirner Land. Mit Abstand!

Wie lange noch? Wie lange müssen Autofahrer die ständigen Baustellenauswirkungen rund um Hochstetten noch ertragen. Nervenaufreibend dieses Nadelöhr, vor allem dann, wenn mal wieder Ampelphasen das Chaos komplettieren. Dazu kommt eine Beschilderung, die für Fassungslosigkeit sorgt. Wohl dem, der den Ort großzügig umfahren kann. Nur hat nicht jeder die Wahl. Für alle anderen gilt es die Nerven zu bewahren im Stau. Es geht zwar wertvolle Lebenszeit unnütz verloren, aber es hilft ja nichts. Irgendwann hat das Drama ein endgültiges Ende. Bestimmt!

Erneut ein riesiger Riemen über die sanierungsbedürftige Katholischen Kirche KIrn in der Tageszeitung diese Woche. Gottesdienste finden hier schon lange nicht mehr statt. Die Katholiken vor Ort kämpfen um jeden Euro, damit es endlich losgehen kann. Der Blog wird nicht müde, die Verantwortlichen in Trier diesbezüglich anzuzählen. Es kann doch nicht sein, dass die nur die Hälfte der Kosten tragen will. Selbst auf die Gefahr hin, dass sich der Blog bei so manchen absolut überzeugten Katholiken unbeliebt macht, vertritt dieser dennoch die Ansicht, dass eigene Liegenschaften, und dazu zählen nun einmal Kirchengebäude, auch vom Träger selbst unterhalten werden müssen. Warum trägt die reiche Katholische Kirche nur die Hälfte der Kosten? Der bischöfliche Stuhl quillt auch in Trier über vor Geld. Nicht zu vergessen die immensen Rücklagen und das Liegenschafts-Vermögen. Wer so unanständig reich ist, der muss nicht um Spenden bitten. Aber so tickt Kirche heutzutage. Kein Wunder, dass viele ihr den Rücken kehren.

„Wegen technischer Probleme vorübergehend geschlossen“. Häh? Hat man so etwas schon einmal gehört im Zusammenhang mit einem Hotel. Die Aussage lässt aufhorchen. Was kann so gravierend sein, dass gleich ganz dicht gemacht werden muss? Ist das der Anfang vom Ende des Parkhotels? Vermutlich! Wenn man dann noch bedenkt, dass bereits gebuchte Übernachtungsgäste nicht informiert werden und daher vor verschlossenen Türen stehen, dann scheint die Service-Wüste völlig ausgetrocknet zu sein. Wer so denkt und handelt, der hat niemals nicht die Absicht wieder aufzusperren. Ein gutes und verantwortungsvolles Haus, welches auf einen guten Ruf und Stammgäste setzt, geht fürwahr anders mit Krisen um. In Schulnoten ausgedrückt, bekommt das Krisen-Management der Pächter vom Blog ein glattes ungenügend verpasst. Versetzung höchst gefährdet! Man darf gespannt sein, ob die Technik jemals wieder einen geregelten Tagesbetrieb erlaubt.