Wann schafft das Kirner Land den Sprung aus der medialen Steinzeit?

Kirn, der Alltag und die Epidemie: Eine Kleinstadt in den Zeiten von Corona! So überschreibt der SWR seine wöchentliche Serie. Jeden Donnerstag eine neue Episode über Stadt und Leute zur besten Sendezeit. Kleine Einspieler, die mitunter auch andeuten, wie schön unser Landstrich ist. Viele Rheinland-Pfälzer, aber auch Menschen aus ganz Deutschland, dürften die Kirner mittlerweile ins Herz geschlossen haben. Und Sympathie weckt Neugier. Wo liegt Kirn überhaupt? Was gibt es hier zu entdecken? Kurzum, was ist an der Nahe so alles gebacken? Fahr ich da vielleicht mal hin? Fragen wir doch das Internet? Eben mal schnell Kirn in der Suchmaske eingeben und  dann bissel auf den passenden Seiten stöbern! Wer so vorgeht, wird schnell enttäuscht! Leider! Sowohl Stadt, als auch Kirner-Land glänzen nicht gerade mit anspruchsvollen Auftritten. Im Gegenteil! Vor allem die noch immer „Kirn-Land-Seite“ präsentiert medial gesehen eine Visitenkarte aus der frühen Bronzezeit. Dafür sollte man sich in die Ecke stellen und schämen. Hartes Urteil zwar, aber mehr als gerechtfertigt. Und wer es nicht glauben möge, dem sei zum Selbstversuch geraten. Einfach mal Kirn in die Suchmaske eingeben und stöbern.

Nicht viel besser zeigt sich das Mittelzentrum. Zusammengefasst sind Aufbau und Pflege mehr als ausbaufähig. Was findet man noch so unter Kirn? Nun da wären noch die Auftritte von „Kirn aktiv“ sowie der Gewerbeinitiative Kirner Land (GIK). Zusammengenommen sind das wohl die vier wesentlichen Eckpfeiler, die leider noch immer gesondert am Start sind. Am Puls der Zeit geht fürwahr anders! Lauter halbgare Einzelauftritte, die zusammengefasst das Kirner Land in seiner gesamten Bandbreite präsentieren könnten. Der Blog benutzt bewusst (noch) den Konjunktiv, wohlwissend, dass kluge Köpfe sich derzeit mit dem Thema intensiv auseinandersetzen. Vielleicht gelingt ja mal der große Wurf. Nur die Köpfe zusammenstecken reicht nicht. Dass man die Entwicklung schon über Jahre hinweg verschlafen hat – geschenkt! Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Jetzt bitteschön alle Pfunde bündeln und gemeinsam ins mediale Schaufenster stellen – auch wenn es Geld kostet. Gut angelegtes – wohlgemerkt! Nicht reden, machen!

Andere Städte und Verbandsgemeinden tun dies längst und fahren erfolgreich damit. Eine gemeinsame Visitenkarte, der Extraklasse – passt! Eine, auf der jeder Suchende das passende findet, angefangen bei Verwaltung, Kultur und Touristik über Handwerk, Handel, und Dienstleistung bis hin zu Veranstaltungen, Sport, Bildung, Freizeit – die Bandbreite ist immens. Liebe Häuptlinge des Kirner Landes, denkt mal in die Zukunft. Wie es jetzt ist, kann es Euch doch auch nicht gefallen. Der Istzustand kann so nicht bleiben. Der SWR bietet Kirn gerade eine Plattform für Kirn und Umgebung vom Feinsten im Fernsehen. Nutzt Chance und Bekanntheitsgrad und kommt endlich mal aus dem Quark. Eigeninitiative ist gefragt! Fakt ist: Das Kirner Land präsentiert sich online nicht gut, um nicht zu schreiben grottenschlecht! Merke, ein Besucher entscheidet innerhalb von fünf Sekunden, ob eine Internetseite für ihn relevant ist oder nicht. Im Kirner Land reichen meistens drei, um schnell wegzuklicken.