Über Vandalismus Schülerkiesel, Corona-Impfstraße Bad Sobernheim, Andreasmarkt, Krankenhaus Kirn, VG-Bildersuche…

Selig sind die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer. Auf der Schülerkiesel spielte der zwar keine größere Rolle, vielmehr waren gemäß Mainstream Farbstifte und Spraydosen die altersbedingten typischen Tatwerkzeuge, als es darum ging, den Holz-Pavillon oder Unterstand zu verschandeln. Und das ist dem Klientel auch prima gelungen. Die Doofen wollen einfach nicht aussterben. Erneut hat es das Kleinod hinten an der Nahe-Brücke getroffen. Wer macht so was und warum? Dazu der Müll überall und ansatzweise gezündelt wurde auch noch. Mehr geht kaum! So etwas nennt man dann in der Summe wohl Kollateralschaden. Auf Kosten der Allgemeinheit versteht sich. Was kann man gegen derlei Auswüchse tun? Nun, gegen Dummheit ist nun einmal kein Kraut gewachsen. Appelle an die Vernunft bringen bei einem bestimmten Klientel so gar nichts. LEIDER! Scheinbar ist der Bereich an der Nahe zu einem Hotspot für Halbwüchsige ohne Hirn geworden. War er wohl schon immer, wenn man ehrlich ist. Solche, die immer meinen, ihre persönlichen Visitenkarten in Form von Beschädigungen oder eben aufgeschmierten und eingebrannten Symbolen beziehungsweise „Tags“, wie es im Graffiti-Jargon heißt, stets aufs Neue hinterlassen zu müssen, sollten sich schämen. Tun sie aber nicht. Im Gegenteil! Die nächste Vandalismus-Aktion ist daher nur eine Frage der Zeit.

Eine Meldung lässt Raum für Interpretationen: „Die Kreisverwaltung sucht freiwillige Helfer, die die Impfstation sowie die Stabsstelle Corona personell unterstützen können.“ Hey, es hat sich ausgeklatscht! Zu Beginn der Corona-Krise waren sich doch alle einig, dass geschulte Pflegekräfte in der Krise, und das wären die Impf-Helfer im Dienste der Kreisverwaltung ja, besondere Wertschätzung verdienen. Wie jetzt, sollen die Experten aus den medizinischen Berufen für umme spritzen? Merke, das Projekt geht über Wochen und Monate. Sollten diejenigen, die sich für die Zeitspanne aufopferungsvoll im Dienste der Allgemeinheit engagieren, nicht auch finanziell entlohnt werden? Ganz bestimmt werden die das auch. Eine nicht zu knapp bemessene Aufwandsentschädigung ist bestimmt angedacht. Der Landkreis hat in seinem Aufruf sicherlich nur vergessen, die Vergütungsmodalitäten zu erwähnen. Die müssen ja nicht üppig ausfallen, aber ganz ohne geht gar nicht. Ein No-Go! Tipp: Personalsuche gestaltet sich immer effektiver, wenn die Rahmenbedingungen gleich mit erwähnt werden. Müsste demnach nicht noch der alles entscheidende Satz eingefügt werden: „Ärzte und medizinische Fachangestellte werden analog gängiger Tarifbestimmungen entlohnt!“ So wird ein Schuh draus. Dann klappt es auch mit den Helfern. Ganz sicher! Wieso sollten die auch umsonst ihre Zeit investieren und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen? Machen doch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auch nicht.

Apropos Impfstation. Die wird ja jetzt im ehemaligen Real-Gebäude in Bad Sobernheim eingerichtet. Richtig, richtig gute Wahl. Warum? Nun, die Felke-Stadt ist zentral gelegen und zudem von allen Ecken des Landkreises mit dem Auto gut zu erreichen. Ferner bietet das Gebäude ausreichend Flächen, verfügt über reichlich Parkplätze davor und steht zudem leer. Von daher, dürften sich die groben infrastrukturellen Vorbereitungen in Grenzen halten und sich lediglich auf den medizinischen Parcours beschränken. Bis Mitte Dezember sollte das zu schaffen sein. Wenn bis dahin der Impfstoff in ausreichender Zahl zur Verfügung steht, dann kann gespritzt werden bis der Arzt kommt. Spannend, inwieweit sich genügend Mediziner werden finden lassen, um die Impfzeiten ausschöpfen zu können. Spannend auch die Quotenregelung und die Reihenfolgenfestlegung. Viel Bürokratie, die insgesamt ein hohes Maß an Professionalität erfordert. Inwieweit die von jetzt auf gleich aufgebaut werden kann, bleibt abzuwarten. Gute Leute braucht es dafür. Und die kosten Geld. Gut angelegtes wohlgemerkt. Man kann es gar nicht oft genug erwähnen.

Unendliche Geschichte Kirner Krankenhaus! Unter der Woche trafen sich die Vertreter von Krankenkassen und Diakonie zu einem ersten Sondierungsgespräch. Mutmaßlich saß da eine erlesene und hoch dekorierte Zockerrunde zusammen. Die Krankenkassen sollen zahlen, wollen aber nicht. Freiwillig öffnen die nicht ihre Schatulle oder anders formuliert, lassen die Hosen runter. Die werden ihr Blatt ausreizen und bluffen. Die Diakonie hingegen, dürfte in die Rolle der Raupe Nimmersatt schlüpfen. Die kann bekanntlich nie genug Futter, konkret Geld, bekommen. Wer hat den längeren Atem? Alles läuft auf einen Kompromiss hinaus. Kommt der, dann ist das Krankenhaus aber noch lange nicht über den Berg. Ständige Störfeuer aus allen Richtungen werden niemals so wirklich Ruhe einkehren lassen. Sicher ist nur, dass das Krankenhaus nicht sicher ist. Kleines Wortspiel am Rande. Der Standort wird wohl immer in der Diskussion bleiben. Viel zu tun für die Bürgerinitiative. Wäre die seinerzeit nicht gegründet worden, wäre der Standort eh längst Geschichte.  

Zu guter Letzt noch einen kurzen Nachruf auf den ausgefallenen Andreasmarkt. Ja, der hätte an diesem Wochenende stattgefunden. Statt Adventsstimmung, herrschte am Samstag die pure Tristesse auf den Straßen und Plätzen sowie in den Geschäften. Kauflust, Fehlanzeige. Vielen dank CORONA. Danke für nichts. Die fehlenden Einnahmen sind eine Katastrophe für den Einzelhandel. Erst Autofrühling, dann Handwerker- und Bauernmarkt und jetzt auch noch der Andreasmarkt. Da wird am Ende des Jahres viel Geld in den Kassen fehlen. An das Jahr 2020 kann man getrost einen Haken machen. „Kirn aktiv“ stemmt sich mit Macht gegen die Einbußen. Shopping-Karten sollen nunmehr die Verluste mindern helfen. Also, worauf noch warten: Die rührige Gewerbeinitiative bietet die idealen Weihnachtsgeschenke für unter den Tannenbaum. Warum in die Ferne oder ins Netz schweifen, wenn das Gute ist so nah.