Über Schwimmbadwächter „Lucky TJ“, Werkleiter-Probleme Stadtwerke, Nahe-Online-Kaufhaus, Baustellen und Staus…

„Lucky TJ“ ist von Haus aus Sheriff, und zwar einer für die ganz besonders heiklen Angelegenheiten. Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiung und gefährliche Zugriffe – seine Spezialausbildung kann ihm in dieser „Corona-Schwimmbad-Saison“ zum Vorteil gereichen. Wenn die startet, dann ist Ärger vorprogrammiert. Besonders an ganz heißen Tagen, dürfte der Run um den Einlass und die besten Plätze nicht immer in „Friede-Freude-Eierkuchen-Manier“ über die Bühne gehen. Keine Frage, ein mehrköpfiger Sicherheitsdienst wird am und im Becken für Sicherheit sorgen müssen. Vielleicht entwirft und leitet unser Cowboy, der ja bekanntlich schneller schießt und vielleicht auch besser schwimmt als sein Schatten, den Dauer-Sommereinsatz ja höchstpersönlich als Speerspitze. Dann klappt es auch mit der Eintracht. Gleichzeitig kann er ja dann auch ein Auge auf Hygiene sowie auferlegte Abstands- und Baderegeln werfen und Verstöße sogleich sanktionieren. Ein Bürgermeister für alle Fälle – passt! Zugegeben, alles nur Fiktion. Aber mal im Ernst durchgesickert ist, dass fünf Securities vor Ort sein sollen. Die Rutsche muss geschlossen bleiben und nur eine bestimmte Anzahl darf überhaupt rein. Dazu müssen alle drei Stunden Sanitärbereich und Umkleideräume desinfiziert werden. Die Liegewiesen gleichen Parzellen – das Wasser auch? Wie soll das gehen? Baden nach Nummern? Oh Gott das Paket, inklusive Personalanhebung, wird richtig, richtig viel Kohle und vor allem Nerven kosten! Spaßbringend geht anders. Man darf gespannt sein, ob die Saison unter den Rahmenbedingungen überhaupt startet. Badesaison gestrichen? Die Öffnung erscheint wenig sinnvoll. Und wenn, dann braucht es wirklich einen Sheriff der Marke „Lucky TJ“.

Wir erinnern uns: „Ich rufe meinen Werkleiter Oliver Kohl an“. Beim ersten Wahlpodium vor Urzeiten antwortete VG-Bürgermeister Thomas Jung spontan mit diesem Satz auf die an ihn gestellte Publikums-Frage, was er denn tun würde, wenn es zu eklatanten Problemen mit der Wasserversorgung käme. Damals ein Lacher! Jetzt ist er gewählter Bürgermeister und sein Werkleiter schmeißt den Bettel hin. Sein ehemaliger SPD-Widersacher ist nicht der Erste, der den Stadtwerken in den letzten Monaten den Rücken gekehrt hat! Was ist da los? Kohl zieht es also beruflich nach Ingelheim. Dorthin, wo er einst herkam. Was macht TJ jetzt? Wen ruft der Kerle an, wenn das Wasser nicht mehr fließt oder verseucht ist? Es ist kein Geheimnis, dass Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand über schlechte Stimmung am Westring klagen. Die Fusion hat offenbar ihre negativen Spuren hinterlassen. Zu starkes fremdeln? Zu viele Häuptlinge? Nun, einer hat jetzt das Handtuch geworfen. Er hat offenbar die persönliche Reißleine gezogen und sich für einen beruflichen Neustart an alter Wirkungsstätte entschieden. Nach der Klatsche in 2019 ist die Wunde bei ihm scheinbar nie so richtig verheilt. Da ist ein Neuanfang an neuer Wirkungsstätte nur die logische Konsequenz? Mit seinem Weggang  ist auch das Experiment einer Doppelspitze krachend gescheitert. Die war sicherlich von den SPD-Machern so niemals vorgesehen gewesen. Hochmut kommt bekanntlich vor den Fall. Falsch gepokert! Wie geht es nun weiter? Nun, ein Nachfolger muss nicht unbedingt gefunden werden, weil, es gibt ja schon einen Chef. Einer, der jetzt alle Hände voll zu tun haben wird, seinen Laden – alleine schon stimmungstechnisch – zusammenzuhalten. Wäre jetzt enorm wichtig für den internen Zusammenhalt und die äußere Darstellung. Erst Melanie Jung, jetzt Oliver Kohl. Aller guten Dinge sind drei. Kommt noch jemand um die Ecke? Jung laufen nach und nach die Offiziere weg. Herrscht bei der Verbandsgemeinde etwa  Personalunzufriedenheit?

Der Druck ist erstmal vom Kessel genommen. Kaum sind die Geschäfte nach der Corona-Pause wieder am Start und schon hört man so gar nichts mehr vom angedachten Online-Kaufhaus Nahe. Zumindest nicht offensiv lautstark. Schlummert das Baby von Kreis-Wirtschaftsförderer Andreas Steeg wieder vor sich hin oder ist es möglicherweise gleich ganz eingeschlafen? Angeblich sollen ja nicht alle Werbegemeinschaften restlos vom Konzept des Visionärs und Vordenkers überzeugt sein. Verständlich, denn ein gemeinsames Vermarkten in dieser Größenordnung will erst einmal auf tragfähige Füße gestellt werden. Und dafür braucht es bekanntlich Zeit und vor allem Geld. Wer tritt in Vorlage? Nun, unter dem Strich werden die einzelnen Händler die Schatulle öffnen müssen. Können und wollen die das? Eher nicht! Aber vielleicht kommt Steeg ja mit einem Konzept der Marke „Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann“ wie Kai aus der Kiste gesprungen. Wer weiß?  Warten wir es einfach ab. Blog-Prognose: Es wird nix werden mit dem gemeinsamen kreisweiten Online-Kaufhaus Nahe. Warum? Es lohnt einfach nicht. Nicht in diesem Umfang, aber vielleicht in heruntergebrochener Form unter den Dächern der einzelnen Werbegemeinschaften – Option mit gegenseitiger Verlinkung.

„Freie Fahrt für freie Bürger“ – Wer kennt den Autofahrer-Slogan schlechthin nicht aus dem Effeff. An dem Wahlspruch ist schon lange nichts mehr dran. Das mit dem entspannten vor sich hin kutschieren war einmal. Eine Freiheit hinter dem Steuer gibt es schon lange nicht mehr. Lange Staus und Behinderungen kosten die Pendler zunehmend wertvolle Lebenszeit. Manche Staus sind nicht zu vermeiden, andere sind allerdings hausgemacht. Beispiel gefällig: In einer verkehrsreichen Zeit vor dem Vatertag wurden unter einspuriger Verkehrsführung die Lampen unter der Decke des Hellberg-Tunnels gereinigt. Geht‘s noch? Die Folge: Lange Staus in beide Richtungen, und dies, in der Rushhour. Hand aufs Autofahrer-Herz, hätten die Dinger nicht in einem anderen Zeitfenster geputzt und gewartet werden können? Für viele war die Vorgehensweise ein vermeidbares Ärgernis und Beleg dafür, dass man sich in den zuständigen Ämtern nicht wirklich Gedanken über mögliche Auswirkungen von Verkehrs-Einschränkungen macht. Die Autofahrer haben ja Zeit und Geduld. Hey, Wartungsarbeiten können auch an Wochenenden oder außerhalb des Berufsverkehrs durchgeführt werden. Nur Mut, es geht. Man muss es nur wollen und dementsprechend organisieren.