Über Schwimmbad-Abschluss, Lachs-Reim, Kirn-aktiv und GIK Hochzeit, Stellenausschreibung, Nahe-Online-Kaufhaus…

Schluss, Aus, Vorbei, Finito! Irgendwann muss mal Schluss sein mit dem Schwimmbad-Bashing! Lieber nicht! Das Thema ist ja auch gerade in aller Munde. Es war und ist die alte Leier, immer geht es nur um Kontrolle, Macht und Geld. Auf den Punkt gebracht, es hat am gemeinsamen politischen Willen gemangelt die etwas andere Saison zu rocken. Basta! Was will man auch von so manchen „Verweigerungs-Funktionären“ erwarten, deren Jugendwort des Jahres „Dampfmaschine“ war. Die fast schon Posse ist ein Paradebeispiel für fehlendes Verständnis und Gespür. Fakt ist, das Schwimmbad-Aus schlägt noch immer hohe Wellen und wird nachhaltige Spuren hinterlassen. Noch immer können und wollen viele Menschen nicht begreifen, dass sich der Verbandsgemeinderat mehrheitlich gegen eine Öffnung unter Corona-Bedingungen aussprach. Die Folge: Jeden Tag eine Leserbrief-Watschn! Autsch, das tut weh! Was noch mehr schmerzen dürfte, sind aufgerissene Wunden im Stadt-Land-Verhältnis sowie das Abstimmungsverhalten Einzelner. Von wegen die Stadt ist unterpräsentiert im neuen Gremium. Es waren vor allem die Kirner Ratsmitglieder, die mit ihrer Ablehnung der Saison letztlich den Knockout verpassten. Ohne Worte!

Noch ‘n Gedicht! Eine treue Leserin hat mal ein wenig gereimt. Als sie die Wellness-Lachs-Geschichte las, sind ihr spontan diese Zeilen eingefallen. Nicht übel, oder?

Ich wollt ich wär ein Lachs,
das ist jetzt gar kein Flachs.
Schwimm hin und her im kühlen Nass,
ach Gott was macht das Leben Spaß.
Genieße in den Becken jeden Strudel,
schieb hier stets eine ruhige Kugel.
Nur eins gefällt mir nicht,
ich will nicht auf den Tisch.
Emsix hilf, iss lieber Fleisch,
und lass mich drin im Spa-Bereich!

Noch eine Fusion! Nur dieses Mal wird die freiwillig vollzogen. Aus inniger Liebe und tiefer Verbundenheit schreiten Kirn-aktiv und GIK vor den Traualtar. Keine Zwangsehe, wie bei der Verwaltungsfusion. Kommende Woche soll der Bund der Ehe vollzogen werden. Es knistert gewaltig. Man spürt regelrecht die Leidenschaft! Aus zwei mach eins – passt! Nun sollte man aber auch die Gelegenheit nutzen, um einen gemeinsamen Bogen zu spannen. Einer, der auch Verbandsgemeinde und Stadt fest mit einschließt. Eine gemeinsame Internetseite Kirner Land, das wäre es doch. Eine, die alles beinhaltet. Das ganze Paket! Eine, die sogleich ins Auge sticht, wenn irgendwo auf dem Globus Kirn in die Suchmaschine eingegeben wird. Vergleichbare Kommunen haben die längst. Ein solches Pfund, das Bock auf unseren Landstrich ausstrahlt, braucht natürlich Ideen, Konzepte und Pflege. Man darf gespannt sein, inwieweit die Denke der Macher einen derart großen Wurf überhaupt zulässt. Der wäre Meilenstein und Befreiungsschlag zugleich. Liebe Verantwortliche, schaut Euch im Internet um. Es gibt schon passende Modelle. Hey, das Rad muss nicht neu erfunden werden. Und das Beste daran, eine allumfassende Präsentation hilft unter dem Strich auch Geld sparen. Win-win-sozusagen! Einfach mal machen!

Eine Stellenausschreibung die einen fassungslos zurücklässt! In großen Anzeigen suchen die VG-Werke einen Nachfolger für Oliver Kohl. Fragt sich nur warum? Warum braucht es einen kaufmännischen Leiter? Warum strebt man wieder eine Doppelspitze an? Ist das zwangsweise in Leben gerufene Modell nicht krachend gescheitert? Rückblick: Aus zwei mach eins – nach der Fusion mussten zwei Chefs untergebracht werden. Gleichberechtigt, versteht sich. Jetzt hat einer die Flucht ergriffen oder freundlicher formuliert hat sich neu orientiert. Statt den Stellenkegel kostengünstig zu bereinigen, sucht man jetzt einen gleichwertigen Ersatz. Finde den Fehler? Die Stadtwerke hatten doch früher einen Stellvertreter. Einer, der für das Schwimmbad zuständig war. Traut man ihm den VG-Job nicht zu? Abgesehen davon, sollte eine Fusion früher oder später nicht auch Personal-Ressourcen einsparen? Liegt darin nicht der tiefere Sinn? Wie soll das funktionieren mit zwei gleichwertigen „Chefs“. Nur einer sollte den Hut aufhaben. Danach kann ja gestaffelt und nachgeschlüsselt werden. Doppelt gemoppelt mündet doch nur in Trouble. Streiche Häuptling und setze dafür lieber Indianer. Was wundert, es kommt kaum ein Veto aus der Politik. Nur die FDP protestiert. Zurecht! Wahrscheinlich hat man schon einen „geeigneten“ Bewerber ausgeguckt. Meist werden solche Stellen ja in Klüngel-Manier unter der Hand vergeben. Beispiele, gerade in der VG, gibt es zur Genüge. Kurzer Blick auf das Organigramm reicht schon, um diesbezüglich bestätigt zu werden.

NACHGEHAKT! Was ist eigentlich aus dem Nahe-Online-Kaufhaus geworden? In der Hochphase der Corona-Krise wurde das massiv beworben. Auf der Suche nach Unterstützung tingelte man regelrecht durchs Ländle. Doch kaum herrscht wieder so etwas wie Normalität, schon sind die Stimmen verstummt? Finde den Fehler? Schlummert das Baby von Kreis-Wirtschaftsförderer Andreas Steeg vor sich hin oder ist es möglicherweise gleich ganz eingeschlafen? Angeblich sollen ja nicht alle Werbegemeinschaften restlos vom Konzept des Visionärs und Vordenkers überzeugt sein. Kommt das Virus zurück, dann dürfte der Ruf nach der Online-Variante wieder lauter werden. Möge der Fall niemals eintreten. Ist der Nahe-online-Handel nur eine Option bei Krisen? Wahrscheinlich! Aber vielleicht kommt Steeg ja mit einem krisenfreien Dauerkonzept der Marke „Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann“ wie Kai aus der Kiste gesprungen. Wer weiß?  Warten wir es einfach ab. Der Blog bleibt am Ball.