Rückblick 10. November

„Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Kirnia! „Joe Weingarten kommt am 11.11. nach Kirn. Tusch und Narrhallamarsch für den SPD-Bundestagsabgeordneten! Wolle mer’n eroilosse? Aber sicher doch!!! Vielleicht stehen die Gardemädcher von de Rappelköpp ja auch Spalier, wenn der Querdenker seine Einschätzung zu Park-Situation beisteuert. Kirn kann jedenfalls aufatmen, denn wenn den Genossen jemand mit klaren Worten ins Gewissen reden kann, dann doch der in den eigenen Reihen so ungeliebte Berliner Vertreter. Schafft er das Wunder von Kirn? Die notorisch klamme Kommune hat nun einmal keine Kohle für Luftschlösser. Im Gegenteil: Die ist bis über beide Ohren verschuldet und hat niemals die realistische Chance aus der Misere je wieder herauszukommen. Herr Weingarten, Sie sind am Zug! Ihr Überzeugungsgeschick ist mehr denn je gefragt. Hey, wie wäre es mit einer kurzen Büttenrede zum besseren Verständnis? Schließlich steht die fünfte Jahreszeit vor der Tür? Der Blog versucht sich mal am Reimen:

Was für Zeite, was für Zeite,
ein Parkhaus kann sich Kirn enfach net leiste.
das wär zwar schee, is aber teuer,
23 Millionen Miese sind Kilian nicht geheuer.
Ein Parkhaus hot sich bei de SPD festgebisse,
die wolle von Alternativen so gar nix wisse.
Parkplätze quert Beet verteilt, die sind billig,
die Genossen geben sich dennoch widerwillig.
Am Montag kommt Parkhaus-Vermittler Weingarten,
was wird der Querdenker seinen Genossen raten?
Ist
er dafür oder ist er eher dagegen, egal wie,
das Thema wird weiter Aufmerksamkeit erregen!
Und die Moral von der unendlichen Geschicht,
Kirn hat Parkplätze genug, braucht ein Parkhaus nicht.

Martin Kilian hat kein Bock mehr auf Kirn! Einen besseren Zeitpunkt für einen blitzsauberen Abgang hätte das Stadtoberhaupt nicht finden können. Hollywood lässt grüßen. Das Kapitel Kirn als eigenständige Stadt endet heuer und mit ihm auch das Engagement des jahrelangen Hauptdarstellers – passt! Kilian hat es nicht nötig die Umwandlung hin zu einer schlichten Nebenrolle weiter mit Herzblut zu füllen. Dann doch lieber Garten, Freizeit und Familie. Hut ab, alles richtig gemacht – Glückwunsch! Neben der Degradierung dürfte ihm auch die momentane Mehrheitsverteilung im Stadtrat bitter aufgestoßen sein. Die interne Stimmung ist mies und aufgeheizt. Paradebeispiel ist das Parkhaus. Kilians flehentliche Apelle von dem Projekt Abstand zu nehmen, stößt bei der Hälfte auf taube Ohren. Soll er sich mit den scheinbar unbelehrbaren Romantikern weiter herumschlagen? Die Frage hat er jetzt zu seinen Gunsten mit einem klaren „Nein“ beantwortet. Wie überhaupt sich das Gesamtpaket für ihn nicht so attraktiv und harmonisch geschnürt haben dürfte. Dann doch lieber das Zepter abgeben. Seine Schäfchen hat er allem Anschein nach eh im trockenen, sodass er dem neuen Lebensabschnitt in seinen verbleibenden Wochen entspannt und sorgenfrei entgegenfiebern kann. Möge er recht viele Jahre in der Ruhestands-Hängematte genießen.

Das Hauen und Stechen kann beginnen? Wer will Bürgermeister, wer kann Bürgermeister? Nun, spontan fallen dem Blog auch einige Kandidaten ein, die ihren Hut in den Ring werfen könnten. Frank Ensminger (FDP) gilt als heißer Kandidat. „Emsix“ kann auf eine stattliche Stammwähler-Schar zählen. Auch Christa Hermes (CDU) dürfte ihren Hut in den Ring werfen. Für die Erste Beigeordnete wäre der kleine Sprung an die Stadtspitze nur logische Konsequenz. Wen hat die SPD in der Hinterhand? Hat die Partei einen klaren Favoriten? Nein! Vielleicht die Gelegenheit für das altgediente Urgestein Peter-Wilhelm Dröscher, sich für die Ausbootung bei der Beigeordneten-Wahl zu revanchieren? Spaß beiseite, wer kann bei der SPD wirklich Bürgermeister? Doof, das Kandidatenfeld gibt irgendwie keinen her. Aussichtsreichster Kandidat wäre wohl Jörg Schallmo. Seine Sympathiewerte sind unbestritten. Nur, der darf nicht. Die Freien Wähler könnten Norbert Stibitz nominieren. Der von Haus aus Beamte genießt den Ruf eines ruhigen und besonnenen Menschen. Wer könnte noch wie Kai aus der Kiste springen? Externe Anwärter, bitte melden? Spaßeshalber hatte der Blog schon Krankenhauskämpferin Ellen Müller genannt. Warum eigentlich nicht, haben doch so manche politischen Karrieren auf artfremden Schauplätzen ihren Anfang genommen. Wer das Krankenhaus auf Kurs hält, der kann auch Bürgermeisterin, gell?  

Kaum hat der Blog das Thema Veranstaltungsort Turnhalle Berger Weg aufgegriffen, schon laufen im Hintergrund die Drähte heiß. Offensichtlich sind die politisch Verantwortlichen bereit eine Lösung zu finden. Wäre ja auch ein Ding, wenn eine Halle mit Bühne, Bestuhl-Möglichkeiten und Auslegeboden auf Dauer für Veranstaltungen tabu bleiben sollte. Dürfen die kommenden Abi-Jahrgänge hoffen? Der Blog lehnt sich mal weit aus dem Fenster und schreit ein selbstbewusstes „JA“ heraus. Nur, wie denkt das Gymnasium über den erneuten Vorstoß. Die Schulleitung verhielt sich schon bei der Sperrung in 2012 äußerst bedeckt, um nicht zu schreiben auffällig passiv. Finde den Fehler? Hinter vorgehaltener Hand wurde schon immer darüber gemunkelt, dass die Lehrerschaft gar kein so großes Interesse an einer veranstaltungstauglichen Halle hat. Ist der Schule der Abi-Ball in der eigenen Halle etwa schon immer ein Dorn im Auge gewesen? Kamen die damaligen Brandschutzauflagen etwa gelegen? Kaum vorstellbar, dass man den eigenen Abiturienten ihren schulischen Abschluss in den eigenen vier Wänden, aus welchen Gründen auch immer, nicht gönnt. Oder doch? Wie geht es weiter? Der Blog bleibt dran!