Über Parkhaus-Aus, Maskenträger, SWR in Kirn, Autokino….

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu – der „satirische“ Wochenrückblick auf dem Blog www.hochstetten-dhaun.info. Nicht alle finden Gefallen an den etwas anderen Ansichten, inklusiven leicht überspitzten Seitenhieben. Merke, alles nur augenzwinkernde übertriebene Satire, wenn auch nicht immer mit Punktlandung. Was hab ich mir in der Vergangenheit nicht die Finger wundgeschrieben, um aufzuzeigen, wie unnötig das Kirner Parkhaus-Projekt ist. Seitenlange Erklärungsversuche inklusive Alternativvorschlägen habe ich online gestellt. Außer Spesen, nichts gewesen. Lange und breite Diskussionen, mehr nicht. Und dann kommt so ein blöder Virus um die Ecke und kippt das Vorhaben in Nullkommanix. SPD und FWG geben sich scheinbar „Virus-Geschlagen“. Was vernünftige Argumentation nicht vermochte, schafft eine unsichtbare Bedrohung. Das Leben ist voller Überraschungen. Merkwürdige Zeiten gerade. Sei’s drum, das Ding ist jetzt vom Tisch. Für alle Fraktionen herrscht Planungssicherheit und was noch wichtiger ist Einigung in der Sache. Es lebe das dezentrale Konzept. Covid19 sei Dank! Jetzt heißt es gemeinsam Vollgas geben. Gut, bei dieser Wende verlor keiner so wirklich sein Gesicht. Nicht ganz, denn den Befürwortern von SPD und FWG dürfte die Hintertür schon etwas in die Karten gespielt haben. Deren Argumentationskette wäre auf Dauer eh nicht zu halten gewesen. Kurzum, es war eine Naturkatastrophe, die ihr gemeinsames Handeln letztlich bestimmte. So soll es sein und so soll es in die Stadtgeschichte eingehen.

Maskenträger wohin man nur schaut. Keine Frage, die Dinger vor Mund und Nase minimieren ein Ansteckungsrisiko und erhöhen ganz nebenbei das Sicherheitsgefühl bei den Trägern. Natürlich nicht bei allen. So manche wünschen den Stofffetzen zum Teufel. Ist ja auch nicht gerade angenehm zu tragen. An das Bild von Maskenträgern wird man sich gewöhnen müssen. Nicht allerdings in der Zeitung. Geht’s noch! Ob bei politischen Terminen, Spendenübergaben oder Homestorys – Gesichter zu zeigen scheint verpönt zu sein. Zugegeben, so manches will der Leser auch nicht wirklich beim Aufschlagen der Morgenlektüre in Originalgröße präsentiert bekommen. Im Ernst, kann man die Dinger für das gestellte Bild nicht abziehen. Sicherheitsabstand und dazu Masken braucht es doch nicht, wie uns jeder Virologe erklärt. Wer bitteschön will solche Masken-Bilder sehen? Beherzigt das doch bitte liebe Zeitungsmenschen. Es geht. Und wenn das Gegenüber nicht bereit ist kurz mal zu lüften und sich vor Shitstorm ängstigt, dann geht es auch mal ohne Bildchen. Paradebeispiel diese Woche war das inszenierte Bild im Klassenzimmer-Bus. Rätselraten, wer wo sitzt und welche Maske trägt, und dies, trotz Abstand. Albern und daneben! Merke, man kann es auch übertreiben mit einer womöglich demonstrativ zur Schau gestellten Achtsamkeit. Da muss man als Zeitung nicht mitmachen.

Eine Kleinstadt in Corona-Zeiten! Der SWR hat sich für seine wöchentliche Reportage ausgerechnet Kirn ausgesucht. Mehrere Teile wurden schon abgedreht. Stets mit von der Partie, die Eisdiele. Hauptdarsteller Gianni dürften mittlerweile schon die einen oder anderen Filmangebote in die Eis-Küche flattern. Das große Interesse an ihm und seinem Corona-Alltag ruft mittlerweile „Futterneider“ auf den Plan. Inwieweit deren Kritik einer bevorzugten Behandlung berechtigt oder unberechtigt ist, möge jeder für sich selbst beurteilen. Wahr ist, die Eistütchen spielen so etwas wie die Hauptrolle in der mehrteiligen Serie. Wahr ist aber auch, dass die journalistische Freiheit stets ihr eigenen Drehbücher schreibt. Da bildet die Kirner Reportage bei weitem keine Ausnahme. Meckern und Hadern ist da allerdings wenig hilfreich. Stattdessen sollte man den SWR mal darum ersuchen, an den nächsten Drehbüchern mitschreiben zu dürfen. Fragen kostet ja nichts. Ist wohl auch schon kommuniziert worden. Vielleicht klappt es ja nächste Woche mit einem breiteren gastronomischen Querschnitt. Kneipen hat es in Kirn ja reichlich.

Jetzt also auch Idar-Oberstein. Autokinos erleben gerade eine nicht mehr für möglich gehaltene Hochkonjunktur. Erst Bad Kreuznach, jetzt die Schmuckstadt. Wann folgt Kirn? Nachahmer gesucht? Wöchentlich bildet der Blog hier eine spekulative Lagefortschreibung an. Neues gibt es nicht zu vermelden. Still ist es geworden. Gibt es ein Konzept? Und wenn ja, wer hat den Hut auf? Und wann? Die Sommerferien scheinen ideal. Die meisten Urlaube scheinen auszufallen und dann böte ein Programm auf der Kyrau Abwechslung der etwas anderen Art. In Kreuznach geht es an diesem Wochenende los. Der Vorverkauf lief prächtig, was beweist, dass Nachfrage vorhanden ist. Hoffen wir alle mal auf baldigen Vollzug. Falls nicht, dann geht die Welt auch nicht unter.