Über null Reaktion beim Thema Krankenhaus-Schließung, Dürre und Feuer, Gaststättenübernahme Marktplatz, Schwimmbad-Statistik

In welcher Welt leben wir eigentlich, in der ein Flächenbrand gleich seitenweise Raum in der Zeitung einnimmt, aber einer zu erwartende Krankenhaus-Schließung keinerlei Zeilen gewidmet werden? Finde den Fehler. Zugegeben, ein Brand mit lodernden Flammen und einer dementsprechenden Rauchsäule und noch dazu in einer bisher noch niemals dagewesenen Dimension bietet Spektakel und eindrucksvolle Schnappschüsse, aber nach dem Erlöschen der Flammen ist es das dann auch. Eine Krankenhaus-Schließung hingegen hat eine viel dramatischere Tragweite als nur verbrannte Erde, die sich im Nu unterpflügen lässt. Nachdem die Diakonie letzte Woche erneut das „Aus“ für Kirn betonte, blieben Anteilnahme, öffentlicher Aufschrei sowie eine ausführliche Berichterstattung aus. Hallo, aufwachen! Nicht ein Artikel im Kirner Lokalteil, nicht eine Reaktion aus der Politik, nicht eine Stimme aus dem Krankenhaus selbst – so schweigt man ein Thema, das uns alle angeht, tot. Der Leser hat ein Recht auf mehr Information, Recherchen, Hintergrundberichte, Szenarien. Wo bitteschön bleibt die journalistische, wo die politische Aufarbeitung? Hoffen wir mal auf nächste Woche.

Boah, was sinddas gerade stressige Zeiten für die Aktiven der Feuerwehren. Nahezu tägliche Einsätze dürften langsam aber sicher an der Substanz nagen. Erst Brände und zum Ausgang der Woche Unwetter. Gut zu wissen, dass die kreisübergreifende Zusammenarbeit reibungslos funktioniert. In diesen turbulenten Tagen sollte auch dem letzten Couchpotato bewusst geworden sein, welchen Dienst die Männer und Frauen an den Spritzen für die Gesellschaft leisten. Und das rund um die Uhr. Nahezu reflexartig werden die dann auch immer wieder von politisch Verantwortlichen in den öffentlichen Netzwerken mit Lob überhäuft. Ist ja auch von der heimischen Couch herunter schnell geschrieben. Helden des Alltages seien sie, Profis im Ehrenamt seien sie, mutig und engagiert seien sie. Alles richtig. Mehr noch: Mitunter setzen sie sogar ihr Leben aufs Spiel. Und wie jeder weiß, hat jeder nur eines. Reichen da ein paar warme Worte der Würdigung aus? Nein! Die Zeit ist überreif, um den selbstlosen Ehrenamtlichen mehr an Anerkennung zukommen zu lassen. Beispielsweise Vergünstigungen, die sich mitunter direkt oder indirekt in der Geldbörse niederschlagen. Diesbezüglich gilt es endlich Modelle auszuarbeiten, die das wichtige und gefährliche Ehrenamt massiv aufwerten. Feuerwehrangehörige sind anders zu beurteilen als andere Ehrenämtler. Von daher sollten sie auch einen Sonderstatus eingeräumt bekommen.   

Boah, was war das für eine Hitze. Als würde man von einem Fön direkt angeblasen – so brannte einem der fast schon saharaähnliche Wind auf der Haut. Gut, wer bei diesen Temperaturen zu Hause bleiben konnte. Das öffentliche Leben kam Mitte der Woche nahezu zum Erliegen. Wer konnte, suchte Abkühlung im Schwimmbad. Das öffnet ja jetzt wieder wie gewohnt um 10 Uhr. Das Frühschwimmer-Angebot ist bis zur Auswertung der vierzehntägigen Frühschwimmer-Probephase auf Eis gelegt. Das Ergebnis lässt allerdings auf sich warten. Wie lange wohl noch? Denkt daran liebe Stadtwerke-Entscheider, in drei bis vier Wochen kommen wieder die ersten Nikoläuse in die Regale. Dann juckt die Statistik keinen mehr. Grund genug für die FDP, über das Für und Wider in Facebook nochmals abstimmen zu lassen. Kann ja nicht schaden. Und auch wenn die politische Konkurrenz den Liberalen deswegen polemisches Verhalten unterstellt, sollten die sich in ihrer Initiative nicht entmutigen lassen. Die Gelben machen wenigstens was. Sie sind auch die einzigen, die bisher auf die angekündigte Schließung des Kirner Krankenhauses mit Protest reagierten. Von den etablierten Parteien kam bisher nix. Nada, nicht eine klitzekleine Note. Nur peinlich. Mobilmachung für den Erhalt? Wer wird`s erfinden müssen – Emsix, Bursix und Co.  

Das Parkhotel ist noch immer dicht. Vor Wochen hieß es wegen technischer Probleme vorübergehend geschlossen. Stand jetzt, wohl eher dauerhaft! Damit gehen der Stadt Kirn wohl wichtige Hotelbetten verloren. Bitter, denn es gibt eh viel zu wenige davon. Der Blog ist fast geneigt sein „klein Häuschen“ darauf zu verwetten, dass die Hoteltür sich nicht mehr öffnen wird. Auch nicht in naher Zukunft. Doch wie sagt der Volksmund: „Geht eine Tür zu, geht eine andere auf“. Die Betreiber der In-Kneipe „Bottle N eck“ übernehmen jetzt die Galerie „Cucina“ gleich nebenan. Überraschende Meldung, aber nachvollziehbarer Schritt aus Sicht der Jungunternehmer. Expandieren nennt man das dann wohl. Der momentane Pächter Cosimo gibt seine Selbständigkeit dadurch zwar auf, bleibt aber weiterhin als angestellter Küchenchef am Herd. Gut für ihn, so sagt er, und gut für Kirn, weil der Italiener sich darauf versteht wie kein Zweiter, italienische Köstlichkeiten auf den Teller zu zaubern. Apropos Hotel: Die Fremdenzimmer über der Gaststätte wollen die neuen Eigentümer wieder mehr in den Fokus rücken und bewerben. Hotelbetten auf dem Marktplatz – das passt. Wertet diesen nochmals auf.