Über Kerbe-Frust, Beigeordneten-Wahl, Schloss-Geflüster, Kirner Bier…

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu – der „satirische“ Wochenrückblick auf dem Blog www.Hochstetten-Dhaun.info. Nicht alle finden Gefallen an dem etwas anderen Geschreibsel, inklusiven überspitzten Seitenhieben. Merke, alles nur Satire, wenn auch nicht immer auf den Punkt gebracht. Am ersten Wochenende nach einer verordneten Volksfest-Flaute dreht sich natürlich vieles um die Folgen. Nun ist es also raus. Bis Ende August dürfen keine massenmobilisierenden Highlights gefeiert werden. SCHADE! Besonders hart treffen wird das alle diejenigen, die direkt oder indirekt mit Veranstaltungen ihren Lebensunterhalt verdienen. Da ist guter Rat teuer. Exemplarisch vertiefen wir das mal am Beispiel Kirner Kerb. Erstmals hätte der neu gewählte Bürgermeister Frank Ensminger den Fassbier-Anstich übernommen. Was hat der Kerle nicht schon im Brauerei-Keller geübt, um zielsicher rüberzukommen. Vergebene Liebesmüh. Er wird es verkraften. Verkraften werden es auch die Handballer, die mit ihrem Weinstand stets für Furore und volle Abteilungs-Kassen sorgten. Schwerer dürfte diese und andere gleichgelagerter Absagen Marktwirt Frank Weikert treffen. Er verdient mit solchen Engagements schließlich seinen Lebensunterhalt. Die Situation ist zudem bitter für alle Schausteller und fahrende Händler. Kann man auch etwas Positives aus der Absage ziehen? Nun, Stadt und Brauerei sparen sich die Ausgaben für Organisation, Musik und den kommunalen Frühschoppen. Vorerst, denn man kann ja noch nicht abschätzen, inwieweit nicht mehr Geld in die Kerb 2021 gepumpt werden muss, um diese wieder anzukurbeln. Egal wie es kommen mag, es sind bescheidene Aussichten.

Eine Schlagzeile vom Freitag lässt aufhorchen. Die SPD schlägt Michael Kloos für die Wahl des Zweiten Beigeordneten der Stadt Kirn vor. Die Wahl wurde bekanntlich notwendig, weil Peter Schwebel sein Amt zur Verfügung stellt. Im Zeitungsbericht heißt es weiter, dass offenbar ein zweiter Bewerber seine Bereitschaft signalisierte. AHA! Es handele sich um einen überparteilichen Mann, der hochqualifiziert daherkommt, über weitreichende Referenzen verfügt und zudem in der Wirtschaft als stark vernetzt gilt. Einer der augenscheinlich jetzt mehr Zeit hat und sich daher einbringen möchte. Hört sich ganz nach einem Glückstreffer an. Wer mag das wohl sein? Nun, die Gerüchteküche dürfte schon mächtig am Brodeln sein. Zwischen den Zeilen lässt sich ein klarer Favorit herausfiltern. Derjenige welcher, wäre zumindest auf den ersten Blick, ein echter COUP für Kirn gewesen. Aber sowas von! Wer ist es? Diese kleine Denkaufgabe fürs Wochenende gebe ich an dieser Stelle gerne mal weiter. Stellt sich die Frage, warum nimmt man die externe Hilfe nicht an? Wenn der (noch) unbekannte Bewerber fachlich über jedem Zweifel erhaben zu sein scheint und es derjenige ist, für den der Blog ihn hält, dann ist es nicht nur fahrlässig, sondern auch dumm, sein Angebot nicht anzunehmen. Die SPD begeht einen großen Fehler- wieder einmal. Die Personalie wird noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen. So richtig Fahrt wird die Diskussion dann aufnehmen, wenn der Name die Runde gemacht hat. Den wird man auf Dauer nicht unter dem Teppich halten können. Und dann gibt es vermutlich mächtig Haue für die SPD. Eines ist sicher, es ist nicht der viel zitierte Kai, der hier aus der Kiste springen wollte.

Brainstorming auf dem Dhauner Schloss unter der Woche! Thema war auch das Romantische Gartenfest. Wurden eigentlich schon die Bilanzen des Vorjahres veröffentlicht? Nee, ne? Zumindest wurden keine Zahlen über die Tagespresse transportiert. Und auch im Mitteilungsblatt stand bisher keine Silbe. Summa summarum zogen mittlerweile elf Monate ins Land. Sollte man da nicht annehmen dürfen, dass die wirtschaftliche Angelegenheit längst abgewickelt sein sollte? Oder etwa nicht? Nun, das Ergebnis ist ja insofern von Bedeutung, weil ja der Überschuss des Festes, so die Aussage der veranstalteten Verbandsgemeinde im Vorfeld, komplett in die Unterhaltung und Aufwertung des Schlosses gesteckt werden sollte. Wo fließen Stand- und Eintrittsgelder hin? Eine Frage die noch immer Neugier weckt. Neugier auf die Summe, die gerade in Corona-Zeiten dadurch investiert werden kann. Die Kassen dürften 2019 geklingelt haben. So rund 20 000 Euro kamen da wohl zusammen. Gut für alle und gut für das Schloss. Dort gibt es eine Menge Unterhaltungsstau. Zwar will „Gut Ding Weile haben“, aber langsam sollte doch die Geldübergabe stattfinden. Gerne auch mit dem üblichen Brimborium. Oder verfällt man seitens der Verwaltung wieder in den alten Modus der Geheimniskrämerei und will alles unter der Decke halten? Die Tatsache, dass zu diesem Thema stets geschwiegen wird, könnte von manch einem Beobachter auch als Hinweis darauf verstanden werden, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Fließt die Kohle etwa bewusst und gewollt woanders hin? Selbst einem leisesten Verdacht, wird man sich doch sicherlich nicht aussetzen wollen. Also, gebt mal Milch!

Dhauner Schloss die Zweite:  Es war doch schon alles in trockenen Tüchern. In der Parkanlage sollte ein Infopavillon mit Café entstehen. Jetzt, wo die Zuschüsse bewilligt sind, kommen urplötzlich Zweifel an der Notwendigkeit auf. Finde den Fehler? Was hatten die Verantwortlichen nicht alles unternommen, um das Projekt umsetzen zu können. Aus und vorbei? Liest man zwischen den Zeilen, schaut es ganz danach aus. Mal ehrlich, wie hätte das Projekt auch funktionieren sollen. Das Ding zu bauen ist das Eine, den zu Betreiben das andere. Das Ganze war ja gut gemeint, aber nie wirklich zu Ende gedacht. Schloss-Café funktioniert im Park nicht, zumindest nicht wirtschaftlich. So lange das gesamte Areal nicht konzeptionell wachgeküsst worden ist, pilgern nicht die Menschen in Scharen herbei. Das ist Fakt! Überdies hat schon jemand anderes zum Kuss angesetzt. Marco Fritz hat den Wappensaal an der Schlossmauer neues Leben eingehaucht. Der bietet in Kürze all das, was auch für den Pavillon vorgesehen war. Doppelt gemoppelt braucht es eh nicht. Von daher, begrabt das Pavillon-Projekt und setzt die dadurch frei werdenden Gelder sinnvoller anderswo im Schlosspark ein.

„Wir sind Kirner“ – der Wahlspruch muss in den nächsten Wochen und Monaten mehr denn je Programm sein. Den Brauereien geht es gerade sehr schlecht. Die Absätze brechen ein. Keine Frage, auch die Kirner Privatbrauerei leidet massiv unter Corona. Liebe Biertrinker, unterliegt nicht den Dumping-Preisen, die jetzt große Brauereien auf den Markt werfen. Bleibt der Kirner Brauerei treu und greift nicht zu fremden Produkten. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, hat unsere Brauerei eine Chance, heil aus der Corona-Nummer herauszukommen. Lasst uns zusammenrücken und Kirner Bier trinken – jetzt und in Zukunft.