Rückblick 1. Dezember

Fangen wir mal mit den guten Nachrichten an, dann sind sie weg. Der Wochenrückblick beginnt mit einer aufbauenden Botschaft. Nun, es ist der Erste Advent. Da darf man auch mal versöhnliche Töne anschlagen. Die Feuerwehren im Kirner Land gehen da mit gutem Beispiel voran. HARMONIE – das ist das Wort, was dem Blog einfällt, wenn der die Wahlen zur neuen Wehrleitung von Stadt und Umland charakterisiert. Die ist richtig und wichtig. Gekränkte Eitelkeiten braucht nämlich niemand, wenn es um die Rettung von Hab und Gut oder sogar Menschenleben geht. Vorbei scheinen nunmehr die Zeiten, wo die Kirner Wehr angesichts ihrer Stärke und ihres Auftretens doch eher kritisch von den kleinen Einheiten Drumherum beäugt worden ist. Gottlob! Den Zusammenhalt gilt es nunmehr zu stärken und auszubauen. Wildberger und sein Team werden diesen Prozess freilich mit viel Hingabe gestalten. Jungs und Mädels in den Feuerwehrhäusern, seit versichert, die Wertschätzung der Menschen ist Euch sicher. Und wie schaut es mit der in der Politik aus? Diesbezüglich werden immer große Reden geschwungen, jedoch ein gesagtes Dankeschön reicht schon lange nicht mehr. In den kommenden Jahren wird sich einiges tun müssen, um neue Anreize zu setzen. So manche Wehr kratzt personell jetzt schon am Existenzminimum. Die Alarmglocken schrillen bereits unüberhörbar. Thomas Jung täte gut daran, diese nicht zu ignorieren.

Existenzgründer brauchen nicht nur Mut, sondern auch Durchhaltevermögen. Marco Fritz hat den brach liegenden Wappensaal in Dhaun erworben. Der Mann kann Musik, aber kann er auch Gastronomie? Nun sein Konzept sieht nicht eine Gaststätte im klassischen Stil vor. Ne, ne, ne, Fritz will ausschließlich als Vermieter für Feste und Feierlichkeiten auftreten – mehr moderieren als eigenverantwortlich mitmischen. Im Sommer noch ein wenig Terrassenbetrieb am Wochenende, dazu noch Café im Winter sowie eigene Musikveranstaltungen und Vermietung von Fremdenzimmern – das passt. Eine Philosophie, die durchaus funktionieren kann, wenn, ja wenn die die Menschen das Angebot annehmen. Wichtig ist ein guter Start und ein glückliches Händchen bei der Wahl des Angebots. Glück hat ja bekanntlich der Tüchtige. Und tüchtig ist er, der Marco Fritz. Und an Ideen scheint es ihm auch nicht zu mangeln. Details wird er in Kürze auf seiner eigens entworfenen Internetseite veröffentlichen. Prognose: „Existenzgründer“ Fritz ist auf der sicheren Seite. Der wuppt den Wappensaal. Bekanntlich kommt es darauf an was man daraus macht. Fakt ist, die Neubelebung ist ein Glücksgriff für Dhaun und alle Besucher des Schlosses.    

Peinlich, peinlicher, SPD! Bekanntlich ist das Gegenteil von „gut“, „gut gemeint“. Keine Partei führt das gerade so vor, wie die SPD. Eine Partei, die bundesweit im „Selbstzerstörungsmodus“ verharrt, lässt auch in Kirn kein Fettnäpfchen aus. Die Stadtrats-Mitglieder wollen einfach nicht begreifen, dass es in der Innenstadt kein Parkhaus braucht. Resistent gegen alle Argumente wollen die ihr Ding durchziehen. Und auch die FWG ist noch immer berauscht von dem Gedanken an ein solch unsinniges und dazu noch teures Bauwerk. Was haben die bloß alle nur geraucht? Ein Drogen-Schnelltest vor der nächsten Sitzung könnte Klarheit bringen. Was ist das für ein Zeugs, der allen die Sinne so dermaßen vernebelt und gleichzeitig den gesunden Menschenverstand ausknipst? Und das schon für so lange. Dem Dealer gehört der Prozess gemacht. Aber sowas von! Bleibt zu hoffen, dass der Vorrat an Stoff irgendwann aufgebraucht ist und Vernunft und Realitätssinn wieder Einzug in die berauschten Köpfe zurückkehren. Doch ein schnelles Ende des Trips scheint nicht in Sicht zu sein. Im Gegenteil: Der verlängert sich noch ins nächste Jahr. Hoffentlich werden CDU und FDP nicht auch noch angefixt. Wobei, so manche nachzulesende Äußerungen pro Parkhaus lassen sich nur berauscht ertragen. Etwa die von Norbert Stibitz. Der Frontmann der FWG will beides, Parkhaus und dezentrales Parksystem. Aus Überzeugung und weil es wirtschaftlich sei. Hmmm. Das muss er der Welt mal näher erklären. Macht er auch, in Kürze auf dem Blog.

Wahr ist, die Abiturienten dürfen ihren Abi-Ball in der Kyrau-Halle feiern. Wahr ist aber auch, dass die Schulabgänger diese nicht ganz mietfrei werden buchen können. Um einen geringen Mietzins werden die Gastgeber wohl nicht umhinkommen. Diesbezüglich hat Landrätin Bettina Dickes sich etwas zu weit aus ihrem Bürofenster gelehnt. Geschenkt! Gut, dass der Mietzins moderat ausfallen wird. Noch besser, dass Thomas Jung einen Sponsor für eben diese Unkosten auftreiben konnte. Der kommende Bürgermeister hatte sich nach dem Bekanntwerden der Hallen-Problematik in die Verhandlungen eingeschaltet. Seither steht er im ständigen Kontakt mit dem Festkomitee. Es gibt sie also doch noch, Politiker die sich kümmern. Bei den jungen Leuten dürfte der Tausendsassa nunmehr einen riesigen Stein im Brett haben. Fassen wir zusammen: Die Location ist jetzt augenscheinlich save. Nun können die Abiturienten entspannt für die Abitur-Prüfungen im Januar pauken. Ausreden gibt es nicht mehr.  

Hoch lebe das Kirner Bier! Was war das für ein Spezialbiertag im Brauereihof am gestrigen Samstag. Ganze Heerscharen pilgerten im lockeren Bieranzug nach Kirn, um das Export zu probieren. Nun, ein guter Tropfen, der auch reichlich Schmackes durch die Blutbahn jagt. Es war wieder einmal ein Familientreffen unter dem Schornstein. Die Bier-Club-Mitglieder leben halt ihre gute Gemeinschaft. Es herrschte reges Kommen und Gehen. Viele sind gekommen, um zu bleiben. Andere brachten Andreasmarkt und Spezialbiertag gut unter einen Hut. Fakt ist, der Krammarkt musste nicht unter dem Brauerei-Event leiden. Diejenigen, die sich an der Theke festbissen, wären im Lebtag net auf den Andreasmarkt gegangen. Von daher, alles gut so wie es war. Mal gespannt ob die Brauerei es mal schafft, Bilder und Eindrücke von diesem fast schon heiligen Feiertag auf ihrer Homepage zu platzieren. So gut wie das Bier auch schmeckt, diesbezüglich herrscht noch gewaltig Luft nach oben.