Über das Aus der Bereitschaftsdienstzentrale, Diakonie-KV-Absprachen, Geplatzter Termin, Schüsse im Wald!

Was war das wieder für ein Schlag mit der superharten Keule diese Woche. Die Bereitschaftsdienstzentrale stellt ihren Betrieb ein. Aus und vorbei mit der ärztlichen Versorgung außerhalb der regulären Sprechstunden. Nach dem Rückschlag steht das Krankenhaus wieder mehr denn je auf der Kippe. Nun, sind Kassenärztliche Vereinigung und Krankenhaus-Träger zwei getrennte Spielfelder, aber dennoch arbeiten beide Hand in Hand zusammen. NOCH! Erschreckend der Zeitpunkt, aber auch erschreckend die Kommunikation. Während die hiesigen Politiker bereits einen Tag vorher in Kenntnis gesetzt worden sind, erfuhr die aufopferungsvoll kämpfende Bürgerinitiative die Schreckensnachricht erst viel später. Die äußerte sich sowohl entsetzt über die Schließung, als auch über die fehlende Kommunikation im Vorfeld. Warum hatte man die Verantwortlichen nicht mit ins Boot genommen? Warum haben Dickes, Jung und Co. es nicht für notwendig erachtet, die BI persönlich über den Rückzug in Kenntnis zu setzen. Selbst einen Tag später nicht. Finde den Fehler? Merke, „so etwas tut man nicht“!

Wo wir gerade bei schlechtem Benehmen sind. Jochen Metzner, Leiter der Abteilung Gesundheit, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz war geschlagenen drei Stunden Gast bei der neuerlichen Mahnwache. Immerhin ein Zeichen der Politik.  Jetzt hat der Gute den vereinbarten Termin für das zweite Zukunftsgespräch am 4. März in Kirn platzen lassen, und dies, obwohl er ihn selbst initiierte. Die Begründung lässt einen fassungslos zurück: Er habe vergessen sich den Termin zu notieren!!! Schon mal was von einem Terminkalender gehört? Mal ehrlich, kann man das von ihm jetzt eingestandene Missgeschick einem mächtigen Abteilungsleiter wirklich abnehmen? Bedient er sich da eventuell einer Notlüge, um in Kirn nicht erscheinen zu müssen? Alles spekulieren hilft ja nix, das Treffen der Elefantenrunde muss verschoben werden. Der Lapsus kosten wertvolle Zeit. Zeit, die das Krankenhaus nicht hat. Mal schauen, was auf dem langen und steinigen Weg Richtung Ziel „Rettet das Kirner Krankenhaus“ zukünftig noch alles schieflaufen wird.  

Schauen wir mal ungeniert in die Glaskugel! Was wusste die Diakonie von den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)? Wusste die bereits während der Mahnwache von dem Abzug der Bereitschaftsdienstzentrale? War der Vorstand informiert, als er großzügig die Integration dieses Notdienstes in den Krankenhaus-Betrieb anbot? Es wäre der HAMMER, wenn sich KV und Diakonie im Vorfeld abgestimmt hätten. Die Diakonie dementiert vehement und gibt sich selbst überrascht. Kann man glauben, muss man aber nicht. Könnte sich aber auch um ein „abgekartetes Spiel“ handeln? Wer angesichts des Zeitpunktes noch an einen Zufall glaubt, der glaubt auch daran, dass die Erde eine Scheibe ist. Leute, im verzweigten Gesundheitssystem geht es nur noch um das liebe Geld. Zocker sind Politik, Krankenkassen, Krankenhausträger und Kassenärztliche Vereinigung. Wenn es um Verantwortung und Schließungen geht, schieben die sich gegenseitig so lange den Schwarzen Peter zu, bis alle zermürbt klein beigeben. Zu guter Letzt bekommt den natürlich der hilfesuchende Patient an die Backe geheftet. Der muss ausbaden, dass die Gesundheitsversorgung mittlerweile an die Wand gefahren wird. Mit Karacho! Es herrscht schon jetzt Versorgungschaos! Bei den Betroffenen sparen, aber sich selbst die Taschen mit üppigen Gehältern vollstopfen. Nur mal so nebenbei bemerkt, bei KV-Vorständen in Rheinland-Pfalz sind das gemäß Gehaltstabelle so rund 200 000 Euro jährlich plus Limousine und Fahrer. Dafür muss eine alte Frau lange stricken.

„Sonst wird Dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr“ – im Kinderlied verspricht der Refrain nichts Gutes. Und nichts Gutes erlebte eine Fußgängerin aus Hochstetten-Dhaun während ihres Waldspazierganges letzte Woche. Ihre Erlebnisse im subjektiv gefühlten Kugelhagel hat sie noch immer nicht verdaut. Inwieweit die Angelegenheit vielleicht sogar den Tatbestand einer Straftat erfüllen könnte, darum wird sich nunmehr die Polizei kümmern müssen. Ein entsprechendes Schreiben hat sie auf den Weg gebracht. Jedenfalls sorgte ihre Geschichte für reichlich Aufsehen. Zurecht, denn Jagdunfälle sind keine Seltenheit. In den letzten Jahren schockierten Meldungen über Menschen, die von Jägern erschossen oder Opfer von Jagdunfällen wurden – wie zuletzt in Dalberg – die Öffentlichkeit: Liest man die Meldungen, so fällt auf, dass es sich nicht immer nur um klassische Jagdunfälle handelt. Vorsicht ist geboten. Daher meidet die Fußgängerin derzeit den Wald vor ihrer Haustür. Vorerst!