Über Corona-Hotspot Kletterfelsen, Notwendigkeit Wertstoffhof, Werbe-Imagefilm, Bürgermeister-Unterstützer, Corona und die Folgen, Osterbotschaft…

Grillen in Zeiten von Kontaktsperre – ist das erlaubt? Was gibt es Schöneres, als bei schönem Wetter draußen gemeinsam zu grillen? Doch darf man in der Corona-Zeit noch ein Feuer in der Öffentlichkeit entzünden, geschweige denn sich darum dicht gedrängt versammeln? Wohl kaum! Dennoch ,so geschehen am Karfreitag im Bereich der Oberhausener Felsen, wo es sich eine größere Gruppe auf der grünen Wiese neben dem voll besetzten Parkplatz genüsslich schmecken ließ – ausgelassene Stimmung inklusive! Mutmaßlich wurde der nach einer gemeinsamen Klettertour angezündet. Mehr als ein Dutzend dürfte sich da auf grüner Wiese zusammengefunden haben. Nicht zu vergessen eine Fülle von Kletterern, die sich zeitgleich noch in den Felsen austobten. Schönes Wetter eben. Insgesamt ein Bild ungetrübter Stimmung, als ob der komplette Bereich virusfreie Zone wäre. Stellt sich die Frage, warum man dem Treiben keinen Einhalt gebietet. Wenn schon der einsam gelegene Heimberg-Turm in Waldböckelheim aus Tourismus-Gründen gesperrt ist, dann sollten es die Oberhausener Felsen erstrecht sein.

Bekommt das Kirner Land irgendwann wieder seinen Wertstoffhof zurück? Gute Frage, nächste Frage. Eine schnelle Umsetzung darf angezweifelt werden. Kaum ein anders Thema brennt den Menschen derart unter den Nägeln. Die empfundene Notwendigkeit war ganz deutlich bei allen Wahlveranstaltungen aus der Vergangenheit zu spüren. Die Kandidaten versprachen, sich der Sache anzunehmen. Nur, tun sie es auch? Man hört so gar nichts. Laufen diesbezüglich Gespräche? Ist man auf der Suche nach einem geeigneten Gelände? Keiner weiß etwas. Dabei wäre es so wichtig, seitens der Politik ein entsprechendes Signal auszusenden. Angedeutet wurde es im Wahlkampf. Nun wissen wir nicht erst seit gestern, dass vor der Wahl Politiker mitunter das Blaue vom Himmel versprechen – und können sich nach der Wahl nicht mehr daran erinnern. Warum ist das so? Das Problem ist nur: Wenn sie einmal gewählt sind und die Wahl vorbei ist, kümmern sich viele nicht mehr um ihre „unumstößlichen“ Versprechen aus dem Wahlkampf. Mal schauen, ob das Thema Wertstoffhof dieses sich hartnäckig haltende Klischee von seltsamer Trägheit nach der Wahl untermauert. Noch ist ja Zeit. Der Blog bleibt am Ball und wird berichten über erste Signale, wo immer die auch herkommen mögen.

Gut gemacht, aber leider nicht ganz zu Ende gedacht! Unter dem Titel „Lokal einkaufen geht auch anders“ – hat die Verbandsgemeinde Kirner Land einen kleinen Imagefilm mit Händlern aus Kirn und Umgebung abgedreht und auf Facebook veröffentlicht. Spät zwar, doch wie heißt es im Volksmund doch so treffend, spät ist besser als nie. Nacheinander stellen von Schließung betroffene Einzelhändler ihren Bestell- und Lieferservice in Zeiten der Corona-Krise vor. Der umfasst sowohl Kleidung, als auch Blumen, Uhren, Spielwaren oder Drogerieartikel und, und, und. Was der Streifen nicht anpreist sind Gutscheine. Die Möglichkeit kam viel zu kurz. Dabei sind die doch viel unkomplizierter an den Kunden zu bringen. Jetzt bezahlen, später einkaufen – passt. Gerade bei Klamotten sind solche Lösungen ideal, alleine schon deshalb, weil sie Geld in die Kasse spülen. Mal ehrlich, wer lässt sich eine Kollektion zusammenstellen und zur Anprobe nach Hause schicken? Sicherlich die Wenigsten. Aber aus Solidarität einen Gutschein beim Händler seines Vertrauens erwerben, um dann nach der Krise nach Herzenslust zuzuschlagen – das könnte gehen. Gut, dass „Kirnaktiv“ die Chance auf dem Zettel hat. Die wollen ein gemeinsames Gutschein-Programm auf den Markt bringen. Sind wir mal gespannt, was aus der Fachhandel-Ecke kommen wird!

Bürgermeister Frank Ensminger – an diese Tatsache müssen sich viele erst noch gewöhnen. Je nach Parteibuch haben so einige damit ein kleines Problem. Nicht so die beiden Altbürgermeister Fritz Wagner (SPD) sowie auch Martin Kilian. Beide haben dem neuen Stadtchef ihre rückhaltlose Unterstützung zugesagt. Respekt! Wann immer Ensminger ein Rat bräuchte, könnte der sich an sie wenden. Auf das Angebot wird der sicherlich zugreifen. Er wäre auch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er nicht ab und an zum Hörer greifen würde, um sich beraten zu lassen. Erst die Ehrenamtlichkeit und dann noch Corona. Nach der Krise wird vieles anders sein. Die wird ein riesiges Loch in die ohnehin schon klamme Stadtkasse reißen. Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass Kirn ächzen wird unter fehlenden Steuereinnahmen. Die Folge: Investitionsstau, Unterhaltungsstau und fehlende Spielräume – da dürften die Tipps der alten Hasen im Rathaus zur innerstädtischen Krisenbewältigung sicherlich gefragt sein.

Ostergottesdienst mal anders! Die evangelische Kirchengemeinde Kirn hat schnell und prompt auf die Corona-Krise und die Folgen reagiert. Bekanntlich wurden Gottesdienste abgesagt und Kirchen geschlossen. Wer die Ostergottesdienste dennoch mitverfolgen wollte, konnte das per Livestreams bequem von zu Hause aus tun. Die wurden zuvor aufgezeichnet. Internet macht‘s möglich. Ein Service, der sicherlich angekommen sein dürfte. Die evangelische Kirchengemeinde Kirn präsentierte sich diesbezüglich am Puls der Zeit – auch die Osteraktion betreffend. Typische Kerzen mit entsprechenden Grüßen wurden in verschiedenen Geschäften zur Mitnahme ausgelegt. Insgesamt gelungene Aktionen. Lob dafür!