Über Besuchsverbot Kirner Krankenhaus, Statistiken, Politiker-Schecks, Wohnmobil-Plätze, Emsix und Little Joe, SPD-Rassismus-Ansichten, Schwimmbad…

Warum dürfen die Patienten im Klinikum Idar-Oberstein Besuch empfangen und in Kirn nicht? Berechtigte Frage, oder nicht? Die müssen draußen bleiben. Dabei zählt das Krankenhaus am Rande der Stadt zu den eher kleineren Häusern, wo sich Besucherströme in Corona-Zeiten doch viel besser leiten lassen. Logisch, dass sich Besucher dabei an klare Regeln halten müssten. Alles eine Frage der Organisation und des guten Willens. Ein generelles Besuchsverbot ist längst aufgehoben. Also, worauf noch warten? Hat die Diakonie kein Ohr für die Bedürfnisse ihrer Patienten? Wer verzichtet in schweren Stunden schon gerne auf die Nähe seiner Liebsten? Mangelt es bei den Entscheidungsträgern in Bad Kreuznach etwa an Tatkraft? Von der Hand zu weisen ist diese steile These jedenfalls nicht. Mal ehrlich, was Idar-Oberstein recht ist, sollte Kirn billig sein. Von daher startet der Blog jetzt mal eine Kampagne pro Patienten-Besuch für das Kirner Krankenhaus. Wer macht mit?

Apropos Kirner Krankenhaus! Zeit für eine Analyse der Sorte „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“! Unter der Woche wurden alte Zeitungsartikel mit Statistiken aus 1980 veröffentlicht. Damals hielt das Kirner Krankenhaus 156 Betten, bei einer Auslastung von 80 Prozent, vor. Heute wäre man froh über halb so gute Prognosen. Vergleichen wir den Personalschlüssel: Auf 2,95 Betten kam eine Schwester, die sich kümmerte. Heute versorgt die nicht nur ein Zimmer, vielmehr eine ganze Station. Wahnsinn, wie sich die Philosophie über die Jahre hinweg veränderte. Während früher der Patient mehr in den Mittelpunkt gerückt wurde, zählen heute mehr Profit und Wirtschaftlichkeit. Die Bürokraten haben die Macht. Da bleiben die Patienten auf der Strecke. LEIDER! Die guten alten Zeiten kommen nicht wieder, selbst wenn man von dem Wirtschaftlichkeits-Gedanken nach Ende der Corona-Krise etwas abrücken würde. Insgesamt bleiben eher die schlechten Zeiten. Jammern auf hohem Niveau? Ein wenig! Über alledem schwebt natürlich immer die Tatsache, dass das deutsche Gesundheitssystem das Beste der Welt ist.

Frohe Botschaften bringen die Politiker immer persönlich vorbei. Sie wissen schon, wegen der schönen Bildchen bei den Scheckübergaben sowie den Lobeshymnen in den Zeitungen danach. Die lassen sich immer wieder gerne für das „Land-Förderspiel“ vor den Karren spannen. Aktuell und üppig, wie es die Gönner gerne mögen. Nun ist es SPD-Größe Dr. Dennis Alt, der über die Dörfer tingelt, um in Weihnachtsmann-Manier Gelder zu verteilen. Gleich zwei Schecks hatte der an die Orstbürgermeister in Becherbach und Hennweiler, für bauliche Projekte, zu übergeben. Natürlich hätte man Zusagen für die jeweiligen Beträge mündlich am Telefon bestätigen oder mit der Post schicken können, aber dann wäre der öffentliche Show-Auftritt mit Tamtam, Pressefoto, Händeschütteln und roter Mappe futsch gewesen. Politiker, insbesondere die in Verantwortung im fernen Mainz, sonnen sich halt gerne bei solchen Anlässen und fahren dafür auch mal durchs Ländle. „Schaut her, was wir für Euch alles Gutes tun,“ schallt die Botschaft ins Kirner Land hinaus. Weiter: „Jeder soll wissen, dass die Landesregierung an der Seite der Menschen steht.“ Stets im Hinterkopf der Überbringer ist ein nicht zu unterschätzender Werbe-Faktor für kommende Wahlen. Fällt der mündige Bürger darauf wirklich herein? Wohl kaum! Eher die kommunalen Politiker-Größen, die mehr oder weniger gute Miene zum bösen Spiel machen und sich in aller Demut artig bedanken. Ohne einen „Kniefall“ läuft man Gefahr, bei zukünftigen Anträgen herunterzufallen. Die Abhängigkeit lassen sich die Mainzer Entscheider halt mit inszenierten Show-Auftritten bei Scheckübergaben inklusive bunten Pressebildchen bezahlen. Eine schier Endlos-Spirale.

Kirn hat ein Herz für Wohnmobile! Vielleicht kein so großes wie anderswo, aber immerhin. Jedenfalls ist der neu angelegte Platz für die fahrenden Häuser schmuck geworden. In einer ruhigen, aber dennoch zentralen Ecke, können einige Tagesbesucher hier andoggen. Geschützt und schattig, lässt es ich hier gut parken. Dass weder Strom, noch Wasser, noch Toiletten hier vorgehalten werden – geschenkt! Dafür ist der Platz auch nicht gedacht. Der soll Platz zum Abstellen bieten – passt! Kirn ist ja nicht Bad Sobernheim, wo Durchreisende einige Tage ihr Lager aufschlagen. Daher ist die Kirner Ausgabe mehr ein Angebot an Tagestouristen, das die sicherlich gerne annehmen werden. Vielleicht findet sich irgendwann ja mal eine andere Variante mit Komfort. Kommt Zeit kommt Stellplatz der Luxus-Klasse? Abwarten. Vorerst sollte der kleine aber feine Platz Kirner Ansprüchen genügen. Hauptsache es gibt einen.

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die SPD von einem Fettnäpfchen ins andere tappt, dann ist es der: „Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, die durch Maßnahmen der Inneren Führung erkannt und bekämpft werden müssen“, sagte die Co-Vorsitzende Saskia Eskens im Interview. Will heißen, unsere Polizei hat ein Rassismus-Problem! Wie sagte schon Forrest Gump: „Dumm ist der, der dummes tut“. Mit ihren Äußerungen diskreditiert sie insbesondere die Arbeit der Polizei. Völlig unnötige Debatte, die auch den letzten SPD-Anhänger kopfschüttelnd zurücklässt. Auch die im Kirner Land. Warum? Warum nur eine solche Diskussion vom Zaun brechen, fragt sich etwa Peter Christmann. Der Beigeordnete der Stadt Kirn – zumindest wird er als solcher auf der immer aktuell gehaltenen SPD-Homepage geführt – hat mit seinem Facebook-Kommentar massiv und mit deutlichen Worten gegen seine Vorsitzende gewettert. Zurecht! Guter Mann! Die Polizei pauschal in die Rassismus-Ecke anzusiedeln ist ja auch schlichtweg falsch. BASTA!  Was hätte wohl Kurt Beck seiner Parteikollegin geraten: „Können Sie mal das Maul halten, einfach nur das Maul halten“.

Emsix und Little Joe sind zwei Politiker, die trotz unterschiedlichem Parteibuch gemeinsam Spaß haben können. Ja, das geht. Der SPD-Vertreter war unter der Woche zu Gast in Kirn, um sich gemeinsam mit dem FDP-Bürgermeister Wirtschaftsfragen zu widmen. Konkret informierten sich beide über die Folgen der Corona-Krise in der Privatbrauerei. Irgendwie bezeichnend, das sich kein örtlicher SPD-Vertreter beim Termin blicken ließ. Warum? Warum haben die ihren Bundesvertreter ignoriert? Ist es nicht üblich, den zu unterstützen, wenn er schon mal Station im Kirner Land macht? Was ist da los? Peinlich SPD! Die Art und Weise der Behandlung, die Little Joe erfuhr, lässt tief blicken. Nicht einmal zu einem kleinen „Like“ auf seinem Facebook-Post sah sich die Basis imstande. Tiefer kannst du nicht sinken. Wahr ist, Weingarten wurde nicht flankiert und musste demzufolge als Einzelkämpfer in Kirn aufschlagen. Wahr ist aber auch, gerade weil seine Basisvertreter ihn im Stich ließen, hatte der Kerle Spaß!   

Zu guter Letzt noch eine Terminvorschau. Hop oder top? Wie wird sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch entscheiden? Wird der grünes Licht für das Jahnbad geben oder wird der das Saison-Aus beschließen. Letzteres schweren Herzens natürlich. Die Frage der Woche steht jetzt schon fest. Und sie wird beantwortet werden. Der Blog schaut mal in seine spezielle Glaskugel. Darin lässt sich der unbedingte Wille aller erblicken, es trotz aller nervigen Hygieneauflagen zu wagen, und dies, trotz aller Bedenken und zu erwartenden Mehrkosten. Und die Glaskugel des Blogs hat meistens recht mit ihren Prognosen. Die gilt als äußerst treffsicher.