Über alles Möller oder was, Baumpflanzaktion von Julia Klöckner, Brauerei-Philosophie, Blaue Brauerei, Schwimmbad-Aussichten, Maskenpflicht…

„Alles Möller oder was“? – Was wurde unter der Woche nicht alles gerätselt. Wer ist denn nun der ominöse Unbekannte, der sich bereiterklärte, für den Posten des Zweiten Beigeordneten zu kandidieren. Offiziell wurde zwar (noch) kein Name genannt, aber die Mehrheit ist sich darüber einig, dass es sich bei dem mutmaßlichen überparteilichen Heilsbringer nur um den EX-SIMONIANER Dirk Möller handeln kann. Ist das so? Nun, der entspricht so ziemlich als einziger Kandidat dem in der Zeitung abgebildeten Anforderungsprofil. Das war ja schon ziemlich konkret formuliert. Warum in Gottes Namen macht man um diese Personalie nur ein solches Geheimnis? Warum nur war man nicht der Lage, Ross und Reiter im gleichen Atemzug zu benennen. Beschädigt weder Person, noch Ansehen. Im übertragenen Sinne „nur Gucken, aber nicht anfassen“, geht gar nicht. Schade, der Kandidat ist augenscheinlich bei der Mehrheit des Stadtrates in Vorgesprächen durchgefallen. Wieso, weshalb, warum – darüber herrscht Stillschweigen. Stattdessen schickt die SPD einen eigenen Kandidaten ins Rennen, der wahrscheinlich von der CDU mitgetragen wird. Keine Überraschung! Eine Hand wäscht eben die andere, im Leben und vor allem in der Politik. Da kann der Möller noch so sehr von der Seitenlinie mit den Hufen scharren, ohne Mehrheit hat er keine Aussicht auf die „Regierungsbank“ eingewechselt zu werden. Wer hat‘s verbockt? Die SPD! Die lässt den Joker trotz Erfolgsgarantie auf der Bank versauern. Dabei hätte der bestimmt gestochen, oder besser, er hätte es möllern lassen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, hätten sich seine Ratschläge und sein Fachwissen bestimmt als hilfreich erwiesen. Politik aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten – passt! Bleibt zu hoffen, dass er sein ohne Zweifel vorhandenes Knowhow aus einer anderen Position heraus zur Verfügung stellen wird. Eher unwahrscheinlich. Größen der Marke Möller bieten sich nur einmal an und dann nie wieder. 

Heute ist der Tag des Baumes. Er wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Anlässlich dieser Bewusstseinsförderung kommt Julia Klöckner höchstpersönlich nach Kirn, um gegen 11 Uhr in der Sulzbacher Wässerung symbolisch einen Baum zu pflanzen. Klar, sollte ja auch jeder mal in seinem Leben gemacht haben. Einen großen Bahnhof darf es in Corona-Zeiten zwar nicht geben, aber ein kleiner Kreis von Besuchern sollte doch gehen. Egal, Joe Weingarten (SPD) gehört definitiv nicht dazu. Der wurde erst ein- und dann kurzfristig wieder ausgeladen. Joe ist sauer über diesen Korb. Ist auch nicht die feine Art. Viel angepisster müsste allerdings Frank Ensminger (FDP) reagieren. Der Bürgermeister weiß nämlich gar nichts von der Aktion. Der wurde weder dazu gebeten, noch informiert. Dabei kennt sich der Kerle von Haus aus richtig, richtig gut aus mit Baumpflanzungen. Ist doch seine Stadt und irgendwie dann wohl auch sein Baum, den die Landwirtschaftsministerin am Bürgermeister vorbei im Alleingang einbuddeln möchte. Da ist in der Kommunikation wohl einiges gewaltig schiefgegangen. Schämen Sie sich Frau Klöckner, einen Bürgermeister übergeht man nicht. Nicht so!

„Der Krise zum Trotz“! Die Kirner Privatbrauerei geht in die Offensive. Ab Mai kommen Sommerbier und Naturradler in den Handel. Neue Biere braucht das Land? Das ganze Land? Nein, nur die Region. Und dafür steht die Kirner Privatbrauerei mit ihrem guten Namen Pate! Das Rezeptbuch der Brauer ist bekannt für Ideenreichtum und Güte. Davon können wir Fans- und Verbraucher uns Jahr für Jahr aufs Neue überzeugen. TOP! Bisher haben die Joker aus der Rezeptküche noch immer gestochen. Werden sie auch dieses Mal – wetten? In schweren Zeiten zusammenstehen und mit Sicherheitsabstand zuprosten, das muss mehr denn je Programm sein. Wird noch ein Weilchen dauern, bis das Virus uns wieder echte Biertrinker-Nähe am Tresen erlaubt. Bis dahin sind Aktionen im Netz sowie eine Brauerei-Online-Betreuung mehr gefragt denn je. Die Bierclub-Familie will schließlich bei der Stange gehalten und mitgenommen werden. Dahingehend herrscht unterm Schornstein allerdings noch gewaltig Luft nach oben. Wahr ist, das Sortiment ist spitze. Wahr ist aber auch, Internetpräsenz sowie mediale Betreuung und Vermarktung der Brauerei – gerade im Hinblick auf den Bier-Club – kann mit der Qualität der Biere nicht im entferntesten Schritt halten. Dahingehend geht definitiv mehr. Viel mehr!

Brauerei in tiefes blau getaucht – das kam an. Was war das für ein Lichtspektakel zum Innehalten inmitten der Corona-Krise. Anstatt ausgelassen am Tresen den Tag des Deutschen Bieres in großer Gemeinschaft zu huldigen, war vereinzeltes stilles Gedenken im großen Abstand zu beobachten. Kein Ersatz für Biergenuss, aber eine symbolische Geste des Zusammenhaltes in schwierigen Zeiten. Bilder und Filme verbreiteten sich im Nu im Netz. Es wurde vereinzelt sogar darüber live berichtet. WOW! Ein wenig Gänsehautmoment war das schon, was sich da abspielte. Den einzufangen und abzubilden, sollte auch Auftrag der Brauerei sein. Man darf gespannt sein, inwieweit die in der Lage sein wird, den besonderen Tag auf ihrer Internetseite hochzuladen. Sind doch tolle Bilder, die da platziert werden könnten. Konjunktiv! Wie bereits oben erwähnt, hält die Brauerei so gar nichts von der Pflege ihrer eher antiquiert daherkommenden Homepage, geschweige denn neigt dazu, diese anzupassen und zu aktualisieren. Und wenn was kommt, dann entspringt das der Ideenschmiede von „Kirn aktiv“, konkret specialprint als deren Dienstleister.   

Hü oder Hot? Maskenpflicht „Ja“, Maskenpflicht „Nein“. Die Experten sind sich über Sinn und Unsinn einer verbindlichen Trageverpflichtung uneinig. Nach langem Hin und Her hat uns die Landesregierung eine Maskenpflicht in Teilen der Öffentlichkeit verordnet. Per Dekret! Wohl mehr aus Aktionismus-Gründen, denn Überzeugung. Egal, Masken oder Tuch in Geschäften sowie öffentlichen Verkehrsmitteln vor Mund und Nase zu tragen, schadet ja nicht. Stört nicht und beruhigt – zumindest manche. „Hauptsache mal drüber geschwätzt“, ist man da geneigt zu attestieren. Wo soll das Ganze noch hinführen? Im Idealfall zu niedrigen Ansteckungszahlen und zurück zur normalen Normalität. Die neue Normalität will keiner so wirklich. Was für ein Wortspiel! Man darf jedenfalls gespannt sein, wie die Masken-Pflicht in der Praxis überwacht wird. Keine Maske, kein Zutritt ins Geschäft? Wer überwacht, wer erteilt Verweise, wer ahndet Verstöße? Viel zu tun für die Angestellten der Geschäfte sowie auch den Ordnungsamtsmitarbeitern! Papperlapapp, die Menschen sind diszipliniert und werden brav ihre jeweiligen Varianten aufsetzen. Die Akzeptanz ist groß. Merke, Schutzmasken ersetzen nicht den Sicherheitsabstand! Der muss trotzdem gewahrt werden. Restzweifel bleiben, hoffentlich verspielen wir durch die Lockerungen nicht unseren Vorsprung! 

Sommer 2020 ohne Jahnbad? Es wäre der Supergau, wenn die Badesaison dem Coronavirus zum Opfer fiele. Dass Freibäder dieses Jahr komplett geschlossen bleiben, will man sich gar nicht ausmalen. Warum auch, mit Einschränkungen sollte eine Erfrischung im kühlen Nass dosiert möglich sein. Zugegeben, ungetrübten Badespaß dürfen die Besucher nicht erwarten. Doch besser mit Abstand schwimmen, als gar nicht. Blöd nur, dass Rutsche und Spaßbecken so gar nicht konform gehen mit möglichen Einschränkungen. Wäre es im Falle eines Falles nicht angezeigt, diese gleich ganz geschlossen zu halten. Wenn Öffnung, dann nur das große Schwimmer-Becken und mit gebotenen Regeln das Kinder-Plansch-Becken? Wie Schwimmbad und Corona vereinbar sind, darüber werden sich die Verantwortlichen sicherlich schon gewaltig das Hirn zermartern. Entsprechende Vorgaben dürften aus der Politik kommen. Es gilt abzuwägen. Wenn die Hausaufgaben zu umfangreich sein sollten, dann wäre es vielleicht sinnvoller, an die Saison gleich ganz einen Haken zu machen. Spart ja auch Geld. Eine abgespeckte Saison kann sich die VG nicht leisten. Man darf gespannt sein, ob und wie es kommt!