Tritt mit Wucht auf Euphorie-Bremse: Für Entwarnung zu früh!!!

Alles für den Erhalt des Krankenhauses

Ist die Protestbewegung schon am Ende bevor sie überhaupt angefangen hat? Schenkt man der neuerlichen Pressemitteilung von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthaler (SPD) glauben, dann ist der Standort garantiert. Wörtlich heißt es aus ihrem Ministerium: „Das Diakonie Krankenhaus Kirn ist für die flächendeckende Krankenhausversorgung unverzichtbar und muss deshalb dauerhaft erhalten bleiben“. Fehlt nur noch das obligatorische „Basta“, um das Thema endgültig abzuschließen. Doch Vorsicht beim Jubeln. Dieser könnte sich als verfrüht herausstellen.

Die auf Druck der SPD-Basis herausgehauenen Zeilen sind nichts anderes als eine gut gemeinte Absichtserklärung. Das Land erklärt sich bereit den Träger, durch sogenannte Sicherstellungszuschläge dauerhaft zu unterstützen. Mit anderen Worten, man pumpt Geld in die Diakonie. Nur was ist, wenn die nicht mehr will? Was ist, wenn die Diakonie sich komplett zurückzieht und den Standort in seiner jetzigen Form wie geplant aufgibt? Dann nützen auch die guten Worte und Moneten aus Mainz nichts. Dann ist Schluss. Ohne Träger, kein Krankenhausbetrieb. Von daher ist die Zusage aus Mainz zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung zu einem dauerhaften Erhalt, mehr aber auch nicht.

Komplette Entwarnung hört sich fürwahr anders an. Dann hätte es heißen müssen: „Egal was kommt, egal ob mit oder ohne Diakonie – das Kirner Krankenhaus bleibt auf jeden Fall und dann noch ein „Basta“ hinterher! Von daher, lasst uns gemeinsam auf die Euphorie-Bremse treten und den Protest heute mit voller Wucht anrollen. Und wie! Lautstark und nachhaltig. Der Patient Krankenhaus hat durch die neuerlichen Zusagen aus Mainz zwar die Intensivstation vorerst verlassen, ist aber noch lange nicht über den Berg. Dafür braucht es mehr, als nur ein paar schwammige Worte, sondern klare Zusagen und Formulierungen.