Live-Kochen war holprig und nicht gerade ein Quotenhit!

Man kann es in dürren Worten sagen: Das beste Menü des Wochenendes kommt aus der Show-Küche des Luxus-Ressorts BollAnts – SPA im Park – voll lecker. Zumindest dürfte es denen gemundet haben, die unserer Landrätin und dem Sternekoch über Livestream am Kochlöffel klebten. Das war schwer genug. Es ging alles viel zu schnell. Inwieweit das „Dickes-Kochstudio“ überhaupt zum Mitkochen animierte, sei mal dahingestellt. Da wurde kulinarisch nicht gekleckert, vielmehr geklotzt. Eingeladen wurde unter dem Motto „zusammenkochen, zusammenhalten – gemeinsam gegen einsam“. Setzen sechs, unter diesem Aspekt wurde das Thema verfehlt! Zusammenhalt geht anders.

Selbstinszenierung, Show-Veranstaltung, Wahlwerbung – um im Nachgang nur einige Schlagworte zu nennen. Nicht zu vergessen, die massive Werbetrommel für Hotel und Küche. Andere mögen das anders sehen, aber wenn man GEMEINSAM ins Schaufenster stellt, sollte keiner ausgenommen sein, schon gar nicht über den Geldbeutel. Sei’s drum, das „Show-Cooking ist Geschichte, die Küche wahrscheinlich jetzt wieder kalt und gewienert. Was ist geblieben von der Veranstaltung? Im Schnitt so um die 60 Follower. Zieht man diejenigen ab, die neugierig mal reinklickten, bleiben vielleicht etwas mehr als zwei Dutzend Mitköche übrig. Magere Quote, um nicht zu folgern unterirdisch! Der Blog hat sich immer mal wieder ein paar Live-Minuten gegeben. Sehr holpriger und kaum nachkochbarer Verlauf. Hopplahopp im Schweinsgalopp! Nein, der Brüller war das fürwahr nicht. So viel Aufwand für so wenig Resonanz. Wohlwollend formuliert war es ein netter Versuch. Bedeutet, dass ein Vorschlag oder eine Aktion total ungeeignet oder unpassend war und deshalb nichts bringt. Kurzum, die Botschaft ist misslungen. Mund abputzen, wenigstens scheint es geschmeckt zu haben.

Was anders tun? Alternativ hätte der es als ehrlicher und eher am Puls der Zeit gefunden, wenn der Sternekoch aus recht wenig ein Menü in drei Gängen zusammengestellt hätte. Etwa mit Lebensmitteln von der Tafel.  Aus dem „bescheidenen“ Sortiment was kochen und den Menschen damit zeigen, was man für leckere Gerichte fernab von erlesenen Zutaten auf den Teller zaubern kann. Für kleines Geld halt. Nicht in einer werbewirksamen Show-Küche zubereitet, vielmehr aus einer Schul- oder Einrichtungsküche in die heimischen vier Wände transportiert. Eine Spur bescheidener, allerdings nicht weniger lecker.