Steinbruch

Ein Segen für die Ortsgemeinde

Der Steinbruch am Eingangstor von Kirn produziert seit Jahrzehnten schon Materialien für die Bauindustrie. „Basalt-Schotter“ ohne Ende für das Unternehmen und „Pacht-Schotter“ ohne Ende für die Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun – so oder so ähnlich verteilt sich der Kuchen. Der Bruch, wie er im Volksmund genannt wird, klopft zwar optisch an die Haustür der Stadt Kirn an, gehört rein geografisch allerdings zu Hochstetten-Dhaun. Gut so, denn mit dem alljährlichen fetten Batzen Geld aus der Pacht lässt sich einiges bewerkstelligen. Nicht zuletzt deshalb wird das Dorf auch als „steinreich“ etikettiert. Meist von Neidern. Sei’s drum, Geld stinkt ja nicht.

Bis der Bruch erschöpft ist, dauert es noch eine ganze Weile. Tagtäglich herrscht hier rege Betriebsamkeit; derzeit mehr im hinteren Bereich des Abbaugebietes. Von der Straße aus kaum zu sehen, stößt man mittlerweile mehr in die Tiefe vor. Eine Kiesgrube im XXXL-Format, könnte man meinen. Überall im weiten Rund sind Tag für Tag Bagger am Werk: Gebohrt, geladen, abgekippt, zerkleinert, aufgeladen – immer das gleiche Bild einer Produktionskette, die läuft wie geschmiert. Staubwolken und Geräuschpegel komplettieren hier das Bild eines Steinbruches, der seit gefühlt einer Ewigkeit auf Hochtouren produziert.

Die einzelnen Arbeitsschritte sind stets gut aufeinander abgestimmt. Im Jahresdurchschnitt werden rund 3000 Tonnen Basalt-Gestein im Steinbruch pro Arbeitstag abgebaut und endverarbeitet. Derzeit wird 30 Meter unter dem Straßenniveau abgebaut. Anvisiert sind 100 Meter. Etwa 30 Jahre ist am Standort noch ein Abbau möglich. Stets beindruckt von der Vielfalt und den präzisen Abläufen im gesamten Areal zeigen sich Besuchergruppen. Hält der Bau-Boom weiterhin an, dann dürfte es den Mitarbeitern auch in diesem Jahr nicht langweilig werden.