Stand jetzt bleibt das Kirner Schwimmbad wohl geschlossen!

Die Würfel sind offenbar gefallen. Zumindest vorerst! Wenngleich die Presseerklärung aus dem Kreishaus recht schwammig verfasst ist und noch Hintertürchenoffen lässt, schaut es ganz danach aus, dass das Kirner Schwimmbad in diesem Jahr geschlossen bleibt. Wie bereits vermutet, sind die Forderungen des Landes-Hygienekonzept in dieser Form nicht darstellbar. Zumindest nicht so, dass Badevergnügen ohne Frustration garantiert ist. Wie wird sich die Verbandsgemeinde Kirner Land final entscheiden? Landrätin Bettina Dickes spricht sich zwischen den Zeilen gegen eine Öffnung der Schwimmbäder in ihrem Landkreis aus. Eine reine Empfehlung, denn die Entscheidung obliegt letztlich den Trägern der einzelnen Bäder.

Die saßen alle mit am Tisch in der gemeinsamen Gesprächsrunde. Es herrscht scheinbar Konsens in der Bewertung. Und sie alle spielen wohl jetzt auch auf Zeit, wollen in zwei Wochen die Situation neu bewerten. Insgeheim werden sie hoffen, dass das Land die Vorgaben entschärft. Doch eher friert im Sommer der Rhein zu! Zahlt sich diese Taktik am Ende aus? Wohl kaum! „In den Verbandsgemeinden Kirner Land, Nahe-Glan und Langenlonsheim-Stromberg sowie dem Bad Kreuznacher Stadtteil Bosenheim stünden aktuell die Zeichen eher auf „geschlossen halten“, reflektiert die Landrätin in der gemeinsamen Presseerklärung. Das ist schon mal eine klare Ansage. Kaum vorstellbar, dass Thomas Jung sich darüber hinwegsetzt und im Alleingang grünes Licht für einen sofortigen Badebetrieb nach Ende der Vorlaufzeit von vier Wochen erteilen wird.

Doch in Stein gemeißelt ist das nicht. Fürwahr, füllt man eine einfache Pro und Contra-Tabelle auf einem Blatt Papier mit Fakten, dann überwiegen die Argumente gegen eine Öffnung. Die Fülle von Hygieneauflagen ist einfach zu gewaltig. Hinzu kommen Personalaufwand und Mehrkosten. Wenn sich die Betreiber für eine Saison unter diesen Bedingungen aussprechen sollten, dann wäre das mehr eine Herzens-Entscheidung als eine aus Vernunft heraus gesteuerte. In den Kommunen spielt man auf Zeit, will wohl auch Druck auf Mainz ausüben. Bis zur endgültigen Entscheidung wird wohl noch viel Wasser die Nahe abwärts fließen. Doch die Zeit ist begrenzt. Im Juli muss man nicht mehr anfangen mit der Saison.