Neues vom Deichbau

So wird Hochwasserschutz zur Farce

Was für ein Armutszeugnis! Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass das SPD geführte Land Rheinland-Pfalz offenbar nicht fähig ist, zwingend notwendigen Hochwasserschutz zeitnah und kostensparend umzusetzen, dann muss man nur den Blick auf das Deichprojekt entlang der Nahe, zwischen Sportplatz und Hochstädten, richten. Da zeigt sich Politik- und Behördenversagen auf der ganzen Linie. Seit Jahren wird geplant, informiert und immer wieder verschoben. Gefühlt eine Ewigkeit zieht sich der Prozess schon hin.

Die Zeche für diese nicht nachvollziehbare Schlamperei zahlen jetzt die Bürger. Rund 500 Prozent Aufschlag auf die ursprüngliche Kalkulation, das raubt einem glatt den Atem.   Da haben bei der Prüfung und Bewertung Behörden und Politik ihre Hausaufgaben wohl nicht gemacht? Setzen sechs! Monatelanges In-der-Ecke-stehen als Selbstgeißelung für eigene Unfähigkeit, stünde allen Verantwortlichen jetzt gut zu Gesicht.

Noch besser, man würde den Versagern an den Geldbeutel gehen, und das nicht zu knapp. Aber die Befürchtung müssen die gut bezahlten Behördenleiter, Architekten und Ingenieure in den Landesbüros ja nicht haben. Im Gegenteil:  Das Beamtengehalt kommt weiterhin regelmäßig und pünktlich und die Arbeitsplatzgarantie für weitere Bauprojekte ist – egal, was für ein Bockmist auch verzapft wird – in Stein gemeißelt.

Konsequenzen? Fehlanzeige! Muss der Steuerzahler halt tiefer in die Tasche greifen. Wie immer eben, wenn in den Teppichbodenabteilungen der Amtsstuben Blinde gemeinsam mit Ahnungslosen Bauprojekte vorantreiben. Sorry, für diese harte Wortwahl. Wobei, blockieren träfe es besser. Selbst Knirpse im Sandkasten können besser planen und bauen.

Ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, folgt dann reflexartig ein kurzer Aufschrei bei den kommunalen Vertretern, um dann die Verteuerung zähneknirschend hinterher dann doch noch abzusegnen. So nach dem Motto „Hilft ja nichts, wenn wir uns jetzt verweigern“. Vielleicht doch? Zumindest sollte man im konkreten Fall den Versuch wagen, den Eigenanteil auf Ursprungs Größe herunterzuschrauben.

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