Liebe Frau Dickes, Kirner Rettungswache platzt seit Jahren schon aus allen Nähten…

Sorry, da muss der Blog mal brutal reingrätschen. Landrätin Bettina Dickes hat den Tag für sich zu einem der Rettungswachen erklärt. Sogleich postete sie auf Facebook nette Schnappschüsse mit dem folgenden Wortlaut dazu aus Bad Sobernheim. Heute ist mein Tag der Rettungswachen. Vieles hat sich im Arbeitsablauf einer Wache und auch in Bezug auf Anzahl und Größe der Fahrzeuge in den vergangenen Jahren geändert, und als Rettungsdienstbehörde stehen wir in der nächsten Zeit vor der Aufgabe, zu schauen, ob, wie und wo gebaut oder umgebaut werden muss. Es bleibt spannend“!  Und aus Kirn schreibt sie folgendes: Nachdem wir in Bad Sobernheim zwar fehlende Fahrzeughallen, aber gute Personalräume erleben konnten, ist hier alles wirklich sehr beengt! Stimmt Frau Dickes. In Kirn ist alles sehr beengt, und das schon seit Jahren. Wahr ist, solche Besuche sind Zeichen von Wertschätzung. Wahr ist aber auch, gerade in Kirn bräuchte es keine Worte, vielmehr Taten. Bereits 2016 sollte Abhilfe geschaffen werden. Doch die Enge ist geblieben. Das Urteil des zuständigen Kreisfeuerwehrinspektor – der unter dem Dach des Kreises angesiedelt ist – fiel vernichtend aus:

„Es gibt in Kirn zu wenig Räume, in denen sich die Rettungshelferbeispielsweise in Nacht- und Schichtdienst ausruhen könnten. Es fehle zudem an Lagerfläche und Umziehmöglichkeiten. Auch die sanitären Anlagen entsprechen nicht mehr heutigen Standards. Um- und Ausbau diene der Erweiterung und Modernisierung der Arbeits- und Sozialräume sowie der Fahrzeughalle, inklusive Toren, auch unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit. Zusammengefasst sah Kreisfeuerwehrinspektor Handlungsbedarf und zwar dringend, auch unter dem Aspekt, weil die Kirner Rettungswache nun auch als Lehrwache für Azubis genutzt werde. Mehr Personal, intensivere Nutzung, mehr administrative Arbeit, mehr Fahrzeuge – unter dem Strich brauche es mehr Platz, um einen geregelten Dauerbetrieb auch zukünftig passieren zu können“. DRK-Pressesprecher Philipp Köhler schlug in die gleiche Kerbe: „Wir brauchen insgesamt mehr Lagerkapazität, endlich eine sanitäre Trennung für Männer und Frauen, sowie ein extra Wachleiter-Büro“, so seine Bilanz in 2016.

Nun haben wir 2020 und passiert ist NICHTS!!! In einer Pressemitteilung in 2018 hieß es stattdessen: „Die Angelegenheit sei nicht am Stocken, sondern befinde sich weiter in einer sachgerechten Prüfung. Sind vier bis fünf Jahre Prüfung nicht genug? Man kann sich auch zu Tode prüfen. Und nun kommt die Landrätin an ihrem Tag der Rettungswachen nach Kirn, um festzustellen, dass es „zu eng ist“. Hallo, geht`s noch. Der Sachstand ist in Ihrem Haus doch schon seit Ewigkeiten bekannt. Längst wollten Sie Abhilfe geschaffen haben. Sie posten bunte Bildchen und werden für die auch noch gelikt und in Wahrheit schieben sie den längst fälligen Aus- und Umbau auf die lange Bank. Wie lange noch? Die hier arbeitenden brauchen und wollen keine Besuche und schon gar keine warmen Worte. Die wollen, dass es endlich losgeht, dass ihr Arbeitsplatz, der so eminent wichtig für die Allgemeinheit ist, ein guter ist. Einer, auf dem es sich gut arbeiten und ausruhen lässt. Denn die Ruhe zwischendurch brauchen gestresste Rettungssanitäter, damit sie im Ernstfall Höchstleitung bringen können.

Frau Dickes, handeln Sie endlich. Lassen Sie die Prüfungsphase endlich hinter sich und treten Sie ein in die Planungsphase. Gerade in Zeiten des schwächelnden Krankenhauses wäre die längst fällige Baumaßnahme auch ein positives Signal. Kommen Sie Ihrem Auftrag endlich nach. Und zum Richtfest dürfen sie dann auch wieder von ihrem besuch bunte Bildchen posten. Und auch der Blog www.hochstetten-dhaun- wird Sie dann liken und für den Ausbau loben.