Langgewann Hochstädten

Baugebiet Unter dem Flurweg Langgewann

Wie steht es doch immer so logisch und erfrischend in SPD-Wahlprogrammen vor jeder Kommunalwahl: „Wir binden die Fachkompetenz unserer Ortsgemeinderats-Mitglieder bei wichtigen Entscheidungen mit ein“. Nicht immer! Was hat sich der ausgewiesene Bau-Experte Hans-Jürgen Bauer den Mund fusselig geredet, als er dafür warb, den Kanal im Baugebiet „Unter dem Flurweg- Langgewann“ in Richtung Nahe zu verlegen. Seine Fachkompetenz stieß seinerzeit jedoch auf taube Ohren. Das Ergebnis: Die Rohre laufen in die falsche Richtung. Punkt! Folglich mussten die Bauplätze links und rechts der Sackgasse von den Bauherren massiv aufgefüllt werden, um Straßenniveau zu erreichen. Unnötige Mehrkosten, die von vornherein hätten eingespart werden können.

Diese Art von vermeidbaren Höhenunterschieden sind weder sinnvoll, noch so ohne weiteres im Bau-Budget einkalkuliert. In dieser Konstellation müssen Bauherrn zum Teil meterhohe zusätzliche Aufschüttungen vornehmen. Die sind aber zwingend notwendig, um das jetzt erhöhte Straßenniveau überhaupt erreichen zu können. Was so etwas kostet, davon wissen die Bauherren der vorderen Plätze ein Liedchen zu singen, wenngleich deren Maßnahmen bei weitem nicht so gravierend ausfielen, wie das bei den beiden letzten, noch unbebauten Flächen der Fall wäre.

Unverständlich, dass man sehenden Auges so einen Bockmist verzapfte. Die Warnungen wurden im Vorfeld ausgesprochen, jedoch ignoriert. Die Ortsgemeinde wies sechs Plätze aus. Auf zwei wird sie wohl oder übel sitzenbleiben. Wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleinstag.  Naja, vielleicht erbarmt sich irgendwann ja doch einer. Wie heißt es doch im Volksmund. „Jeden Tag steht ein Depp auf“. In Zahlen ausgedrückt, kommt da ein hübsches Sümmchen zusammen, das man wohl oder übel wird abschreiben müssen.

Langgewann III. Baustraße, hier ist der Höhenunterschied nicht so gravierend. Erste Bauherren stehen schon in den Startlöchern.

Dass es auch anders geht, beweist die weitere Erschließung Richtung Martinstein. Wieder eine Sackgasse nach links Richtung Nahe. Doch anders als im ersten Feld, wurde hier der Kanal Richtung nahe verlegt. Es sind zwar noch immer Aufschüttungen notwendig, doch sind die weitaus weniger gravierend und kostenintensiv. Es geht doch. Letztlich hat sich der gesunde Menschenverstand dann wohl doch noch durchgesetzt. Oder erlangte man nur zu einer späten Erkenntnis, wonach der gut gemeinte Rat eines Fachmannes – noch dazu einer aus den eigenen Reihen – hilfreich sein kann?

Die unteren beiden sind noch zu haben. Lage sehr schön, aber mit zu viel Höhenunterschied.