Entweder – oder! Tag der Entscheidung in der Krankenhaus-Angelegenheit am Dienstag?

Hört, hört! Am kommenden Dienstag stecken Krankenkassenvertreter und Diakonie-Vorstände also die Köpfe zusammen. In einem Gipfelgespräch soll ausgelotet werden, ob sie das Krankenhaus in der jetzigen Form entweder weiter erhalten können oder wollen. „Was denn sonst, das Krankenhaus ist alternativlos“, ist man angesichts der Ankündigung geneigt herauszuschreien. Hopp oder top? Entweder – oder! Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt? Wird der 24. November in die Geschichte des Kirner Landes eingehen? Möglich! Die Stiftung kreuznacher diakonie hat grünes Licht aus Mainz für die Auszahlung des Sicherstellungszuschlages bekommen. Schnee von gestern! Die Ampel wurde nämlich schon seit längerer Zeit auf „go“ geschaltet. Den „Befehl“ hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler angeordnet und niedergeschrieben. Die Rahmenbedingungen von der Politik sind demnach save.

Blöd nur, dass die Krankenkassen sich bockig zeigen. Trotzig wollen die der Weisung einfach nicht Folge leisten. Die haben ganz andere Pläne. Ausgerechnet in dieser eher düsteren Stimmungslage muss die Diakonie mit deren Vertretern die Höhe des Zuschlages neu verhandeln. Ob das in Harmonie geschehen kann? Wohl kaum! Die Ministerin hält sich dahingehend raus. In die Höhle des Löwen traut die sich nicht hinein. Finde den Fehler? Müsste die First-Gesundheitsmanagerin des Landes nicht moderierend mit am Tisch sitzen beziehungsweise zugeschaltet sein? Das wäre doch mal ein Zeichen unbedingtem Willens aus dem Ministerium.

Findet die Hängepartie ein schnelles Ende? Werden am Dienstag Nägel mit Köpfen gemacht? Wird man sich final einigen? Die Stiftung wird gewiss Druck auf die Krankenkassen aufbauen. Was bleibt ihr übrig? Drohgebärden? Wird aber auch Zeit, dass die politischen Zusagen sich endlich auch auf deren Konten zeigen. Die braucht die Kohle, um die kostendeckende Finanzierung des Krankenhauses nachhaltig und dauerhaft zu sichern. Ohne Moos, nix los – wie im Leben so im Krankenhausalltag.  

Wäre doch super, wenn der Blog nach dem Treffen eine Einigung forever vermelden könnte. Die Krankenkasse muss nur ein Angebot unterbreiten, das die Diakonie nicht ablehnen kann. Bingo! Klingt einfach, ist es aber nicht. Nun muss man wissen, dass beide Parteien tief im Innern kein Interesse am Fortbestand des Kirner Krankenhauses haben. Da werden keine Liebessbeziehungen verhandelt. Im Gegenteil! Was, wenn beide einen Deal aushandeln, der das schnelle beziehungsweise schleichende Aus besiegelt. Ein solches Vorgehen hätte das Kirner Land und die Menschen, die ihre Anlaufstelle in Gesundheitsangelegenheiten schätzen und lieben gelernt haben, nicht verdient. Zusammengefasst, die Skepsis bleibt. Der Blog will dem Braten nicht trauen.