Kirner Jahnbad in Corona-Sorge? Fällt die Saison aus?

Im Kirner Freibad dürfte zurzeit kräftig gearbeitet werden. Schließlich steht die Saison vor der Tür. Kurzum, alle bereiten sich auf die kommende Badesaison vor. Aber niemand weiß jetzt so ganz genau, Stand Mitte April, ob und wann das Spaßbad öffnen darf. Könnte die Saison gar ganz ausgesetzt werden? Von der Hand zu weisen ist das nicht. An manchen Badetagen herrscht Volksfeststimmung. Und Volksfeste, das wissen wir jetzt, sind bis Ende August verboten. Keine Frage, es herrscht (noch) große Ungewissheit. Wird es in diesem Sommer ungetrübten Badespaß dicht an dicht in den Becken sowie Handtuch an Handtuch auf der Liegewiese geben? Wohl kaum! Gemäß Aussagen von VG-Bürgermeister Thomas Jung sollen die Vorbereitungen auf die Schwimmbadsaison weiterlaufen. Optimismus pur – passt. Bestenfalls, so Jung, soll das Planschen im Wasser für den einen oder anderen als Urlaubsersatz dienen.

Bleibt nur die Fragen nach dem „Wie“ und „Wann“! Und wenn geöffnet wird, dann wird es sicherlich ein anderer Badebetrieb sein als gewohnt. Man muss kein Prophet sein, um diesbezüglich allgemeinhin verordnete Einschränkungen aus der Politik vorhersagen zu können. Weit über 1000 Badegäste pro Tag waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Gerade in heißen Phasen, ist das Jahnbad mit seinem Erlebnischarakter Anziehungspunkt für die Menschen im Kirner Land und weit darüber hinaus. Das Bad erfüllt vielfältige Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge. In Zeiten von Corona ist jedoch alles anders.

Es wird Einschränkungen geben. Die erfordern Disziplin. Inwieweit man die einhalten wird können, darf angesichts des zu erwartenden hohen Kinderanteils an den Nachmittagen oder den Ferien bezweifelt werden. Kein Probleme dürfte es geben, wenn die Stammgäste am frühen Morgen ihre Bahnen ziehen. Trotz alledem, Abkühlung im erfrischenden Nass, sollte gemäßigt möglich sein.  Mit einer Begrenzung der Besucherzahl erscheint es möglich, die Abstandsregeln einzuhalten. Ohne Sicherheitsdienst dürfte es gerade an heißen Tagen am Eingang allerdings nicht funktionieren. Fazit: Mit zusätzlichen organisatorischen Regelungen für den Betrieb, könnte Badespaß unter Auflagen möglich sein. In ein paar Wochen wissen wir mehr. Dass Anfang Mai geöffnet wird, darf bezweifelt werden.

Einnahmeverluste wird es sicher geben. Weniger Gäste ist gleichzusetzen mit weniger Einnahmen, und dies, bei gleichem Aufwand. Keine leichte Aufgabe erwarten Stadtwerke und Personal. Man darf gespannt sein, wie ein geregelter Alltagsbetrieb in Zeiten von Corona aufgebaut werden kann. Und man darf gespannt sein, wie viele Besucher zeitgleich das Schwimmbad werden aufsuchen können. Dafür braucht es zunächst einmal grünes Licht von ganz oben und eine Handlungsanordnung. Die in die Praxis umzusetzen, wird dann Aufgabe der Stadtwerke werden.