Kein Wahl-Hokuspokus! Ensminger bekam nahezu vorhergesagte Prozentzahl!

WOW! Die Stadt Kirn wird fortan von einem Freien Demokraten geführt. Frank Ensminger gewann am Sonntagabend die Wahl zum ehrenamtlichen Bürgermeister. Er setzte sich gegen seine Kontrahentin Christa Hermes (CDU) durch. Ensminger kam auf 58,1 Prozent der Stimmen, Hermes erzielte 41,9. Wer hat’s erfunden? Wer hat’s vorhergesagt? Nun der Blog prognostizierte in einem seiner letzten Artikel einen Erdrutschsieg von „Emsix“ mit 58,3 Prozent voraus. Zugegeben an der Abweichung von „satten“ zwei Zehntel wird der arbeiten müssen. Den eigenen Ansprüchen Hinterherhinken geht gar nicht. Daher hat der sich Nachjustieren für die nächste Wahl als Hausaufgabe auferlegt. Im Ernst, soll mal noch einer behaupten, die Prognosen aus Hochstetten-Dhaun träfen nicht mitten ins Schwarze. Trotz gebotener Demut und Bescheidenheit, ein wenig Selbstlob muss an dieser Stelle erlaubt sein. Erst Thomas Jung, nun Ensminger, keine Frage, der Blog hat ein feines Gespür für Entwicklungen und Stimmungen rund um das regionale politische Parkett entwickelt. Den kann man buchen!!! Die Kirner wollten einen Kirner an der Spitze des Rathauses. Einen Sympathieträger, der einem stets auf Augenhöhe begegnet, einer an dem man sich orientieren kann. Sein Ergebnis ist ein Vertrauensvorschub im XXXXL-Format. Was gibt es sonst noch zu erwähnen, so kurz nach der Wahl?

CDU und SPD haben ins Klo gegriffen. Christa Hermes half auch das harmonische Bildchen mit der Landrätin auf den letzten Drücker nicht viel. Die spontane Wahlkampfhilfe aus Bad Kreuznach verpuffte. Aber sowas von! „Ratschläge sind auch Schläge“ – so lautet das Sprichwort. Besonders die ungebetenen braucht kein Mensch. Sie werden oft als Grenzverletzung, als ein Eindringen in die Privatsphäre empfunden. Grundsätzlich gilt, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, scheint in ihnen immer auch ein leiser Vorwurf, ein Tadel mitzuschwingen. Was die arg gebeutelte CDU jetzt als letztes benötigt sind eben diese guten Ratschläge, schon gar nicht welche vom Blog. Wie immer, hält der so gar nichts von gebotener Zurückhaltung und legt mal ganz zart die Finger in die offene Wunde. Das Wichtigste vorneweg: Viel falsch hat Christa Hermes nicht gemacht. Sie hat solide und geräuschlos die Stadt geführt. Nachteil: Den Vorsprung im Bekanntheitsgrad konnte sie nicht kompensieren. Wie auch, „Ensminger ist bekannt wie der viel zitierte bunte Hund. Der Kirner Bub verfügt über ein städtisches Netzwerk und er ist beliebt. Gewiss ein Fehler war die Aktion roter Würfel. Der Lapsus hat Stimmen gekostet. Sich heutzutage von der SPD unterstützen zu lassen, ist mehr Makel als Hilfe. Nun, 30 Prozent Wahlbeteiligung ist zwar nicht der Brüller, aber ganz so schlecht ist die Zahl auch nicht. Viel mehr, hätten auch ohne das Virus nicht den Weg in die Wahllokale gefunden.