Nuschel-Orakel

Was erwartet uns in 2019

Was hält 2019 für uns bereit

Gibt es schon jetzt eine Antwort auf die wirklich wichtigen Fragen? Wüssten wir nicht alle liebend gerne, was das neue Jahr so alles an Überraschungen parat hält? Gummibärchen-Orakel, Kaffeesatzleser und Kartenleger – sie alle wagen jetzt eine Prognose. Gemeinsam hat die komplette Branche den Blick auf Hochstetten-Dhaun gerichtet. Und wie! SWR3 hat für die vage Vorhersehung extra sein „Nuschel-Orakel“ als Sprecher zur Verfügung gestellt. Grob analysiert nuschelt das ein „weiter so“. Gähn, nur langweilig!

Fangen wir bei den Baustellen an. Was siehst Du liebes Nuschel-Orakel?

Nuschel-Orakel: Nix neues auf den Baustellen. Es wird wohl weiter an allen Enden und Ecken fleißig weitergewerkelt werden. Halt, nur auf der Trasse der Ortsumfahrung. Hat aber auch was Gutes. Ich prophezeie einen Sonderpreis für die Ortsgemeinde. Ja, ich sehe es ganz deutlich. Beim 2019 erstmals ausgetragen Wettbewerb „Unser Dorf soll „nicht“ schöner werden“ winkt ein vorderer Platz in der Kategorie Verschandelung der Natur durch Straßen-Baumaßnahme. Ich sehe das Dorf auf dem Treppchen. Auch der Titel ist drin. Der Preis wird im Sommer in Mainz vergeben. In der Laudatio des Innenministers wird es heißen: „Hochstetten-Dhaun verliert durch die Umfahrung B 41 zwar an nicht vorhandenem Charme, aber wenigstens wird es nach Abschluss komplett geräuschlos im Dorf werden.“ Wenn der sich mal nicht irrt, der Gute.

Ohweh! Und was passiert so alles auf der politischen Bühne? Was tut sich in den Wahlkabinen bei den Kommunalwahlen?

Nuschel-Orakel: Nun, ich sehe wieder einen alten Bekannten an der Spitze nach den Kommunalwahlen. Und auch Drumherum tut sich nicht sonderlich viel. Läuft ja irgendwie auch alles in geordneten Bahnen. Warum daran was ändern? Mal ehrlich, den meisten Menschen ist es mehr oder weniger egal, auch wenn es mal nicht so astrein läuft. „War doch schon immer so“, unterstellt man den Politikern von Haus aus ein gewisses Maß an Unanständigkeit.

Wie, kein neues Gesicht auf dem Bürgermeister-Stuhl?

Nuschel-Orakel: Beim besten Willen, ich sehe keins. Der Silberrücken bleibt im Chefsessel kleben. Pattex-Syndrom! Angeknockt ist eben nicht Ausgeknockt. Aber mal ehrlich, fehlen ja irgendwie auch die Gegenvorschläge aus den Reihen von CDU und Freien Wählern. Wie auch, meiner Prognose nach haben die liebe Mühe ihre Listen zu füllen geschweige denn können beide Fraktionen Vorturner ins Schaufenster stellen. Doch besser schlecht mit dem Amtsinhaber regieren, als gar nicht regieren. Wo habe ich den Spruch in abgewandelter Form nur aufgeschnappt. Egal, die Wähler haben am 26. Mai keine echte Alternative. Naja, ein „nein“ wäre immerhin möglich, aber wahrscheinlich nicht klug.

Trübe Aussichten also. Bietet die Glaskugel so gar nichts an Erhellendem?

Nuschel-Orakel: Nun, der neue Arzt wird sich weiter etablieren. Der Winter wird kurz, das Frühjahr nass und der Sommer herrlich warm. Das Romantische Gartenfest schreibt seine Erfolgsgeschichte weiter fort und auch die anderen kleinen Highlights im Veranstaltungskalender tragen zur Belebung bei. Die Spvgg startet in der Rückrunde eine furiose Aufholjagd, verpasst aber im Aufstiegsspiel den Sprung in die A-Klasse um Haaresbreite. Die Feuerwehr erfährt einen Zuwachs von Aktiven. Frisches Blut wird denen guttun, jetzt, wo der neue Wagen wieder wasserdicht ist.

Stichwort alte Grundschule?

Nuschel-Orakel: Oha, da sehe ich schwarz. Kein Baustart in 2019 und auch nicht in 2020. Weiter kann ich nicht sehen. Der Investor setzt halt andere Prioritäten. Moment, es gebe da eine schnellere Lösung. Der Herr Bürgermeister kauft das Anwesen und die Ortsgemeinde saniert es nach dem Erfolgsmodell „Arzt-Praxis“ mit Steuermitteln. Ganz einfach. Sozusagen Win-win-Situation. Aber lassen wir die Spitzfindigkeiten so kurz nach Weihnachten.

Zu guter Letzt noch Dein Eindruck zu den VG-Wahlen im Herbst. Wer macht das Rennen?

Nuschel-Orakel: Die Frage ist doch vielmehr, wer kandidiert. Wen schickt die SPD ins Rennen? Schwierig. Sehr schwierig. Wie man hört, knistert es ja schon im Gebälk in der Zusammenlegung zwischen Stadt- und Gemeindeverband. Ich glaube, die Roten verzichten auf einen eigenen Kandidaten und unterstützen den TJ. Ihr wisst doch, dass ist der Tausendsassa und Sympathieträger von der Höhe. Wäre nicht der erste Polizist, der sich im großen Haifischbecken der Politik versucht. Gut, dass er auf langjährige Kampferfahrung zurückgreifen kann. Er könnte das wuppen. Es braucht aber auch genauso einen frischen Wind, um den Mief mal so richtig durchzulüften. Die anderen Parteien grübeln noch. Glaube aber, die Wähler aus Kirn und Kirn-Land werden vor einer richtigen Wahl, mit mehreren Kandidaten, stehen. Warten wir es einfach ab.