Hochwasserschutz

Umsetzung 2019???

Hochwasserschutzmaßnahmen an der Nahe – speziell der Uferbereich Hochstetten-Dhaun – sind schon seit Jahren Dauerthema. Wie diese in die Landschaft installiert und funktionieren sollen, erklärten Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) schon 2013 im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Haus „Horbach“ in Hochstädten. Das Planfeststellungsverfahren sollte noch im gleichen Jahr eingeleitet werden. Mit der Umsetzung sollte 2014 begonnen werden. Das ist jetzt fünf Jahre her. Noch wurde kein Kubikmeter Erde bewegt. Dauert halt immer etwas länger. In diesem Jahr soll es dann endlich losgehen. Zumindest deutet alles auf einen baldigen Start hin.

Was wird gemacht?

Beginnend an der Nahebrücke der Bundesstraße 41 flussabwärts bis zur Nahebrücke Hochstädten sollen die Deiche rechts und links erneuert beziehungsweise unterbrochen oder verlegt werden. Ursächlich für die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes unter Berücksichtigung von Umweltschutzvorgaben sind zwei wesentliche Aspekte: Die bereits bestehenden Deiche beiderseits der Nahe sind zum einen zu niedrig und zum anderen sanierungsbedürftig. Der bestehende Deich zwischen dem Ortsteil Hochstädten und den Sportanlagen schützt derzeit die dahinterliegenden Acker-und Wiesenflächen. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht besteht dafür jedoch kein Bedarf mehr. Der Teilabschnitt an der Naheschleife wird daher zurückgebaut und renaturisiert. Die Nahe erfährt dort auf 420 Meter Länge einen zusätzlichen Seitenarm, der durch eine kleine Insel vom Nahe-Bett getrennt werden soll. Die Fläche bietet reichlich Raum für Gestaltung, etwa für ein Naherholungsgebiet. Durch den Wegfall des Deiches ist es erforderlich, Hochstädten und die Sportanlagen durch zwei neue Querdeiche zu schützen. Im Zuge dieser Maßnahme wird sichergestellt, dass der Wiesbach als Zufluss zur Nahe auch bei auftretendem Hochwasser keine Gefahr mehr durch Rückfluss darstellen kann.

Weiterhin ist die Sanierung des linksseitigen Nahedammes auf einer Länge von 640 Metern zum Schutze des Gewerbegebietes vorgesehen. Die Krone der bestehenden Deiche liegt derzeit 50 bis 110 Zentimeter unter dem geplanten Niveau der neuen Anlagen. Nach Einschätzung der SGD würden die Dämme in ihrem jetzigen Zustand bei einem statistisch alle 25 Jahre erwarteten – extremen Hochwasser überströmt. Daher sollen die beiden Deiche zum Schutz der Ortslagen ausgebaut und anhand der neuen Berechnungen eines Jahrhunderthochwassers stellenweise bis zu 110 Zentimeter erhöht werden. Zusammengefasst bedeute dies, dass die Deiche vom Flussufer ausgehend zunächst abgetragen und unterspülungssicher wieder völlig neu aufgeschüttet werden müssen. Vielleicht noch in diesem Jahr.