Hochstetten

Der Blog als Sprachrohr: Die Spielplatz-Erfahrung von Opa Heribert und seiner Enkelin Clara!

Was unternimmt der Opa, wenn die Enkelin aus der Stadt zu Besuch kommt? Natürlich, er geht mit ihr auf den Spielplatz. Doof nur, wenn der Opa in Hochstetten zu Hause ist und die Spielfläche gleich um die Ecke nicht gerade einen einladenden Ruf genießt. Das wusste der Neubürger allerdings nicht. Also nimmt Opa Heribert seine fünfjährige Prinzessin Clara nichtsahnend an der Hand, um mit ihr ein paar Abenteuer zwischen Spielgeräten und Sandkiste anzustreben. Doch schnell kehrte Ernüchterung ein. Abenteuer ja, aber anders als gedacht. Zerbrochene Flaschen, ungemähte Flächen, schmutziger Sand, defekte Geräte, gefährliche Holzsplitter – Opa Heribert macht nach einer schnellen Runde auf dem Absatz wieder kehrt. Mit ihm die Enkelin, die nicht wusste wie ihr geschah…

Bilderstrecke:

Sie war enttäuscht, der Opa entsetzt vom Zustand einer Spielfläche, die eher den Charme einer, so wörtlich, „heruntergekommenen Müllhalde“ versprüht, als einem einladenden Platz zum buddeln und spielen. Für ihn, als ehemaligen Eifeler Politiker auf kommunaler Ebene unverständlich, wie eine Ortsgemeinde es zulassen kann, dass eine Spielfläche derart verkommen und ungepflegt Kindern angeboten wird. Noch immer also das gleiche Bild? Schon im Frühjahr hatte der Blog nämlich im Rahmen eines Spielplatz-Testes den Zustand angeprangert. Nun hat sich ein Neubürger zu Wort gemeldet, was eine erneute Begutachtung rechtfertigt. Den Aussagen des Opas ist wenig hinzuzufügen.

Der Allgemein-Zustand ist nach wie vor unterirdisch, wenngleich die Sense augenscheinlich im Einsatz war. Zumindest wirkt die Fläche insgesamt aufgeräumt, was allerdings nicht über den miesen Allgemeinzustand hinwegtäuschen kann. „Für den Spielplatz sollte sich der Ortsgemeinderat schämen“, appelliert Opa Heribert an alle Verantwortlichen, schleunigst Abhilfe zu schaffen. Das soll ja auch in Angriff genommen werden. Zumindest steckt die Absicht dahinter. Nur wann genau? Schließlich sah es schon vor zwei Jahrzehnten hier exakt genauso aus. Passierts ist seither wenig bis nichts. Die lange Zeitspanne lässt Rückschlüsse auf die Wertschätzung einer Ortsgemeinde für ihren Nachwuchs zu. Welche, darüber darf jeder selbst urteilen. Opa Heribert hat sie jedenfalls für sich schon gezogen.

Bericht aus dem Test im März 2019

„Buddeln ohne Reue“ nenne ich meinen Spielplatztest. Anfangen will ich in Hochstetten. Ein Paradies für Kinder sieht sicherlich anders aus. Der große Spielplatz am Kindergarten hat bei meinem Spielplatztest unterirdisch abgeschnitten. Etliche Mängel und zunehmender Unterhaltungsstau trüben hier ausgelassene Spielfreude. Schon auf den ersten Blick wirkt die Spielfläche auf zwei Ebenen nicht sehr einladend. Die Spielgeräte sind in die Jahre gekommen. Der erste Eindruck bestätigt sich bei genauerem Hinschauen.

Schaukel, Rutsche und Wippe für kleine und größere Kinder stehen zwar nach einem Rütteltest noch recht sicher, sind aber dennoch erheblich überaltert. Die meisten Holzteile sind nicht nur ausgebleicht, sondern darüber hinaus an einigen Stellen morsch, abgesplittert und verwittert. Sogar lästige Splitterrungen, ja ganze ausgefranste Löcher bergen regelrechtes Verletzungspotenzial in sich. Unhaltbar, dieser Zustand.

Gleiches gilt für den Lattenzaun rund um das Gelände. Der Spruch „nicht mehr alle Latten am Zaun“, bekommt hier ein dazugehöriges Bild. Dazu, meterlange Lücken. Richtung Straße werden die zwar durch einen provisorischen Bauzaun aus verzinktem Metall geschlossen, allerdings strotzt der Flickenteppich insgesamt nicht gerade vor Sicherheitsgarantien.; von der Optik ganz zu schweigen. Abgesehen von ein paar Papierresten und wenigen Flaschen wirkt das gesamte Gelände, zumindest oberflächlich sauber, wenn auch der großflächige mit Unkraut durchzogene sandige Untergrund einen Hygienetest sicherlich nicht mit Glanz und Gloria bestehen würde. Im Gegenteil: In der Grube dürfte es vor Keimen nur so wimmeln.

Die Schaukel ist intakt, ebenso die Wippe und die beiden Federtiere. Sicher wirkt die Seiltechnik. Ein plus für den Spielplatz ist die Tatsache, dass er (noch) als solcher bezeichnet werden kann. Manko sind Attraktivität und Abwechslung. Welches Kind will sich schon auf alten Spielgeräten austoben? Spielgeräte, die mittlerweile Generationen überdauerten. Kein Charme, kein Flair, keine Attraktivität – so lautet mein Fazit. Wer diesem Platz etwas Positives abgewinnen kann, der möge sich bitte über die Kommentarfunktion melden. Ruhebänke gibt es zwar, allerdings sind die ebenso veraltet wie der Rest.

Zur Erinnerung: Wie erwähnt hatte der Ortsgemeinderat schon im Jahr 2000 die Absicht, die Spielfläche auf Vordermann zu bringen. Passiert ist nichts. Die Bilder von damals sind nahezu identisch mit denen von heute. Einziger Unterschied: Es fehlen mehr Latten im Zaun. Und da bin ich wieder bei der Eingangsfrage. Wie viel ist der Ortsgemeinde ein kinderfreundlicher Anstrich wert? Sind nicht Spielplätze ein Zeichen für eine kinderfreundliche Gemeinde? Zerreden, vertagen, prüfen – dabei bleibt es meist. Verlierer bei diesen Wertigkeiten sind natürlich die Kinder, weil die nach wie vor vorhandenen Mängel noch immer ein gefahrenfreies Spielen verhindern. Angesichts der mangelnden Attraktivität wird der Spielplatz kaum noch genutzt. Kinder sieht man hier eher selten. Warum sollten die auch kommen?

Spielplatzbericht vom 18. september 2019

Zeit für drastische Worte! Schlimmer geht’s nimmer – der Spruch aus dem Volksmund untermauert eine nicht mehr steigerungsfähige Negativität. Beispiel: Tiefer kann man als Ortsgemeinde nicht sinken, wenn man einen Spielplatz derart verkommen lässt. Sehenden Auges und das schon seit zwei Jahrzehnten. Und das Schlimmste daran, man lässt eine Benutzung sogar noch zu. Finde den Fehler? Will heißen, die Fläche ist für jedes Kind frei zugänglich, und dies, obwohl auf einzelnen Spielgeräten mittlerweile sogar Gefahrenherde lauern. Scharfkantig sind die freiliegenden Winkel-Eisen seitlich an der Rutsche und splitterhaft die Holzlatten darüber. Aber nicht nur dort. Auch entlang der Einfriedung sind nicht mehr alle Latten am Zaun.

Kurzum, Zustand und Anblick sind nur noch armselig, fast schon skandalös. Mehr noch: Der Grünschnitthaufen am Eingang wartet seit Monaten schon auf seine Entsorgung und Unterhaltungsstau entdeckt man auch im Grünstreifen und auf der gesamten unkrautdurchzogenen Fläche. Keine Frage, Hochstetten-Dhaun darf sich „rühmen“, für der verkommenensten Spielplatz weit und breit verantwortlich zu sein. Hochstetten-Dhaun vorn! Hut ab! Mehrfach hatte der Blog dieses Desaster in der mutmaßlich wohlhabendsten Ortsgemeinde unter dem Dach der VG schon angeprangert. Passiert ist nichts!!! Im Gegenteil: Der Verfall ist weiter fortgeschritten und die Pflege lässt mehr denn je zu wünschen übrig. Das Unkraut steht hoch, die Hecken sind verwildert, der Sand ein El-Dorado für Bakterien – „Buddeln ohne Reue“ ist hier schon lange nicht mehr möglich. Gilt für Spielplätze nicht auch die TÜV-Pflicht? Wenn ja, war ein Prüfer wohl lange nicht mehr hier aktiv.

Was ist zu tun? Die logische Konsequenz kann nur bedeuten, den Spielplatz dicht zu machen. Die Ortsgemeinde sollte die gleichen Absperrbaken, die jetzt links und rechts vor der morschen Brücke am Rentnerplatz stehen, auch vor den Eingängen des Spielplatzes aufstellen. Zum Wohl und zum Schutz der Kinder, scheint diese Maßnahme unumgänglich zu sein. Sorry, für diese über Jahre hinweg geduldete Verwahrlosung sollten sich alle ehemaligen und aktuellen Ortsgemeinderatsmitglieder in die Ecke stellen und schämen. Stundenlang! Stattdessen werden die sich mit dem Vorhaben einer beabsichtigten Neuanlegung zu rechtfertigen versuchen. Die Platte liegt aber schon seit 2003 auf. Wann wird das endlich sein? Soll bis dahin alles so bleiben wie es momentan ist? Ein, zwei, drei Jahre lang? Ohne Worte! Der Blog wird auch zukünftig ein Auge auf die Spielfläche werfen und gegebenenfalls weiter drastische Worte finden und auf seine Art Druck ausüben. Schließlich erreicht sein Geschreibsel eine Vielzahl von Lesern. Übertreibt der? Wohl kaum! Nehmt Euch die Zeit und urteilt selbst! Er kann aber auch loben, spätestens dann, wenn hier endlich mal Abhilfe geschaffen wird.

Defekter Zaun, schmutziger Untergrund.
verwildert, ungepflegt.
Sand unhygienisch…