Hangrutschgebiet II.

Die gerodete Fläche wird verfüllt

Ist wirklich Gefahr im Verzug, weil größere Hangrutschungen drohen? Offenbar herrscht im Kreishaus Alarmstimmung. Die Bauschuttdeponie bewegt sich weiter, was zu weiteren Verwerfungen, ja sogar zu potenziellen „Großrutschungen“, etwa bei Starkregen, führen kann. Wie muss man sich das im Extremfall vorstellen? Etwa so wie in Katastrophen-Filmen der Marke Hollywood? Man weiß ja nie was kommt! Jedenfalls macht der Kreis, jetzt auf ganz dringlich. Mit der Hangsicherung müsse man sofort beginnen, koste es was es wolle, heißt es in einem neuerlichen Pressebericht. Apropos Kosten, wer die trägt, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Kreis tritt zunächst in Vorlage, um dann weiter zu verhandeln.

Im Artikel heißt es zu der Maßnahme: „Der Hang kann entlastet werden, so die Gutachter, indem 25 000 Kubikmeter Material, das auf dem Gipfelplateau abgelagert wurde und das nun nach unten drückt, an den Fuß des Hangs verlagert wird.“ Werden letztlich mehrere Behörden sich an den Kosten beteiligen oder deutet sich eine alleinige Kostenübernahmepflicht für den Steinbruchbetreiber an? Angeblich existiert ein uraltes Papier, in dem die NHB bei der Verfüllung des ehemaligen Steinbruchs mit Bodenaushub und Bauschutt die alleinige Verantwortung für eventuelle Rutschungen versichert. Es bleibt spannend. Gut ist, dass ungeachtet der offenen Frage erst einmal mit der Maßnahme begonnen wird. Der Grünstreifen ist zumindest schon gerodet.