Großspender Bürkle-Stiftung

Dank der Großspenden kann jetzt saniert werden.

Auch in Finanzangelegenheiten ist die Katholische Kirche eine Erscheinung: Wie schafft es die wohl reichste Glaubensgemeinschaft weltweit nur immer wieder mit Spendenaufrufen auf offene Türen zu stoßen, und dies, obwohl man auf einem eigenen Geldspeicher sitzt, der Dagobert Duck vor Neid erblassen ließe. Nur mal als Beispiel: Wenn die gesamte Katholische Kirche ihr Füllhorn gießkannenartig über die Welt ausschütten würde, es gäbe von jetzt auf gleich keine Armut mehr. Diese Information haut der Blog nur mal so als vorstellbare Relation zum beträchtlichen Vermögen heraus, welches Rom und die vielen Bistümer weltweit horten und verwalten. Und auch das Bistum Trier bildet da keine Ausnahme.

Angesichts dieses Reichtums unter dem eigenen Dach, hatte sich der Blog schon mehrfach über die von Trier verordnete peinliche und heuchlerische Betteltour der Christen vor Ort ausgelassen. Das Bistum bezahlt nur die Hälfte der Kosten für die Sanierung der Kirche. Basta! Die andere, soll die Pfarreigemeinschaft über Spenden, frei nach dem Motto „seht zu wie ihr die Summe auftreibt“, beisteuern. Kaum zu glauben, dass diese himmelschreiende Methode tatsächlich funktioniert. Immer und immer wieder, jetzt auch in Kirn! Verträgt sich dieser, zumindest leicht anrüchige bischöfliche Denkansatz, überhaupt mit den eigenen christlichen Werten?

Die Vorgehensweise lässt einen jedenfalls sprachlos zurück. Keine Überraschung, dass die fehlenden 125 000 Euro nunmehr die Bürkle Stiftung beisteuert. Stellt sich die Frage, ob Spenden für superreiche Kirchen konform sind mit den eigenen Statuten? Der Blog hatte die „Bürkle-Geldpritze“ zwischen den Zeilen früherer Kommentare schon vorhergesagt und gleichzeitig gemahnt, einem Werben nicht nachzugeben. Wohlwissend, dass man sich letztlich doch erweichen lassen wird. Da hat das Bauchgefühl den Blog also doch nicht getäuscht. Man weiß ja schließlich um die Nähe und der kurzen Wege der Kirchen-Verantwortlichen zum Stiftungsrat.

Halten wir zugute, dass sich der die Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht haben dürfte. Denn, mit der Summe hätte man alternativ auch viele notleidende Familien oder soziale Projekte unterstützen können. Menschen, Vereine und Institutionen, die wirklich auf jeden Cent angewiesen sind. Es fällt wohl halt (noch) immer schwer, selbst einer skandaldurchzogenen Katholischen Kirche – mit Verweis auf das eigene Vermögen – eine Absage zu erteilen. In Trier werden sie sich jetzt auf die Schenkel klopfen vor Freude, weil das Ersparte unangetastet bleiben kann. Sitzt sich ja auch weicher und bequemer auf einem bischöflichen Stuhl, wenn der prall gefüllt ist. Die Kirchenoberen feilschen halt gerne um jeden Cent. Ja, nur so kommt man zu Millionen und Milliarden.