Menschen dicht an dicht: Gelten auf der Schülerkiesel andere Corona-Regeln?

Eine Szenerie, die so nicht sein sollte: Gestern, Donnerstag, am späten Nachmittag auf der Schülerkiesel. Die Sonne lacht, Temperaturen um die 20 Grad. Es ist mächtig viel Betrieb am Nahestrand. Ganze Horden von Müttern mit ihren Kindern liegen in zumeist größeren Gruppen beisammen auf der Liegewiese. Jugendliche tun es ihnen nach. Kinder tummeln sich im Wasser oder haben Spaß unter der Fontäne des Springbrunnens. Insgesamt mögen sich einhundert Menschen dicht an dicht versammelt haben – eher mehr. Es herrscht Sommer-Feeling. Doch irgendwas stimmt nicht an dem Idyll. Richtig, das Corona-Virus hat uns allen doch Abstandsregeln auferlegt. Von denen ist auf der Schülerkiesel nichts zu sehen. Es herrscht gelebte Nähe. Mehr noch: Mundschutz – Fehlanzeige. Eine gröbere Missachtung der Corona-Regeln kann es kaum geben. Wenn diese Momentaufnahme ein Vorgeschmack auf den Sommer ist, dann gute Nacht. Dann braucht es zwischen Kirn und der Siedlung über der Nahe eine Pendelstreife von Ordnungsdiensten und zwar dauerhaft. Vernunft – Pustekuchen. Im Gegenteil: Dicht an dicht auf der Wiese, Handtuch an Handtuch im Halbkreis – bei diesem Anblick einer Picknick-Atmosphäre XXL wäre jeder Virologe zusammengezuckt. Aufklärung tut Not!!! Geduld ist gefragt, weil Appelle an die Vernunft, dürften hier an mangelder Einsicht der Betroffenen scheitern. Man muss es so hart formulieren. Falls alle Weckrufe verhallen, dann wirken sicherlich Sanktionen.