Fazit 2019

„Klappe, die 33-zigste“ – das Romantisches Gartenfest lässt dem Blog einfach keine Ruhe. Der muss immer wieder Nachbohren bei seinem Lieblingsthema Eintritt und dem Kalkül dahinter. Die Vertreter der Schlossakademie, allen voran VG-Beauftragter Werner Müller, haben jetzt ein vorläufiges Fazit der nunmehr vierten Auflage gezogen. Positiv, und dies, obwohl der Wettergott es zum Auftakt gar nicht gut meinte. Dennoch, annähernd 3000 Besucher lösten an beiden Tagen ein Ticket. In der Summe wären das 15.000 Euro Einnahmen. Hinzu kommen die Standgelder, die sich in etwa auf 5200 Euro eingependelt haben dürften. Anhaltspunkt für diese Annahme sind die Vorjahreswerte. Summa sumarum kommt der Blog auf annähernd 20.000 Euro auf der Haben-Seite. Und auch wenn es nur 18.000 Euro sind, eine Menge Holz ist das allemal. Oder etwa nicht?

Im Rahmen der Tagung des Zweckverbandes nahm der jetzt überraschenderweise zu den Eintritts-Modalitäten Stellung: „Die fünf Euro seien angebracht“, hieß es dort kurz und knapp. Und weiter: „Ohne Eintritt seien die Kosten nicht zu decken!“ So, so. Die Argumentation hinkt. Der Blog will sich mal auf die Suche nach den „bösen“ Kosten begeben. Nun, Werbung dürfte zum großen Teil kostenlos sein, weil die VG über das Mitteilungsblatt Anzeigen in Hülle und Fülle schalten kann. Flyer, Banner und das Budget für Dekorationen dürften kaum ins Gewicht fallen und sind daher kaum der Rede wert. Liedermacher Sittmann wird wohl kaum den Etat gesprengt haben. Was gibt es sonst noch? Der Fahrservice muss organisiert werden und der Kirchenchor bekommt einen Obolus für den Dienst im Kassenhäuschen. Die versorgenden Vereine sind außen vor, wirtschaften sie doch in die eigene Kasse. Großzügig hoch gerechnet, fallen eventuell 5000 Euro Fixkosten an. Tendenz, eher niedriger. Bleiben noch 15.000 Euro Überschuss.

Was vergessen? Ist jemand gegenteiliger Meinung? Vielleicht klärt uns die Verbandsgemeinde irgendwann ja mal im Detail über ihre Bilanzen auf. Wäre wichtig und richtig. Ist doch sowieso eine Art von Steuergeld, das ordentlich verbucht werden muss. Also, warum nur immer diese Geheimniskrämerei Jahr für Jahr. Butter bei die Fische, dann gibt auch der Blog Ruhe. Versprochen! Übrigens, laut VG-internen Quellen lag der Überschuss in den ersten beiden Jahren deutlich im unteren fünfstelligen Bereich. Das nur mal so als Hilfestellung für eine Bewertung der Aussage, wonach ein Eintritt zwingend erforderlich sei, um alleine die Unkosten zu decken. Nochmals, der Eintritt ist nicht das Ärgernis, vielmehr die Rechtfertigungsgründe sowie die Art der bisherigen Verwendung. Aber auf einmal wird ja alles besser, jetzt wo alles ins Schloss gesteckt wird.