Fahrservice anders

Freiwilliges Engagement ist eine lobenswerte Eigenschaft. Eine Familie aus Hochstetten-Dhaun bietet seit neuestem über das Mitteilungsblatt Fahrdienste für nicht mehr mobile, im Regelfall ältere Menschen an. Ehrenamtlich! Wer nicht weiß wie er die Wege zum Arzt, zum Einkaufen oder zum Arzt organisieren kann, möchte sich bitte telefonisch beim Ortsbürgermeister melden. Keine falsche Scharm – die Leitung ist geschaltet. Der Chef vermittelt gerne – analog einer Taxizentrale.

Visionär denkt der Blog mal über eine Erweiterung dieses noch im Aufbau befindlichen Hilfsdienstes nach: Ob sich eine solche Dienstleistung sogar noch breiter aufstellen läßt, um im Bedarfsfall auch auf örtliche Ausnahme- und Notsituationen effektiv reagieren zu können? Punktuell, etwa zum Zwecke eines Bring- und Abholservice für „wichtige“ Personen, die etwa ihren Führerschein aufgrund Alkoholgenusses abgeben mussten. Nur mal so am Rande bemerkt: wer regelmäßig zu tief ins Glas schaut, riskiert neben einem Führerscheinverlust auch seine Gesundheit. Jeder verantwortungsvolle Arzt rät daher vor übermässigem Genuss ab. Sollte in solchen Fällen von Mobilitätsverlust nicht ebenso ein Fahrservice greifen, nur eben unter anderen Vorzeichen? Ehrenamt eben anders. Gewiss nicht für herkömmliche Betroffene, aber zweifellos doch für besondere Menschen. Typen, die etwa grundversorgende Funktionen im Dorf erfüllen. Funktionen, die vor allem dem Allgemeinwohl dienen. Ohne Pappe geht das aber eben nur mühsam.