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Geld gespart

Kaum zu glauben, aber ein im vergangenen Winter erschienener Zeitungsartikel mit Hinweis auf die bevorstehende Sanierung des Stiftskirche-Torbogens, sparte dem Förderverein unter dem Strich wohl ein hübsches Sümmchen. Seinerzeit hatte man einen Metallbaubetrieb aus Meckenbach für die Instandsetzung ausgesucht. Rund 5000 Euro standen im Kostenvoranschlag. Bei allem Ehrgeiz hatten die Verantwortlichen offenbar vergessen, dass mit dem alteingesessenen Schlossereibetrieb Reit eine echte Alternative, sogar vor der Haustür, existiert. Kann ja mal passieren. Chef Sascha Reit rieb sich jedoch verwundert die Augen, als er von der Vergabepraxis aus der Zeitung erfahren musste. Sein Familien-Unternehmen wurde nämlich nicht kontaktiert, und dies, obwohl Senior-Chef Helmut Reit in der Vergangenheit bereits mehrfach unentgeltlich den Förderverein mit Rat und Tat zur Seite stand. Er ging fortan in die Offensive. Um es abzukürzen, er konnte die Reparaturkosten seines Konkurrenten unterbieten und bekam nach zähem Ringen dann doch noch den Zuschlag. Das Ergebnis ist bekannt. Torbogen, Weg und Eisentor sind fertig. Ende gut, alles gut. Der Förderverein wird sicherlich seine Lehren aus dem doch eher peinlichen Missgeschick ziehen und bei zukünftigen Projekten gleichzeitig mehrere Angebote – auch und vor allem von Handwerksbetrieben aus dem Dorf – einholen. Spart unter dem Strich ja auch Geld.

Reger Förderverein

Grundsätzlich gilt nach wie vor; wenn bei der Verfolgung eines gemeinsamen Zieles alle an einem Strang ziehen, kann unter dem Strich nur etwas Gutes dabei herauskommen. Zu diesem Zweck gründete sich ja schließlich 2007 der Förderverein Stiftskirche St. Johannisberg. Die mittlerweile 130 Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Stiftskirche als wichtiges Kulturgut innerhalb der Ortsgemeinde zu erhalten und finanziell dort einzuspringen, wo dem Eigentümer, also der evangelischen Kirchengemeinde, finanziell die Hände gebunden sind. Mehr noch: In den zurückliegenden Jahren wurden sogar zusätzliche Verbesserungen in Ausstattung und Komfort erreicht. Chapeau!