Dorferneuerung

Alles innerhalb der roten Linien fällt in den Bereich für eine Dorferneuerungsplanung

Ein Schelm der böses dabei denkt

Hochstetten soll sich verändern. Aus diesem Grund hat sich die Ortsgemeinde der Dorferneuerung, einem zukunftsorientierten Landesprojekt, angeschlossen. Zielsetzung dabei ist, Hochstetten zu einer Schwerpunktgemeinde werden zu lassen, um von entsprechenden Fördergeldern des Landes Rheinland-Pfalz, etwa bei Ortskern-Sanierung, profitieren zu können. An sich kein Fehler. Dafür wurden die Grenzen im Vorfeld festgelegt. Wie die verlaufen, dass zeigt die aktuelle Karte oben auf dem Bild. Ausgelegt und veröffentlicht wurde die im Rahmen des Bürgerfrühstücks 2018. In diesem nunmehr markierten inneren Zirkel stehen die ältesten Häuser des Ortsteils an der Bundesstraße. Doch aufgepasst! Bei genauerer Betrachtung fällt sofort ins Auge, dass der Bereich Im Steingrund komplett in den „alten“ Ortskern hineinverlegt worden ist, während Teilbereiche Nagelsberg, Dhauner Straße sowie Alte Straße und Hellbergblick herausfallen…

Komisch, denn dort standen schon überall Häuser, als auf dem Steingrund-Hang noch unkontrollierter Wildwuchs herrschte. Stellt sich die Frage, warum wurde der kleine Schlenker jüngerer Bauten hinzugenommen? Wäre eine Linie entlang der Bergstraße zu Gunsten einer Verschiebung Richtung Simmertal nicht sinnvoller gewesen? Besonders kritische Spötter sind der Ansicht, dass die neue Arztpraxis sowie der gleich nebenan befindliche Wohnsitz des Ortsbürgermeisters bei der Entscheidungsfindung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben könnte. Führten mitunter persönliche Gründe seinerzeit den Bleistift? Alles keine Fakten, vielmehr nur vereinzelte Spekulationen und Gerüchte aus der Bürgerschaft. Alles nur Bedenkenträger? Wahrscheinlich handelt es sich um puren Zufall.

„Der Dorferneuerung kommt in Rheinland-Pfalz eine große landespolitische Bedeutung zu. Sie ist kommunale Selbstverwaltungsaufgabe und ein wesentlicher Bestandteil ländlicher Strukturpolitik mit dem Ziel einer umfassenden Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Insbesondere die Gestaltung des demografischen Wandels und die damit verbundenen Herausforderungen stellen die Dorferneuerung vor große Herausforderungen. Die Ortskerne müssen künftig für junge und alte Menschen attraktiv und nachhaltig gestaltet werden. Der Innenentwicklung der Dörfer ist dabei absolute Priorität einzuräumen.

Die Dorferneuerungsplanung stellt das Instrument dar, mit dem heute – unter aktiver Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger – Leitbilder für die Zukunft formuliert werden. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt dabei die Ortsgemeinden finanziell in ihrer strukturellen Entwicklung sowie die Bürger bei der Sanierung und Umnutzung der privaten Bausubstanz in den ländlichen Räumen. Für die Bewilligung von Zuwendungen für Vorhaben der Gemeinde ist das Ministerium des Innern und für Sport zuständig. Anträge sind von der Ortsgemeinde über die Verbandsgemeinde, die Kreisverwaltung und der ADD dem Ministerium vorzulegen. Die Bewilligung der Zuwendung für private Vorhaben erfolgt durch die Kreisverwaltungen. Anträge sind über die Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde der Kreisverwaltung vorzulegen.

Quelle Seite RLP